Pandemie hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - Alle Infos und Entwicklungen vom 17. Mai 2020

19. Mai 2020 - 8:04 Uhr

Quarantäne-Regeln für Einreise gelockert

Reiselust liegt in der Luft! Deutschland verzichtet vorerst auf die Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus der EU, dem Schengen-Raum und Großbritannien. Nordrhein-Westfalen hatte dabei den Anfang gemacht. Währenddessen bereitet man sich vielerorts auf den bevorstehenden Feiertags- und Wochenendansturm vor.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.​

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen das Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++ Chronologie vom 17. Mai 2020 +++

21:42 Uhr - Frankreichs Totenzahl steigt um 483

Die französischen Behörden geben einen Anstieg der Totenzahl um 483 nach 96 am Vortag bekannt. Es seien "zusätzliche Daten" von örtlichen Gesundheitsämtern eingegangen, erklärt dazu eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. "Es gibt keinen plötzlichen Anstieg der Sterbefälle." Insgesamt sind damit 28.108 Todesfälle und 142.481 Infektionen in Frankreich bekannt.

21:02 Uhr - Maas: Ab 15. Juni möglichst keine weltweite Reisewarnung mehr

Außenminister Heiko Maas hat sich zuversichtlich geäußert, dass ein Sommerurlaub trotz der Corona-Pandemie zumindest in Europa möglich wird. "Es gibt vielfach positive Entwicklungen", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". Einige Länder hätten angekündigt, ab Juni oder Juli ihre Grenzen für Touristen wieder zu öffnen. Und auch die Bundesregierung wolle ihre Beschränkungen lockern, kündigte er an. "Wir wollen nach dem 15. Juni eigentlich keine weltweite Reisewarnung mehr haben. Sondern wir wollen das ersetzen durch Reisehinweise, aus denen die Leute erkennen können: Wo kann man hinfahren? Ist es verantwortbar? Ist man willkommen? Und vor allem: Welche Regelungen gelten da?"

20:34 Uhr - Slowakei beharrt auf strengen Corona-Grenzkontrollen

Auch wenn andere europäische Länder ihre Grenzen schrittweise wieder öffnen wollen, bleibt die Slowakei bei strengen Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen. Das stellte die Regierung in Bratislava am Wochenende klar. "Es sieht sehr hoffnungsvoll für weitere bedeutende Lockerungen bei uns in der Slowakei aus, aber mit dem Schutzwall an unseren Grenzen müssen wir weiterhin wachsam und vorsichtig bleiben", schrieb der konservative Regierungschef Igor Matovic am Sonntag auf Facebook.

Schon am Samstagabend hatten slowakische Behörden Spekulationen über eine bevorstehende Grenzöffnung zu Österreich dementiert. Das österreichische Fernsehen ORF hatte in seinen Abendnachrichten irrtümlich berichtet, die Slowakei und Tschechien würden schon von Samstag auf Sonntag ihre Grenzen einseitig öffnen und damit die österreichischen Lockerungen überholen.

19:40 Uhr – Ansteckungsrate weiter unter kritischem Wert

Der Coronavirus-Reproduktionsfaktor R liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts weiter unter dem kritischen Wert von 1,0. Der "7-Tage-R" liege aktuell bei 0,87, teilte das RKI am Sonntagabend in seinem Lagebericht mit. Am Samstag hatte er bei 0,89 gelegen. Das RKI nutzt diesen Faktor, weil er einen stärkeren Ausgleich von Schwankungen gegenüber dem klassischen R ermöglicht. Auch diesen Wert gibt das RKI weiter an, er liegt demnach etwas höher bei 0,94 nach 0,88 am Vortag.

Ein Wert unter 1,0 bedeutet in beiden Fällen, dass ein Infizierter statistisch im Schnitt weniger als eine andere Person ansteckt. Dies ist nach Angaben des RKI ein wichtiges Ziel auch mit Blick auf die Lockerung von Beschränkungen. Das Institut hat allerdings erklärt, die Zahl allein sei nicht entscheidend, um die aktuelle Lage zu bewerten. Wichtig seien auch die Zahl der Neuinfektionen im Tagesvergleich, die Zahl der positiv ausgefallenen Tests sowie die Be- und Auslastung des Gesundheitswesens.

