Sorge um BetrugsrisikenWhatsApp-Benutzernamen sorgen schon jetzt für Ärger – Land will Einführung stoppen!

WhatsApp auf Smartphone
Die neue WhatsApp-Funktion ist noch nicht einmal ausgerollt, da gibt es schon die ersten Probleme. (Symbolbild)
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Wie sicher ist die neue Funktion wirklich?
Millionen WhatsApp-Nutzer warten auf die Einführung von Benutzernamen statt Telefonnummern. Doch ausgerechnet Indien, WhatsApps größter Markt, zieht jetzt die Notbremse. Die Regierung warnt vor mehr Betrug, Identitätsdiebstahl und Phishing – Meta hält dagegen.

Benutzernamen statt Telefonnummer? Indien will Start der neuen Funktion pausieren

Eigentlich hatte WhatsApp geplant, die neue Benutzernamen-Funktion in wenigen Monaten weltweit auszurollen. Ziel ist es, dass Nutzer künftig über frei wählbare Benutzernamen miteinander chatten können, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben.

Noch ist die Funktion also gar nicht gestartet, für Ärger sorgt sie aber bereits jetzt: Indien fordert den Messenger-Dienst nämlich jetzt auf, den Start vorerst auszusetzen, wie die BBC berichtet. Das Ärgerliche: Indien ist mit über 850 Millionen Nutzern der größte Markt für WhatsApp.

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Phishing und Identitätsdiebstahl – Indien sieht bei Benutzernamen eine Nutzer-Gefahr

Das indische Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie befürchtet, dass die Benutzernamen-Funktion die „Häufigkeit von Online-Betrug, Phishing, digitalen Verhaftungsbetrugsfällen und Identitätsdiebstahl erheblich erhöhen“ könnte, wie die BBC enthüllt. Zudem würden Benutzernamen die „Identitätsfälschung und -manipulation“ vereinfachen, weil Betrüger schlichtweg ähnliche Namen wie zum Beispiel von Behörden, Finanzinstitutionen oder bekannten Persönlichkeiten annehmen könnten.

Deshalb verlangt die Regierung laut BBC, dass WhatsApp die Funktion erst freischaltet, wenn alle Bedenken seitens der Regierung ausgeräumt sind.

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Meta hält dagegen! Diese Sicherheitsvorkehrungen sollen WhatsApp-Nutzer schützen

WhatsApp hat bereits reagiert und erklärt, dass für die Nutzung des Messenger-Dienstes weiterhin die Hinterlegung einer Telefonnummer nötig sei – auch, wenn diese nicht angezeigt wird – und man Sicherheitsvorkehrungen eingebaut habe.

„Um Identitätsdiebstahl vorzubeugen, haben wir die bekanntesten Namen – darunter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Regierungsstellen, Prominente und verifizierte Meta-Konten – so reserviert, dass sie nur von ihren rechtmäßigen Inhabern beansprucht werden können”, zitiert BBC den WhatsApp-Sprecher.

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Es gäbe zudem Mechanismen zur Erkennung von Identitätsdiebstahl und Betrug. „Die Anzahl der Personen, die ein Konto kontaktieren kann”, soll eingeschränkt werden und „wiederholte Versuche, den Benutzernamen einer Person zu erraten”, vollständig gesperrt werden, so WhatsApp.

Nachrichten sollen des Weiteren nur verschickt werden können, wenn der exakte Benutzername bekannt ist. Empfänger sollen ebenfalls zusätzliche Daten über unbekannte Kontakte erhalten – etwa ob es sich um ein neues Konto handelt, gemeinsame Gruppen bestehen oder der Kontakt aus einem anderen Land schreibt.

Ob mit dieser Stellungnahme die Diskussion in Indien beendet ist, bleibt allerdings abzuwarten.

Verwendete Quellen: BBC