Frau (51) erlebt Horror

Corona-Teststäbchen bricht ab und fällt in die Lunge einer Patientin

16. Oktober 2020 - 15:01 Uhr

Krankenschwester schob Patientin ein Teststäbchen durch ein Loch in den Hals

Es ist eine absolute Horrorvorstellung, was einer 51-jährigen Patientin aus Großbritannien passiert ist. Die Frau wurde nach einer Operation künstlich über einen Schlauch in der Luftröhre beatmet. Eine Krankenschwester wollte die Patientin auf Corona testen und schob ein Teststäbchen in den Schlauch, doch das brach ab und fiel in die Lunge der Frau, wie eine Gruppe britischer Ärzte in einem Fall-Bericht im "BMJ Military Health", dem Gesundheitsmagazin der britischen Armee berichten.

Dazu veröffentlichten sie Aufnahmen von dem Fremdkörper in der Lunge – die zeigen wir im Video.

Stäbchen zerbrach im Hals der Patientin

​+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

​Die Krankenschwester konnte den Abstrich nicht an Mund- oder Nasenschleimhäuten machen, weil die Frau nur durch den Schlauch in der Kehle atmete. Um also an die Atemwege zu gelangen, musste die Krankenhausmitarbeiterin durch das Loch im Hals.

Das Stäbchen, das für den Test benutzt wurde, hat eine Sollbruchstelle in der Mitte. Das Stäbchen wird normalerweise nach dem Test in zwei Teile gebrochen, in einem Plastikröhrchen verstaut und ins Labor geschickt. Doch dieses Stäbchen brach schon auseinander, als es noch im Hals der Patientin steckte.

Britische Ärzte warnen vor der Gefahr beim Durchführen eines Coronatests

Die Ärzte konnten das Stäbchen auf Röntgenaufnahmen nicht erkennen, darum war ein Endoskop mit einer Kamera notwendig, das der Frau über die Luftröhre in die Lunge geführt wurde, um das abgebrochene Stäbchen wiederzufinden. Danach konnten die Ärzte den Fremdkörper vorsichtig wieder ans Tageslicht befördern.

Die Ärzte warnten in ihrem Bericht nun vor der Gefahr eines solchen Abstrichs für Patienten, die über einen Schlauch im Hals beatmet werden. Die Krankenschwester, die den Test durchgeführt habe, sei gut ausgebildet gewesen, trotzdem kam es zu dem Missgeschick, das gefährlich für die Patientin hätte werden können, wäre das Stäbchen in der Lunge unentdeckt geblieben.

"Es gibt nicht genug Hinweise dazu, wie man Patienten mit Beatmungsschlauch vorne im Hals auf SARS-CoV-2 testen kann", kritisieren die Ärzte. Um das Risiko für die Patienten zu minimieren, sollten die Teststäbchen unter anderem so designt werden, dass sie im Ernstfall mit dem Röntgengerät sichtbar gemacht werden könnten, lautet ihre Empfehlung.

TVNOW-Dokus: Corona und die Folgen

Das Corona-Virus hält die Welt seit Wochen in Atem. Auf TVNOW finden Sie jetzt spannende Dokumentation zur Entstehung, Verbreitung und den Folgen der Pandemie.

Weitere Videos zum Thema Coronavirus finden Sie hier

Rund um das Thema "Gesundheit" erhalten Sie hier bei Stern Plus Tipps.