19:12 Uhr - Eine neue Corona-Infektion im Saarland

Im Saarland ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus am Sonntag nur um einen Fall gestiegen. Stand 18.00 Uhr seien es somit nun landesweit 2.667 Fälle, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger in Verbindung gebracht werden, stieg nicht und blieb bei 155. 44 Menschen würden aktuell stationär behandelt. Grundlage der Statistik sind Zahlen, die von Gesundheitsämtern und Krankenhäusern an das Ministerium gemeldet wurden.

18:59 Uhr - Europa berät Montag über Details zu Sommerreisen

Bundesaußenminister Heiko Maas hält im Sommer Urlaub auch im europäischen Ausland für möglich, allerdings mit Einschränkungen für den Gesundheitsschutz. Am Montag werde er Gespräche mit zehn Ländern führen, die beliebte Reiseziele der Deutschen seien, sagt der SPD-Politiker in der ARD. In Italien werde es zum Beispiel Einschränkungen an den Stränden geben. Hier seien viele Fragen noch offen. Die Quarantänevorgaben innerhalb Europas könnten grundsätzlich aufgehoben werden und seien eigentlich nur noch für Drittstaaten nötig.

18.30 Uhr – 100 Corona-Infizierte in Flüchtlingsheim bei Bonn

In einem Flüchtlingsheim im nordrhein-westfälischen Sankt Augustin bei Bonn sind einem Zeitungsbericht zufolge mehr als 100 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Donnerstag hatte es einen ersten positiven Test gegeben, daraufhin war die Unterkunft unter Quarantäne gestellt und ein Test für alle fast 500 Bewohner angeordnet worden. "Wir haben mehrfach die Forderung gestellt, diese Heime durchzutesten", sagte der Grüne Landtagsabgeordnete Horst Becker dem "Kölner Stadtanzeigen". "Es zeigt sich jetzt, dass das viel zu spät passiert ist."

Die Bezirksregierung und die Stadtverwaltung von Sankt Augustin haben Erklärungen angekündigt. Man informiere erst die Betroffenen und dann die Medien, hieß es.

18:22 Uhr - Italien meldet weniger neue Infektionen und Todesfälle

Die Zahl der neuen Infektionen und Todesfälle in Italien sinkt weiter. Das Katastrophenschutzamt berichtet von 675 neuen Fällen - die niedrigste Zahl seit dem 4. März. Es seien zudem 145 weitere Tote verzeichnet. Insgesamt sind damit 31.908 Tote und 225.435 Infizierte bekannt.

17:51 Uhr - Zahl der Toten in Großbritannien steigt um 170

Die Zahl der Todesopfer in Großbritannien steigt um 170 auf 34.636, wie Wirtschaftsminister Alok Sharma mitteilt. Insgesamt gebe es 243.303 bekannte Infektionsfälle, ein Anstieg von 3142 seit dem Vortag.

16:59 Uhr - Spanien verzeichnet weniger Corona-Tote

Die Zahl der pro Tag in Spanien mit Covid-19 gestorbenen Menschen ist bis Sonntag auf 87 gefallen, so wenig wie seit zwei Monaten nicht mehr. Das habe Ministerpräsident Pedro Sánchez bei einer Videokonferenz mit den Chefs der Regionalregionen mitgeteilt, berichteten nationale Medien. Seit dem 17. März hatte die Zahl der Corona-Toten in Spanien jeden Tag über 100 gelegen, Anfang April waren sogar mehr als 900 Tote pro Tag im Zusammenhang mit Covid-19 registriert worden. Allerdings könne die jetzt genannte Zahl von 87 leicht höher gewesen sein, weil am Wochenende nicht alle Todesmeldungen sofort weitergegeben würden, hieß es.

Mit mehr als 27 500 Toten und über 230 000 Infektionsfällen ist Spanien eines der von der Pandemie weltweit am schwersten betroffenen Länder. Die Zahlen werden aber seit Wochen besser. "Wir machen Fortschritte, aber die Gefahr ist noch da", warnte Sánchez. Deshalb will er den im Land auf immer mehr Kritik stoßenden Notstand um einen Monat bis Ende Juni verlängern.

