Mädchen lehnte tot an einem Baum in Wien

Hunderte gedenken toter Leonie (†13) bei Kundgebung mit Autokorso

Am Fundort der getöteten Jugendlichen hat jemand ein Kinderfoto von Leonie (13) aufgestellt. Am Sonntag fand eine Kundgebung statt.
Am Fundort der getöteten Jugendlichen hat jemand ein Kinderfoto von Leonie (13) aufgestellt. Am Sonntag fand eine Kundgebung statt.
© RTL

11. Juli 2021 - 17:06 Uhr

13-jährige Leonie wurde tot in Wien gefunden

Erst Autokorso, dann Blumenniederlegung. Vor etwas mehr als zwei Wochen wurde der leblose Körper der 13-jährigen Leonie tot an einem Baum in Wien lehnend gefunden. Die Schülerin aus Tulln an der Donau wurde vor ihrem Tod unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. Am Sonntag ehrten sie Hunderte Trauernde bei einer Kundgebung und mit einem Autokorso, der am Fundort ihrer Leiche vorbeiführte, das berichtete "heute.at".

500 Menschen sollen Leonie gedacht haben

Insgesamt sollen sich 500 Menschen in hundert Autos angekündigt haben. Laut des Berichts hatte eine Privatperson die Veranstaltung angemeldet. Laut "heute.at" sollen die Autos um 11 Uhr an Leonies Fundort vorbeigefahren sein. Über Lautsprecher sei auf die grausame Tat aufmerksam gemacht worden. Im Anschluss an die Kundgebung sollen Menschen aller Altersgruppen und verschiedener Herkunft Blumen und Trauerschreiben niedergelegt haben.

Im Video: Vanessa H. aus Wien fand Leonie

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Leonies Herz hörte plötzlich auf zu schlagen

Die Leiche von Leonie hatte in Wien-Donaustadt tot an einem Baum gelehnt. Dort, so die Schlussfolgerung der Ermittler, sei die 13-Jährige nach der Tat abgelegt worden. Ihr Körper wies zahlreiche Blutergüsse und Hämatome an Hals und Brust auf. Später kam heraus: Leonie wurde in einer Wohnung unter Drogen gesetzt, mehrere Männer haben sie vergewaltigt, gewürgt und anschließend leblos circa hundert Meter entfernt an einem Baum abgelegt. Daraufhin wurden drei mutmaßliche Täter (16, 18 und 23) festgenommen. Nun soll der 18-jährige Tatverdächtige eine Aussage gemacht haben. Das berichtet die österreichische "Kronen-Zeitung".

Demnach wolle der 18-Jährige Afghane mit dem Tod von Leonie nichts zu tun habe. Er räume jedoch unterlassene Hilfeleistung ein. Alle drei Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Ermittelt wird gegen sie aufgrund des Verdachts der Vergewaltigung mit Todesfolge und Missbrauch. Ein weiterer 22-Jähriger Tatverdächtiger ist flüchtig. Alle mutmaßlichen Täter sollen bereits polizeibekannt gewesen sein. (dky)