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Bremen: Vor 6 Jahren flüchtete er vor den Taliban aus Afghanistan – jetzt berät Sam selbst Hilfesuchende

Er möchte so etwas zurückgeben

Vor 6 Jahren flüchtete er vor den Taliban – jetzt berät Sam selbst Hilfesuchende

Vor 6 Jahren flüchtete er vor den Taliban Er möchte so etwas zurückgeben
02:04 min
Er möchte so etwas zurückgeben
Vor 6 Jahren flüchtete er vor den Taliban

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von Samira Bonneik und Lina Johannsson

Sam hat den Schritt gewagt und sich ein neues Leben in Bremen aufgebaut: Vor sechs Jahren ist er vor Angst, Terror und Bedrohung aus Afghanistan geflohen. Der Fluchtraum Bremen war dem jungen Mann bei der Flucht eine große Hilfe, ohne die er es wohl kaum geschafft hätte.

Wie Sam seine ganz persönliche und emotionale Geschichte erzählt, sehen Sie im Video.

Fluchtraum Bremen als große Stütze

Terror, Angst und Bedrohung standen auf der Tagesliste von dem gerade mal 19-jährigen Sam Hemat-Kheil. Er lebte in der Nähe von Kundus, Afghanistan. Das Gebiet ist schon damals von den Taliban besetzt, weshalb er allen Mut zusammenfasste und die Flucht antrat.

Als er in Bremen ankam, gab es erst einmal viele Hürden. Die Behördensprache und vielen Anträge waren eine echte Herausforderung. Dann hat er den Fluchtraum in Bremen entdeckt, wo der 25-Jährige selbst vor sechs Jahren Hilfe erhalten hat. Der Fluchtraum Bremen e.V. setzt sich bereits seit 2004 für bessere Perspektiven von jungen Menschen mit Fluchterfahrung ein.

Auch den sozialen Kontakt bekommt er im Fluchtraum Bremen

Der Fluchtraum in Bremen bietet jungen Flüchtlingen Helfe und Unterstützung an.
Der Fluchtraum in Bremen bietet jungen Flüchtlingen Helfe und Unterstützung an.
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Insa Bertram ist im hauptamtlichen Team vom Fluchtraum Bremen. Die gelernte Politikwissenschaftlerin sieht in dem Zentrum für Flüchtlinge auch folgende Aufgaben: „Es gibt bestimmte andere Strukturen, die vielleicht nicht so gut funktionieren. Wie zum Beispiel die Nichterreichbarkeit von Ämtern, wie das Jobcenter oder die Ausländerbehörde, die das auch notwendiger machen, dass es solche Orte gibt.“

Neben der Unterstützung und Hilfe bei den vielen Anträgen, hat Sam auch Freunde und Anschluss gefunden – das ist bei solch einer Flucht ebenfalls äußert wichtig und hat Sam sehr geholfen. Mittlerweile ist Bremen für den 25-Jährigen seine Heimat geworden - er fühlt sich hier zuhause und endlich angekommen. (ljo)