16:22 Uhr - Ägypten verlängert Ausgangssperre während muslimischer Festtage

In Ägypten müssen während des sechstägigen muslimischen Festes des Fastenbrechens vom 24. Mai an Geschäfte, Restaurants und Parks schließen. Zudem gelten ab dem Tag die nächtlichen Ausgangssperren bereits ab 17.00 Uhr, kündigt Ministerpräsident Mostafa Madbouly an. Derzeit gilt die Ausgangssperre von 21.00 bis 06.00 Uhr.

15:59 Uhr - Kein Anstieg von Infektionen nach Lockerungen

Amerikanische Behörden haben nach Angaben von US-Gesundheitsminister Alex Azar keine Zunahme von Infektionen an Orten registriert, an denen die Corona-bedingten Einschränkungen gelockert wurden. Häufungen von Ansteckungen gebe es nur in einigen lokal begrenzten Gebieten, sagt er dem Sender CNN.

15:30 Uhr - Tourismusbeauftragter rechnet mit Sommerurlaub in europäischen Ländern

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, rechnet damit, dass Sommerurlaub in europäischen Ländern möglich sein wird. "Die Chancen stehen gut, dass wir unsere Sommerferien nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können", sagt er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

15:22 Uhr – 80 Mitarbeiter infiziert! DPD-Standort im Kreis Heinsberg geschlossen

Der Paketzusteller DPD hat seinen Standort in Hückelhoven im Kreis Heinsberg mit 400 Mitarbeitern wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend geschlossen. Nach vorläufigen Zahlen des Heinsberger Landrats Stephan Pusch (CDU) waren zunächst 80 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden. Etwa 340 der Proben seien ausgewertet worden, sagte Pusch am Samstag in einem Video bei Facebook. Am Sonntag gab es einem Sprecher des Kreises zufolge zunächst keine neuen Zahlen.

Alle 400 Mitarbeiter sind nach DPD-Angaben in zweiwöchiger Quarantäne. Die Zustellung von Paketen und Abholung von Sendungen bei Kunden werde von benachbarten Standorten übernommen und sei sichergestellt, erklärte ein Unternehmenssprecher.

15:12 Uhr - Schleswig-Holstein öffnet Tourismus und Gastronomie

Nach zwei Monaten strikter Einschränkung des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie soll in Schleswig-Holstein etwas Normalität einkehren. Die Landesregierung beschloss am Sonnabend den rechtlichen Rahmen für die geplanten Lockerungen. Ab Montag sollen in Schleswig-Holstein neben Tourismus auch Restaurantbesuche und Training in Fitnessstudios wieder möglich sein.

14:45 Uhr – Russland öffnet Grenzen für ausländische Sportler

Russland wird in der Corona-Krise seine Grenzen wieder für ausländische Athleten und Trainer öffnen, wenn diese für russische Sportclubs arbeiten. Die Sportler seien aber nach ihrer Einreise verpflichtet, sich medizinisch beobachten zu lassen und 14 Tage in Quarantäne zu verbringen, teilte die russische Regierung am Sonntag mit. Der russische Fußballverband hatte zuletzt Druck gemacht, weil die Saison Ende Juni wieder anläuft.

14:08 Uhr – Erster Corona-Toter in Madagaskar

In Madagaskar wird der erste Coronavirus-Tote registriert. Es handelt sich um einen 57 Jahre alten Krankenpfleger mit Vorerkrankungen, teilen Behörden mit.

13:19 Uhr - Griechenland öffnet Strände wieder

In Griechenland sind bei Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius am Wochenende alle 515 organisierten Badeanstalten des Landes unter strengen Auflagen wieder geöffnet worden. Die Öffnung verlief nach übereinstimmenden Berichten griechischer Medien ohne Probleme. Erlaubt waren nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter.

Der Abstand zwischen den Sonnenschirmen muss außerdem mindestens vier Meter betragen. Unter den Schirmen dürfen höchstens zwei Liegen stehen. Die Strandbars dürfen darüber hinaus nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken. Bei Verstoß drohen den Betreibern der Badeanstalten die Schließung ihres Unternehmens für 30 Tage und Geldstrafen bis zu 20 000 Euro, wie die Regierung mitteilte. Bislang war das Baden im Meer in Griechenland wegen der Corona-Epidemie nur an nicht organisierten Küstenabschnitten erlaubt.

