Für das Suchteam ist die Entdeckung der verschollenen Pan-Am-Maschine eine Sensation.
Nach 74 Jahren im Sand und Salzwasser glaubten viele, diese Douglas DC-4 würde nie wieder zu sehen sein. Doch da ist sie: Gespenstische Aufnahmen des Aluminiumrumpfs, der Tragflächen, sogar des Logos.
Gefunden nach jahrelanger unermüdlicher Arbeit mit einer hochmodernen Unterwasserdrohne. Dieses autonome Sonarfahrzeug tauchte bis auf fast 600 Meter Tiefe hinab.
„Als wir die Sonarbilder und die Umrisse des Flugzeugs zum ersten Mal sahen, blieb uns schlicht der Atem weg.“
In dem Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg, als die zivile Luftfahrt boomte, war Pan Am weltweit führend. Die Clipper Endeavour versprach am Karfreitag 1952 eine für damalige Verhältnisse schnelle, achtstündige Reise von Puerto Rico nach New York City.
Doch kurz nach dem Start fielen zwei der vier Triebwerke der Endeavour aus. Der Versuch umzukehren misslang. Der damalige Unfallbericht besagt, dass alle Insassen den heftigen Aufprall auf dem Wasser zunächst überlebten.
Doch die Passagiere wurden vor der Notwasserung weder über den Standort der Schwimmwesten informiert noch in deren Gebrauch eingewiesen. Es folgte Verwirrung über die Rettungsinseln und Notausgänge, während das Flugzeug innerhalb von drei Minuten sank.
17 Menschen überlebten trotz schweren Seegangs und kreisender Haie. 52 kamen ums Leben.
Doch dieses Unglück hat wohl bis heute unzählige Leben gerettet. Denn Sicherheitseinweisungen für Passagiere vor jedem Start sind seither Pflicht. Ein Vermächtnis an die Lebenden – von Dutzenden Menschen, die so lange verschollen waren und deren letzte Ruhestätte nun gefunden wurde.
Dieser Flug und dieser tragische Unfall haben die Luftfahrt grundlegend verändert. Grund genug für das Team, das Gedenken an das Flugzeug und seine Opfer hochzuhalten.
Verwendete Quelle: CNN