Dermatologin und systemische Beraterin klären auf

Cellulite - das hilft wirklich gegen die Bindegewebsschwäche

05. August 2021 - 16:12 Uhr

Dermatologin Dr. Miriam Rehbein erklärt, woher Cellulite kommt

Über Cellulite klagen viele Frauen, denn von der Bindegewebsschwäche sind fast alle betroffen - unabhängig vom Alter und häufig auch von Gewicht. Auch wenn die Dellen harmlos sind, fühlen sich viele Frauen mit ihnen unwohl.

Das lässt sich die Kosmetik-Industrie nicht zweimal sagen und reagiert mit einer Flut an Cremes, Gels, Kapseln und anderen Produkten, die jährlich auf den Markt kommen und dellenfreie Haut versprechen. Wie Cellulite entsteht und ob die ganzen vermeintlichen kosmetischen Wundermittel wirklich etwas gegen sie bewirken können - das erklärt Dr. Miriam Rehbein Sie im Video.

Besonders für Frauen ein Problem

Dass Frauen deutlich stärker als Männer von Cellulite betroffen sind, liegt an den vorhandenen Fettzellen. Denn davon haben Frauen einfach mehr als Männer. Außerdem ist das Bindegewebe anders angeordnet, sodass die Dellen leichter an die Oberfläche gelangen können. Das sorgt für die unebenen Hautstellen - meistens an Po und Beinen.

Expertin rät: Mehr Selbstliebe

Ruth Marquardt weiß als systemische Beraterin, dass Frauen sehr mit dem Thema Cellulite zu kämpfen haben. "Frauen akzeptieren sich nicht, weil sie glauben, dass wir alle aussehen müssen wie Instagram-Filter", erzählt sie im Gespräch mit RTL. Sie findet die Message von Promis wie beispielsweise Daniela Katzenberger wichtig: "Wenn ich mich liebe, dann ist es wurscht, wie ich aussehe."

Sich selber mehr zu lieben und zu akzeptieren? Das ist oft leichter gesagt als getan. Grund dafür sind Schönheitsideale und der Vergleich mit vermeintlich perfekten anderen Frauen. Damit es mit der Selbstliebe doch klappt, muss ein kleiner Perspektivwechsel her, so die Expertin: "Ich muss mir klarmachen: Das ist so. Und dass man sich klar macht, dass man aktuell den besten Körper hat, den man haben kann." Denn rückblickend wünschen sich viele Frauen sicher, sie hätten ihren jüngeren Körper mit der Wertschätzung behandelt, die er verdient.

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Nicht nur auf das Aussehen reduzieren

Auch ist es wichtig, sich nicht nur auf die Cellulite und das Aussehen allgemein zu reduzieren, empfiehlt Ruth Marquardt. Man solle sich vor Augen führen, welche persönlichen Stärken man hat und was man mitbringt.

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Das sollten vor allem Dinge sein, die gar nichts mit dem Äußerlichen zu tun haben. "Wenn ich mit einer tollen Ausstrahlung zur Türe rein komme und - bähm - geht die Sonne auf. Dann kann ich doch aussehen, wie ich will", ermutigt sie.

Bei großem Leidensdruck: Psychologische Beratung kann helfen

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie schon lange und sehr intensiv unter ihrer Cellulite leiden, dann kann eine psychologische Beratung sinnvoll sein. Denn ein Problem mit Cellulite zeigt, dass es tieferliegende Probleme mit dem Selbstwert geben kann. "Viel zu viele Frauen sagen: Ich liebe mich nicht, ich kann mich selber nicht im Spiegel ansehen", beobachtet die Expertin.

Lese-Tipp: Nicht verwechseln! Schwaches Bindegewebe oder Cellulite?

Wenn diese Aussagen auf Sie zutreffen, dann kann ein niedriges Selbstwertgefühl der Auslöser dafür sein. "Wir Frauen müssen lernen, viel öfter für uns selbst die beste Freundin zu sein", wünscht sich Ruth Marquardt.

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