Nach Biontech

Auch Moderna-Impfstoff schützt wohl vor Corona-Mutationen

Nach dem Biontech-Impfstoff soll auch das Mittel von Moderna vor Corona-Mutationen schützen
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26. Januar 2021 - 10:18 Uhr

Moderna-Impfstoff behält Wirkung gegen Corona-Varianten

Dass der Impfstoff des deutschen Biotechnologieunternehmens Biontech auch vor den Corona-Varianten aus Großbritannien und Südafrika schützt, ist bereits bekannt. Jetzt gibt es auch gute Nachrichten des US-Unternehmens Moderna.

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Studienergebnisse machen Mut

"Der COVID-19-Impfstoff von Moderna behält seine neutralisierende Wirkung gegenüber neu auftretenden Varianten aus Großbritannien und Südafrika", teilte das Unternehmen am Montag mit. Moderna beruft sich dabei auf eine interne Studie mit Blutproben von acht Personen. Der Impfstoff hatte demnach keine Probleme damit, die britische Corona-Variante zu neutralisieren. Gegen die etwas neuere Mutation aus Südafrika scheint der Impfstoff zwar etwas weniger zu schützen, trotzdem bliebe ein hoher Schutz bestehen.

Moderna will Impfstoff weiter auffrischen

Zur Sicherheit kündigte Moderna an, den Impfstoff weiterentwickeln und so auffrischen zu wollen, um den Schutz vor neu auftretenden Varianten zu erhöhen.

Unternehmenschef Stéphane Bancel äußerte sich in einer Pressemitteilung zuversichtlich:

"Die Daten ermutigen uns und bestärken unsere Zuversicht, dass der Covid-19-Impfstoff von Moderna gegen diese neu entdeckten Varianten schützt".

Neben der britischen und der südafrikanischen Mutation, wurden auch weitere Varianten des Corona-Virus bereits festgestellt.

Während Moderna positive Schlagzeilen schreibt, muss sich mit AstraZeneca ein anderer Hersteller dem Vorwurf mangelnder Wirksamkeit des Impfstoffs stellen.

So unterscheiden sich die Impfstoffe von Biontech und Moderna

Im Kern sind beide Impfstoffe gleich: Es handelt sich bei beiden Impfstoffen nämlich um sogenannte mRNA- Impfstoffe. In der Wirkung unterscheiden sie sich kaum, sie bieten beide einen circa 95 prozentigen Schutz beim ursprünglichen Corona-Virus.

Dasselbe gilt auch für die Nebenwirkungen. Dabei können neben Schmerzen an der Einstichstelle auch Müdigkeit, Kopfschmerzen oder erhöhte Temperatur auftreten. Der größte Unterschied ist die Lagermöglichkeit. Während der Impfstoff von Moderna auch bei normalen Gefrierschranktemperaturen von minus 20 Grad für 30 Tage gelagert werden kann, muss der Impfstoff von Biontech innerhalb von drei Wochen verimpft werden. Eine Kombination der beiden Impfstoffe ist nach jetzigem Kenntnissstand allerdings nicht möglich.

Seit Montag können sich Senioren über 80 in NRW zu einem Impftermin anmelden. Auswählen, mit welchem Stoff sie geimpft werden, ist aktuell aber noch nicht möglich.

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