 Momentaufnahme vom Strand von Glyfada bei Athen Griechenland / Attika. Hunderte von organisierten Stränden sollen am Samstag für die Öffentlichkeit zugänglich sein, aber aufgrund der Coronavirus-Pandemie unter den Vorhersagen einer Rekordhitzewelle
Griechenland öffnet seine Strände wieder zum Baden - doch es muss Abstand gehalten werden.
© imago images/ANE Edition, Antonis Nikolopoulos via www.imago-images.de, www.imago-images.de

13:00 Uhr - Markus Söder: Bundesliga-Restart ist gelungen

Nicht nur die internationale Sport-Welt blickte mit Spannung auf den Neustart der Fußball-Bundesliga, auch die deutsche Politik verfolgte den ersten Anstoß nach der Corona-Zwangspause mit Argusaugen. Zwischen Vorfreude und Anspannung. Und war am Ende mehr als erleichtert.

Für den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, glühender Anhänger des 1. FC Nürnberg, verliefen die ersten Spiele nach knapp 70-tägiger Pause "viel besser als gedacht. Unter dem Strich ist das Experiment gelungen", sagte er im Sport1-Doppelpass: "Das war wieder ein Signal, dass wir es können."

Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet war voll des Lobes. "Der Restart hat sich gelohnt. Es ist genau das vorsichtige Hineintasten in eine verantwortungsvolle Normalität, die wir alle wollen", sagte Laschet bei "BILD live Bundesliga": "Die Liga hat ein perfektes Konzept vorgelebt. Der Auftakt hat für viele Fans wieder Fußball möglich gemacht. Wenn es alles so gut läuft wie heute, kann der Wettbewerb weitergehen."

11:30 Uhr - CDU fordert härtere Strafen bei Verstößen in Schlachthöfen

Nach den Coronavirus-Ausbrüchen in Schlachtbetrieben fordert die CDU Rheinland-Pfalz höhere Bußgelder für Unternehmen, die gegen Arbeitszeitbestimmungen verstoßen. Man unterstütze einen entsprechenden Vorschlag aus Nordrhein-Westfalen, teilten die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner und der Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf am Sonntag in Mainz mit. «Der Bußgeldrahmen sollte von 15 000 auf 30 000 Euro erhöht werden«, sagte Klöckner, die auch Bundeslandwirtschaftsministerin ist.

Auch bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer müssten die Betriebe die Standards zur Vermeidung von Infektionsrisiken am Arbeitsplatz einhalten, forderte die Landesvorsitzende. Das betreffe auch die Unterbringung der Beschäftigten. Die Bundesregierung prüfe, wie die Unternehmen dauerhaft zu Mindeststandards bei der Unterbringung verpflichtet werden könnten - unabhängig davon, ob diese in eigens gestellten oder vermittelten Unterkünften erfolge.

10:58 Uhr - Herrenberg: Männer prügeln auf Busfahrer ein - weil sie keine Maske tragen wollen

Schon wieder sind zwei Männer ausgerastet, weil sie sich nicht an die Maskenpflicht halten wollten. Am Samstag wurde in Herrenberg (Baden-Württemberg) ein Busfahrer verprügelt, weil er die Männer seines Fahrzeugs verwiesen hatte. Sie hatten sich zuvor geweigert, eine Maske aufzusetzen. Der Vorfall ist der nächste in einer Reihe von Aggressionen wegen der Maskenpflicht - zuletzt hatte eine Auseinandersetzung mit der Polizei in Troisdorf für Aufsehen gesorgt.

09:34 Uhr - Studie: Covid-19 kann auch vor den ersten Symptomen ansteckend sein

Vier Monate nach den ersten Corona-Fällen in Deutschland haben Wissenschaftler die Ansteckungsketten der ersten Patientengruppe detailliert analysiert. Die in der Fachzeitschrift "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlichte Studie bestätigt, dass Infizierte bereits vor den ersten Symptomen ansteckend sein können.

In mindestens einem der insgesamt 16 untersuchten Fälle habe ein Infizierter das Coronavirus weitergegeben, bevor er Symptome hatte, berichten die Autoren. Möglicherweise traf dies sogar für fünf weitere Fälle zu. In mindestens vier Fällen steckte ein Infizierter andere Menschen an jenem Tag an, an dem die Symptome gerade begannen. Fünf weitere Fälle könnten in diesen Zeitraum fallen, schreiben die Autoren.

