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Aldi: Milch und Milchprodukte werden teurer - ziehen andere Händler nach?

Ziehen andere Händler nun nach?

Preiserhöhungen bei Aldi: Milch und einige Milchprodukte werden teurer

Aldi erhöht Milchpreise
Aldi erhöht Milchpreise
DPA

Was ist mit den anderen Discountern?

Milch und einige Milchprodukte werden teurer: Aldi hat nach neuen Lieferverträgen den Preis für Milch um 6 Cent je Liter in der untersten Preislage angehoben. Der Discounter ist oft Vorreiter in Sachen Preisen - ziehen andere Händler also nun nach?

Preisanstieg von knapp unter 10 Prozent

Milch mit 1,5 Prozent Fett kostet jetzt 71 Cent je Liter und mit 3,5 Prozent Fett 79 Cent je Liter, wie Aldi Nord und Aldi Süd am Montag auf DPA-Anfrage mitteilten. Das entspricht einem Plus von 9,2 und 8,2 Prozent. Auch bei Speisequark stiegen die Preise demnach um 6 beziehungsweise 5 Cent je Packung und nach Fettkategorie.

Nach Angaben von Aldi Nord wurden darüber hinaus auch die Preise einiger weiterer Milchprodukte zum 2. Mai angepasst, darunter Kaffeesahne und Kondensmilch, Crème fraîche und Saure Sahne. Aldi Süd wollte sich zu weiteren möglichen Preisanhebungen neben Milch und Quark nicht äußern. Erfahrungsgemäß gehen die beiden selbstständigen Schwesterunternehmen bei solchen Preisveränderung gemeinsam vor.

Auch Lidl erhöht die Milchpreise nach dem Aldi-Vorbild

Auf Anfrage von RTL hat auch der Discounter Lidl die Milchprodukt-Preise der Eigenmarke „Milbona“ deutschlandweit angepasst - "im Rahmen der vom Markt vollzogenen Preisveränderung". Wie bei Aldi koste ein Liter konventionelle Frischmilch in der Fettstufe 3,5 Prozent nun 0,79 Euro und ein Liter konventionelle Frischmilch in der Fettstufe 1,5 Prozent 0,71 Euro.

Die Rewe-Gruppe hat bisher nicht auf die RTL-Anfrage geantwortet.

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Woran liegt die Preiserhöhung bei Milchprodukten?

Bauernproteste in den vergangenen Monaten
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter sieht die Preiserhöhung bei Milch durch Aldi als einen Erfolg an!
DPA

Zum 1. Mai treten üblicherweise neue halbjährliche Lieferverträge der Molkereien mit den einzelnen Lebensmittelhändlern für Milch und auch weitere Milchprodukte in Kraft. An den Preisen von Aldi orientieren sich erfahrungsgemäß Supermarktketten in ihrer untersten Preislage. Für Butter gelten häufig nur monatliche Lieferverträge. Auch bei Käse ist die Dauer der Lieferverträge deutlich kürzer als bei Milch.

Was sich sonst noch zum 1. Mai geändert hat, erfahren Sie hier!

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter sieht die Preiserhöhung bei Milch durch Aldi als einen Erfolg der Bauernproteste in den vergangenen Monaten. Dagegen gebe es aber einen sinkenden Preistrend bei Butter, sagte Verbandssprecher Hans Foldenauer der DPA. Das wiege schwerer als der gestiegene Milchpreis. Die Trinkmilch stehe nur für elf Prozent der Verarbeitungsmenge. Für die Milchbauern spitze sich die Situation zu - auch weil der Gastronomieabsatz weggefallen sei.

Quelle: RTL/DPA