Radioaktives RadiumBundesamt warnt vor gefährlicher Strahlung: DIESE Nüsse solltet ihr jetzt nicht essen!

ARCHIV - 14.10.2021, Berlin: Paranüsse liegen auf einem Tisch. Kinder, Schwangere und stillende Mütter sollten nach Empfehlung des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) keine Paranüsse essen. (zu dpa «Bundesamt warnt wegen Radioaktivität vor Paranüssen») Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Paranüsse sind vor allem auf vegetarischen und veganen Speiseplänen zu finden. Doch Schwangere und Stillende sollten die Finger von den Nüssen lassen.
cwg gab vco, dpa, Zacharie Scheurer

Finger weg von diesen Nüssen!
Schwangere und Stillende sollten sich unbedingt von Paranüssen fern halten. Die Nüsse sind laut dem Bundesamt für Strahlenschutz radioaktiv verseucht – und damit sehr schädlich für ungeborene und junge Babys.
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Paranüsse aus Südamerika sind stark radioaktiv

Zuerst einmal: Gesunde Erwachsene können grundsätzlich Paranüsse zu essen, so das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in einer neuen Pressemitteilung. Schließlich steht die Nuss gerade auf veganen und vegetarischen Speiseplänen. Doch Kinder, vor allem kleine Babys und Ungeborene sollten nicht in Berührung mit der Nuss kommen, wie auch Mediziner Dr. Christoph Specht erklärt. „Dass Paranüsse radioaktiv sind, ist aber nicht neu“, sagt er im Gespräch mit RTL. „Da ist keine Umweltbelastung oder ein Unfall dran Schuld, sondern die Böden.“

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Wie auch das BfS schreibt, wachsen die Bäume hauptsächlich in Südamerika, zum Beispiel in Bolivien und Peru. Die Böden dort enthalten von Natur aus einfach eine große Menge Radium. Das Element gelangt über die Wurzeln in den Baum und schließlich in die Nüsse. Heimische Nüsse wie Walnüsse sind übrigens nicht von einer zu hohen Strahlenbelastung betroffen.

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Radium lagert sich in den Zähnen und Knochen ein - vor allem bei Kindern

Eine geringe Strahlung macht dem Menschen auch erst einmal nichts aus – weder Weltraumstrahlung noch Strahlung, die wir über unsere Ernährung aufnehmen. Wieso ist die Paranuss also ein so großes Problem? Nun, es ist weniger die Nuss und mehr das Element Radium selbst, wie Specht erklärt. „Unser Körper empfindet das Radium wie Kalzium“, sagt er. Kalzium lagert sich bei jedem Menschen vor allem in Zähnen und Knochen ab. Aber: „Bei Kindern sind die Knochen und Zähne natürlich besonders hungrig nach Kalzium und nehmen dementsprechend viel davon auf – auch wenn es mit Radium versetzt ist.“ Die Zähne und Knochen verschließen das Radium, das dann im Körper des Kindes weiter strahlt. Ungeborene und Säuglinge nehmen die Strahlung zudem über die Plazenta und Muttermilch auf.

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„Strahlung ist bei einem Kind eben kritischer“, so Specht. Deshalb bekommen Kinder seltener CTs oder werden seltener geröntgt.

Seien Sie ehrlich: Esst ihr regelmäßig Paranüsse?

Für einen erwachsenen Menschen werden die Nüsse erst zum Problem, wenn davon richtig viel gegessen wird. „Wer als erwachsener Mensch ein Jahr lang täglich zwei Paranüsse isst, erhält eine zusätzliche Strahlendosis von rund 160 Mikrosievert“, rechnet das BfS vor. Normal nimmt ein Mensch eine jährliche Strahlendosis von etwa 300 Mikrosievert über die Nahrung auf.

Übrigens setzen sich viele Menschen Radium auch ganz bewusst aus, wie Specht verrät. In sogenannten Radium-Stollen oder Radium-Bädern wird das Element für therapeutische Zwecke genutzt – zum Beispiel zur Behandlung chronische Erkrankungen, wie Arthrose. (dpa)