Dass die Infektiosität noch vor Symptombeginn oder kurz danach erheblich sei, bedeute für Gesundheitsmaßnahmen eine riesige Herausforderung, folgert das Team. Zudem sei die Inkubationszeit, die durchschnittlich 4,0 Tage betrug, oft sehr kurz gewesen. "Eine globale Eindämmung von Covid-19 könnte schwer zu erreichen sein", betonen die Forscher.

08:40 Uhr - Coronaregeln für Freibäder: Mindestabstand im Becken und unter Dusche

Schwimmen in Zeiten von Corona: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die neuen Regeln für Freibäder veröffentlicht, die ab Mittwoch (20.5.) wieder eröffnen dürfen. Vorgeschrieben wird eine begrenzte Zahl an Gästen, der stetige Mindestabstand - auch im Becken und in Duschen - sowie Maskenpflicht in geschlossenen Räumen. Jeder Besucher soll zudem registriert werden.

Freibäder müssen den Zutritt so regeln, "dass nicht mehr Kundinnen und Kunden in das Freibad gelangen als Plätze und Anlagen unter Wahrung der allgemeinen Abstandsregeln nutzbar sind". Als Maßstab könne man einen Besucher pro 10 Quadratmeter nehmen. "Gäste müssen sich nach Betreten des Freibads die Hände waschen oder desinfizieren", Einzelumkleiden "sind bevorzugt zu nutzen. Sammelumkleiden sind unter Wahrung des Mindestabstands von 1,5 m zulässig."

Auch "die Nutzung von Duschen ist unter Einhaltung des Mindestabstands möglich." Dies gilt laut des Regelwerks für alle Bereiche des Schwimmbads - also auch die Becken. Es sei denn, man lebt in einem Haushalt oder ist mit einer befreundeten Familie unterwegs. Der klassische Freibad-Kiosk mit Pommes Frites und Eis darf öffnen - Selbstbedienung an Getränkespendern ist verboten.

08:15 Uhr - Nach Bundesliga Re-Start: Ministerpräsidenten Weil und Kretschmer wollen Fans wieder zulassen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) plädieren dafür, in der nächsten Saison der Fußball-Bundesliga wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen. «Nach der Sommerpause müssen wir klären, ob Stadion auch mit weniger Abstand geht, weil die Infektionsrate so niedrig ist und es eine Kontaktnachverfolgungs-App gibt, falls doch ein Infizierter dort war», erklärte Weil der «Bild am Sonntag». Am Samstag hatte die höchste deutsche Spielklasse in leeren Stadien den Neustart nach langer Zwangspause wegen der Corona-Pandemie vollzogen.

Kretschmer setzt sich zum Ziel, «dass Besuche von Fußballspielen, Konzerten, Theater- oder Opernaufführungen in Sachsen nach dem 1. September wieder möglich werden. Mundschutz und 1,5-Meter-Sicherheitsabstand reichen nach menschlichem Ermessen aus, um sich nicht anzustecken», sagte er der Zeitung. «Dann sind zwar die Stadien nicht ausverkauft, aber es gibt wieder Spiele vor Publikum.»

Der CDU-Politiker unterstrich aber, die Maßnahmen müssten «verhältnismäßig» sein. Beschränkungen brauche es bei Ausbrüchen hoffentlich nur in einzelnen Kommunen oder Kreisen, aber nicht landes- oder gar bundesweit. Trotzdem warnte Kretschmer: «Wir werden gerade leichtsinnig und wiegen uns in einer falschen Sicherheit. Das Virus ist unter uns, jeder, der es bekommt, kann schwerstens erkranken.»

Das waren die Meldungen vom 16- Mai

21:45 Uhr - Aktuelle Zahlen aus aller Welt

LandInfektionenToteGenesene
Weltweit4.586.915309.1841.656.497
USA

1.450.269

87.841250.747
Russland272.0432.53763.166
Großbritannien241.45534.5461.049
Spanien230.69827.563146.446
Italien223.88531.610120.205
Frankreich179.63027.53260.562
Deutschland175.7157.931151.953

Quelle: Johns Hopkins University

Alle Meldungen vom Samstag, 16. Mai, lesen Sie hier.

