OECD-Studie

Deutschland lebt ungesund: Was wir von anderen Ländern lernen können

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8. November 2019 - 17:11 Uhr

Gute gesundheitliche Versorgung, aber ungesunder Lebensstil

Trotz einer guten ärztlichen Versorgung und diverser Gesundheitskampagnen leben die Menschen in Deutschland laut einer aktuellen OECD-Studie weitestgehend ungesund: Die Deutschen rauchen viel, trinken viel Alkohol und ernähren sich unausgewogen. Damit schneidet die deutsche Bevölkerung im Vergleich zu den anderen 36 OECD-Mitgliedsstaaten schlecht ab und erreicht bezüglich der Lebenserwartung Platz 24.

Die Deutschen essen ungesund, rauchen und trinken viel

Die Zahlen, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlicht hat, zeigen: 19 Prozent der deutschen Bevölkerung rauchen, 60 Prozent sind übergewichtig oder fettleibig und im Schnitt trinkt der Bundesbürger rund elf Liter reinen Alkohol pro Jahr. Damit liegt Deutschland über dem Schnitt der 36 Mitgliedsstaaten  das gilt auch für chronische Erkrankungen wie Diabetes. Mitglieder der Organisation sind Staaten aus Nord- und Südamerika sowie Europa und Asien.

Was wir von anderen Ländern lernen können

Als gesündestes Land der Welt gilt Spanien, dicht gefolgt von Italien. Der Schlüssel zum Erfolg scheint die Mittelmeerdiät zu sein, heißt: Viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch und Olivenöl. Die mediterrane Ernährungsform beugt unter anderem Herz- und Kreislauferkrankungen und Übergewicht vor. Deutsche Bundesbürger ernähren sich vor allem fleisch- und fettlastig, was Fettleibigkeit und gesundheitliche Probleme fördern kann.

Was wir besser machen können:

  • weniger ungesunde Fette (z.B. Frittiertes), mehr gesunde Fette (z.B. Avocado, Olivenöl) essen
  • weniger rauchen
  • weniger Alkohol trinken
  • ausgewogene Ernährung
  • nicht im Überfluss essen und stattdessen auf das Sättigungsgefühl hören
  • mehr Bewegung in den Alltag einbauen (zum Beispiel mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder kurze Strecken zu Fuß gehen)