Apple stellt iOS 15 vor

Viele neue Funktionen für iPhone und iPad

08. Juni 2021 - 16:00 Uhr

Neuvorstellungen auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC 2021

Auf der jährlichen Entwicklerkonferenz WWDC hat Apple das neue Betriebssystem iOS 15 vorgestellt. Vor allem die Videochat-App Facetime wird stark ausgebaut, außerdem die Privatsphäre besser geschützt. Und es gibt auch ganz neue Funktionen, die User lieben werden.

Facetime bekommt zahlreiche neue Funktionen

Die Videochat-App Facetime wird nach dem Boom von rivalisierenden Diensten wie Zoom in der Corona-Krise deutlich ausgebaut. Nutzer von Android-Smartphones und Windows-Computern werden sich künftig auch in Facetime-Videochats einwählen können. Dafür wird man Nutzer in einen Facetime-Chat auch über einen Link einladen können, so wie es etwa beim Videokonferenzdienst Zoom üblich ist. Bislang sind nur direkte Videoanrufe möglich.

Außerdem wird man mit Facetime künftig gemeinsam Musik hören und Video ansehen können, ohne den Chat zu unterbrechen. Die Funktion wird unter anderem für den Streaming-Dienst Disney+, aber auch für die Video-App Tiktok verfügbar sein. Man kann zum Beispiel gemeinsam mit Freunden, die an unterschiedlichen Orten sind, dieselbe Sendung über die Fernsehbox Apple TV auf dem Fernseher anschauen und sich über das Geschehen austauschen. Apple bessert Facetime auch mit der Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen und einem Porträt-Modus mit verschwommenem Hintergrund auf.

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Schutz der Privatsphäre wird in iOS 15 weiter erhöht

Apple stärkt außerdem den Schutz der Privatsphäre mit neuen Funktionen gegen die Nachverfolgung des Nutzerverhaltens bei E-Mails und im Webbrowser Safari. So können Nachverfolgungs-Pixel in E-Mails blockiert werden. Auf diese Technologie greifen etwa Absender von Werbung zurück, um zu erfahren, ob und wo eine E-Mail geöffnet wurde.

Die Spracherkennung Siri kommt künftig ohne eine Internet-Verbindung aus. Bisher wurden die Aufnahmen dafür zur Verarbeitung an die Apple-Server und wieder zurück geschickt. Die Erkennung direkt auf dem Gerät steigert zum einen die Datensicherheit, macht die Software zum anderen auch schneller. Wenn Anwender aktiv zustimmen, werden aber mit Siri auch in Zukunft anonymisierte Daten in die Apple-Cloud gesendet, damit der Dienst mit maschinellem Lernen weiter verbessert werden kann.

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Mit "Universal Control" gleichzeitig auf verschiedenen Apple-Geräten arbeiten

Mit der neuen Funktion "Universal Control" können nebeneinander positionierte Mac-Computer und iPad-Tablets gleichzeitig mit Maus und Tastatur bedient wären – als wäre es ein Gerät. Eine spezielle Verbindung ist dafür nicht notwendig. So kann man per Drag-and-Drop Dateien zwischen den Geräten einfach verschieben oder kopieren.

Zusätzliche Verschlüsselung für Abo-Dienste

Außerdem sichert Apple für Kunden seiner Abo-Dienste künftig die Datenübertragung mit zusätzlicher Verschlüsselung ab. Die Funktion "Private Relay" ist Teil eines neuen Abos iCloud+ und soll besser als herkömmliche VPN-Dienste die übertragenen Daten abschirmen. Im Gegensatz zu einem klassischen VPN-Dienst ("Virtual Private Network") können die Kunden aber keinen virtuellen Standort auswählen, um zum Beispiel von Deutschland aus Streaming-Inhalte anschauen zu können, die eigentlich Zuschauern in den USA vorbehalten sind.

Neue Gesundheitsfunktionen: Laborergebnisse können in "Health"-App angezeigt werden

Immer weiter ausgebaut werden die Gesundheitsfunktionen der Apple-Geräte. So werden das iPhone und die Apple Watch künftig den Gang eines Nutzer analysieren können, um ihn vor einem erhöhten Fallrisiko zu warnen. In den USA kooperiert Apple mit medizinischen Einrichtungen, damit die Gesundheits-Anwendung "Health" aktuelle Laborergebnisse direkt in der App anzeigen und interpretieren kann.

Während Apple mit einigen Funktionen wie "Universal Control" Neuland betritt, versucht der Konzern etwa mit der Spracherkennung in Fotos auf dem iPhone zu Google aufzuschließen. Bei dem Internet-Konzern gibt es das in dem Dienst Google Lens schon seit einigen Jahren. (dpa/aze)

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