Gewaltvolle Kundgebung gegen die Maßnahmen

Corona-Demo in Schweinfurt eskaliert - Kind verletzt

27. Dezember 2021 - 6:47 Uhr

Corona-Demo läuft aus dem Ruder

Mehrere hundert Menschen haben am Abend in Schweinfurt gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert - teils gewalttätig. Die Polizei musste immer wieder eingreifen, wurde attackiert und musste weitere Angriffe mit Schlagstock und Pfefferspray stoppen. Bei den Übergriffen wurden mehrere Personen verletzt – darunter auch ein Kind.

"Schlagstock und Pfefferspray"

Zunächst versammelten sich mehrere hunderte "friedvolle Protestler", teilte die Polizei mit. Über Lautsprecherwagen habe die Polizei auf einzuhaltende Beschränkungen wie die Maskenpflicht hingewiesen. Dann setzten sich Personen zu Marschkolonnen zusammen, die die Beamten durch Polizeiketten und Absperrungen zu durchbrechen versuchten, bis die Einsatzkräfte mit "Faustschlägen und Fußtritten teils mittelschwer verletzt wurden", hieß es nach Angaben der Polizei.

Beamten seien zudem durch Versammlungsteilnehmer "beleidigt und bespuckt" worden, hieß es von der Polizei in der Nacht zum Montag. "Unsere Einsatzkräfte waren bereits gezwungen, gegen aggressive Versammlungsteilnehmer Schlagstock und Pfefferspray einzusetzen. Wir fordern alle Teilnehmer auf, friedlich von ihrem Grundrecht Gebrauch zu machen und die Regeln einzuhalten", twitterte die Polizei Unterfranken noch am Sonntagabend. Die Polizei bat die Teilnehmer, "sich deutlich von Krawallmachern und Straftätern abzugrenzen". Die Versammlung sei nicht angemeldet worden, die Polizeiinspektion Schweinfurt war mit zahlreichen Unterstützungskräften im Einsatz.

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Kind verletzt

Dabei habe sich ein 50-Jähriger Demonstrant eine Platzwunde am Kopf zugezogen. Auch ein vierjähriges Kind kam mit einer Pfefferspraywolke in Kontakt und musste medizinisch versorgt werden. Die Mutter habe versucht, eine Absperrung zu durchbrechen. "Dem Kind geht es jetzt wieder gut", sagte ein Polizeioberkommissar noch am Sonntagabend.

Die Polizei nahm acht Personen fest und leitete gegen 44 Personen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. (dpa / cch)