20:33 Uhr - BKA: Rechtsextreme wollen "Situation für Propagandazwecke instrumentalisieren"

Rechtsextreme versuchen nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes (BKA), Proteste gegen Beschränkungen in der Corona-Krise für sich zu nutzen. Das rechte Lager fühle sich zunehmend von den Demonstrationen angesprochen, sagte eine BKA-Sprecherin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zwar lägen noch keine Erkenntnisse über eine "koordinierte Unterwanderung durch Rechtsextreme" vor. Doch sei zu erkennen, dass diese versuchten, die "aktuelle Situation für ihre Propagandazwecke zu instrumentalisieren".

19:20 Uhr - Sachsen setzt Schulbesuchspflicht für Grundschüler aus

Grundschüler in Sachsen müssen vorübergehend nicht zum Unterricht erscheinen. Zwei Tage vor der geplanten Wiedereröffnung von Schulen und Kitas nach einer zweimonatigen Corona-Zwangspause hat das Kultusministerium am Samstag kurzfristig die Schulbesuchspflicht für die Klassen eins bis vier ausgesetzt. Es bestehe zwar weiter eine Schulpflicht, Eltern könnten aber selbst entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen, teilte das Ministerium mit.

Mit der Entscheidung reagierte die Behörde auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig vom Freitag. Dieses hatte im Eilverfahren zugunsten der Eltern eines Siebenjährigen entschieden, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt hatten.

18:27 Uhr - Oliver Pocher trifft auf Attila Hildmann - Polizei geht dazwischen

Wie in seiner RTL-Show angekündigt hat sich Oliver Pocher in Berlin am Rande einer Demonstration mit Vegankoch Attila Hildmann zum Gespräch getroffen. Doch bevor die Stimmung bei den Umstehenden überkochen konnte, ging die Polizei auf Nummer sicher - und brachte Pocher weg. Mehr zum Aufeinandertreffen des Corona-genesenen Pocher und des Verschwörungstheoretikers Hildmann lesen Sie hier.

17:30 Uhr - Bundesweit verschiedene Demonstrationen rund um das Coronavirus

Bislang wirkt es ruhig - so lassen sich die Berichte der RTL-Reporter bei Demonstrationen In Berlin, München und Stuttgart zusammenfassen. Überall ist das Polizeiaufgebot groß, vereinzelt gab es Festnahmen. Einen Überblick über Proteste von Gegnern der Maßnahmen gegen das Coronavirus und Gegendemonstrationen lesen Sie hier.

16:30 Uhr - Robert Koch-Institut: Kein Anlass, an Impfpflicht zu denken

Der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI) hat sich gegen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesprochen. "Wir haben keinen Anlass, an eine Impfpflicht zu denken", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Samstag in Schwerin. Die Bürgerinnen und Bürger seien definitiv klug genug zu wissen, wenn es einen sicheren Impfstoff gebe, dass dieser ihre Gesundheit fördern würde.

Zum Thema Impfstoff sei vor einigen Wochen eine Arbeitsgruppe beim RKI gegründet worden. Diese würde sich damit befassen, sofern es einen Impfstoff gebe, welche Bevölkerungsgruppen wie geimpft werden könnten.

15:55 Uhr - Finanzminister Scholz will Kommunen in Corona-Krise helfen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Pläne für ein milliardenschweres Hilfspaket zur Stützung von Kommunen bekräftigt. Er rief die Bundesländer auf, schnell zu einer Entscheidung zu kommen. "Das ist eine Debatte, die keinen weiteren Aufschub braucht. Die muss jetzt geführt werden, auch dringend und auch gerne mit unterschiedlichen Ansichten", sagte Scholz am Samstag in Berlin. "Ungelöst sollte das Thema nicht bleiben."

Pläne des Finanzministeriums sehen vor, dass Bund und Länder je zur Hälfte einen Betrag von insgesamt fast 57 Milliarden Euro übernehmen, um Gewerbesteuerausfälle des Jahres 2020 auszugleichen und die weitere Handlungsfähigkeit hoch verschuldeter Städte und Gemeinden zu ermöglichen.

Alle Meldungen vom 16. Mai 2020

+++ Hier können Sie alle Meldungen und Entwicklungen vom 16. Mai nochmal nachlesen +++