Ratschlag von Apple

Vermeintlicher Schutz vor Hackern: Darum sollte man die Laptop-Kamera doch nicht abkleben!

Kann man über die Webcam des Laptops wirklich zur Angriffsfläche von Hackern werden? Ein Nutzer klebt die Kamera vorsichtshalber ab.
© picture alliance / Andrea Warnecke/dpa-tmn, dpa, Andrea Warnecke

23. Februar 2021 - 16:12 Uhr

Apple verrät: Laptop-Kamera sollte nicht abgeklebt werden

Um die Privatsphäre zu schützen, kleben viele die Webcam ihres Laptops ab. Doch Apple warnt vor genau dieser Methode. Statt die Kamera zu bedecken, solle man andere Schritte einleiten.

Viele Menschen haben Angst, über die Laptop-Kamera ausspioniert zu werden

Wie praktisch eine Webcam ist, zeigte sich in den vergangenen Monaten: Dank Tools wie Skype, Microsoft Teams oder Zoom wurden Videokonferenzen zum Alltag im Home Office. Doch wenn man abends auf dem Sofa den Laptop aufklappt und entspannt im Netz surft, kommen bei einigen Nutzern wieder die Bedenken: Was, wenn ich heimlich beobachtet werde?

Rund ein Viertel der Deutschen verdeckt die Kameralinse aus Angst, dass die Webcam des Notebooks oder die Selfie-Kamera im Smartphone heimlich als Spion zweckentfremdet wird. Das zeigte eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom. Einige kleben deshalb ein Post-it davor, andere kaufen kleine Schieberegler. Selbst Technik-Profis wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehen auf Nummer sicher und verdecken ihre Laptop-Webcam.

Schutz vor Hackern und Spionage aber ein kaputter Bildschirm?

Ein Schüler sitzt vor seinem Laptop, neben ihm liebt ein Schulbuch und ein Tablet. Er befindet sich offenbar im Fernunterricht.
Vor allem die Arbeit im Home Office und das Home Schooling haben dazu geführt, dass wir uns öfter vor der Webcam präsentieren müssen. Viele haben jedoch Angst dabei ausspioniert zu werden.
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Apple warnt jedoch in einem Support-Dokument davor, die Kamera in Macbooks zuzukleben. Denn solche Abdeckungen könnten zu Beschädigungen des Displays führen, schreibt der Hersteller aus Cupertino. Schließlich klebe ein zusätzliches Objekt direkt zwischen beiden Gerätehälften, wodurch sich beim Schließen des Laptops der Druck auf das Display erhöhe, was wiederum zu Bildschirmschäden führen kann. Der Grund dafür sei, dass "der Abstand zwischen dem Display und der Tastatur auf sehr geringe Toleranzen ausgelegt ist".

Zudem könne das Abdecken der integrierten Kamera den Umgebungslichtsensor beeinträchtigen und verhindern, dass Funktionen wie die automatische Helligkeit und True Tone ordnungsgemäß funktionieren.

Auch deswegen rät Apple vom Abdecken der Webcams ab

Zu Problemen kann es vor allem kommen, wenn Abdeckungen verwendet werden, die dicker sind als 0,1 Millimeter - "die durchschnittliche Dicke eines Druckerpapiers", heißt es auf der Webseite von Apple. Das dürfte jedoch auf die meisten Abdeckungen zutreffen. Zudem rät der Konzern von allen Webcam-Covern ab, die mittels Klebstoff auf dem Displayrand befestigt werden müssen, da diese Spuren hinterlassen können.

Grünes Licht: So können Sie sich tatsächlich vor Hackern schützen

Zwei Freundinnen liegen auf dem Sofa und haben einen Laptop auf ihrem Schoß und winken in die Kamera. Im Rahmen der Coronavirus-Pandemie nehmen sie vermutlich an einer Videokonferenz teil.
Für viele eine absolute Horrorvorstellung: Über die Laptop-Kamera zur Zielscheibe von Hackern zu werden. Apple gibt jetzt jedoch Entwarnung.
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Eine Webcam-Abdeckung sei überhaupt nicht nötig, so die Botschaft Apples. Der Konzern empfiehlt zum Schutz der Privatsphäre zwei Maßnahmen: Zum einen könne man in den Systemeinstellungen haarklein festlegen, welche Anwendungen die Kamera verwenden dürfen und welche nicht. Zum anderen solle man auf die grüne LED achten, die direkt neben der Kamera leuchte, sobald diese eingeschaltet ist. Macbooks seien so gestaltet, dass es nicht möglich sei, die Kamera ohne diese Lichtanzeige zu aktivieren, verspricht der Hersteller.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de.