Raststätte ging in Flammen auf

Autofahrer kracht mit 150 km/h in Tankstelle und stirbt – Polizei hofft auf Kamerabilder

Die Tankstelle an der A5  ging in Flammen auf.
Die Tankstelle an der A5 ging in Flammen auf.
© dpa, Skander Essadi, geh sab

11. August 2021 - 6:14 Uhr

Feuer an Raststätte Gräfenhausen Ost bei Weiterstadt

Mit mehr als 150 Stundekilometern ist ein Autofahrer am Montagmorgen in eine Autobahntankstelle an der A5 in Hessen gerast. Der Mann starb, die Tankstelle bei Weiterstadt nahe Darmstadt (Hessen) ging in Flammen auf. Laut Polizei handelt es sich bei dem Toten vermutlich um einen 54-Jährigen. Bei der Aufklärung des Vorfalls hoffen die Beamten, dass Überwachungskameras der Raststätte Gräfenhausen Ost den Vorfall aufgezeichnet haben – und dass die Bilder durch das Feuer nicht zerstört wurden.

An A5 in Tankstelle gerast: Leichnam soll obduziert werden

Zudem setzt die Polizei auf die Aussagen von Zeugen und mögliche Ergebnisse einer gerichtsmedizinischen Untersuchung der aus den Flammen geborgenen Leiche. Der Leichnam soll am Dienstag obduziert werden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass der Autofahrer in suizidaler Absicht gehandelt hat.

Kassierer verhinderte mögliche Katastrophe an Autobahn-Raststätte

Der Unbekannte war gegen einen Träger der Dachkonstruktion der Tankstelle gefahren. Dabei zerbrach sein Wagen in zwei Teile und geriet in Brand. Mehrere Zapfsäulen, ein Transporter und das Dach der Anlage fingen Feuer. Stundenlang kämpften bis zu 180 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Nur die Geistesgegenwart eines Kassierers verhinderte eine mögliche Katastrophe: Der Mann schaltete mit einem Notaus-Schalter in letzter Sekunde die Benzinzufuhr zu den Zapfsäulen ab. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im einstelligen Millionenbereich.

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Vor einem Jahr: 6 Verletzte bei Unfall an Tankstelle

Vor knapp einem Jahr war schon einmal ein Autofahrer in eine Tankstelle gerast. Damals wurden durch das Feuer bei Wiesbaden insgesamt sechs Menschen verletzt, darunter auch der 50 Jahre alte Fahrer des Wagens. Auch hier hatte der Kassierer rechtzeitig den Notaus-Schalter gedrückt. Der 50-Jährige war vor einer Polizeikontrolle geflohen.

Hilfe bei Suizidgedanken

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de. (dpa/bst)