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Bargeld-Reserve für den Notfall: Diesen Betrag sollte man immer zuhause haben

Nur Bares ist Wahres!

Katastrophenschützer raten: So viel Bargeld sollten Sie immer zuhause haben

Bargeld
Wie viel Bargeld sollte für den Notfall im Haus sein?
deutsche presse agentur

Kartenzahlung ist vor allem eines: schnell und unkompliziert. Doch in manchen Situationen kann es sein, dass bargeldloses Bezahlen nicht mehr möglich ist. Karten-Nutzer stehen dann in Ausnahmesituationen plötzlich ohne Geld dar. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät deshalb, immer eine Bargeldreserve im Haus zu haben. Doch wie viel ist genug?

So viel Bargeld reicht aus

Im Falle eines Stromausfalls oder einer bundesweiten Störung der Kartenzahlung funktionieren die Kartenlesegeräte nicht mehr. In Supermärkten oder Drogerieläden wird dann nur noch Bargeld akzeptiert.

In seinem online abrufbaren Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) deshalb zu einer "ausreichenden Bargeldreserve". Aber wie viel ist ausreichend?

Das BKK gibt keine genaue Betragsempfehlung an, da diese variieren kann. Die Geldreserve sollte allerdings einige Tage lang die Grundversorgung mit Nahrung und Sanitärprodukten sichern. Mehrköpfige Familien benötigen hierbei natürlich mehr Bargeld als Einzelpersonen, weshalb Sie auf eine der Personenanzahl und den Grundbedürfnissen entsprechenden Menge setzen sollten.

Grob überschlagen betragen Kosten für Nahrung und Sanitärprodukte wöchentlich etwa 50 Euro pro Person. Bei einer vierköpfigen Familie sollten daher mindestens 200 Euro pro Woche eingeplant werden. Je nach Situation und Dauer können natürlich weitere Lebensunterhaltungskosten und der Ausnahmesituation geschuldete Ausgaben hinzukommen. Daher ist es empfehlenswert, lieber etwas großzügiger zu planen.

Der Betrag sollte idealerweise in kleinere Scheine aufgeteilt werden, um auch niedrige Beträge ohne mögliche Probleme zahlen zu können.

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Diese Menge ist erlaubt:

Im Internet kursieren viele Gerüchte und Annahmen darüber, wie viel Bargeld eine Privatperson zu Hause haben darf und ab welchem Betrag die Aufbewahrung verboten ist. Gegenüber Focus online gaben verschiedene Geldinstitutionen allerdings an, dass es keine gesetzliche Obergrenze für die Aufbewahrung von Bargeld in den eigenen vier Wänden gebe.

Für Ihre Bargeldreserve scheint es also keinen Maximalbetrag zu geben. Wichtig ist allerdings: Hamstern ist sowohl bei Drogerieprodukten und Lebensmitteln als auch bei Bargeld keine sinnvolle Strategie. Zu viel Bargeld im Haus ist genauso wenig zu empfehlen wie gar keins.

Wer keine größeren Mengen Bargeld im Haus haben möchte, kann dieses natürlich alternativ auch in einem Schließfach aufbewahren. Beachten sollten Sie aber, dass dieses im Notfall eventuell nicht mehr zu erreichen ist.

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So sollten Sie Ihr Bargeld aufbewahren:

Größere Mengen Bargeld sollten Sie nicht einfach zu Hause rumliegen haben. Auch die gängigen Verstecke, wie hinter den Socken oder in einer leeren Kaffeedose kennen Einbrecher bereits. Am sichersten sei das Geld laut Polizei in einem Tresor beziehungsweise Wertschutzschrank, zu welchem nur Sie oder Ihre Familie Zugang haben. Der schützt Ihr Geld zudem vor Umwelteinflüssen, wie zum Beispiel vor Feuer.

Wer keinen Tresor besitzt, sollte sein Geld an einem möglichst robusten Ort verstauen, der für Einbrecher nicht als typisches Geld-Versteck ausfindig zu machen ist. (jlu)

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