Erster Herbststurm im AnmarschSturmtief Luise fegt auf Deutschland zu! Wo es am Wochenende ungemütlich wird

Sturm
Sturmtief „Luise” ist im Anmarsch. (Symbolbild)
mg kde geo aba cv exa, Martin Gerten/dpa, Martin Gerten

Jetzt dreht der Herbst richtig auf!
Mit Sturmtief Luise rollt zum Wochenende der erste Herbststurm auf Europa zu. Während auf den Britischen Inseln Orkanböen drohen, kommt Deutschland vergleichsweise glimpflich davon. Doch auch bei uns kann es gefährlich werden. RTL-Meteorologe Martin Pscherer erklärt, wo es besonders windig wird – und warum selbst schwächere Sturmböen Bäume zu Fall bringen können.

Sturmtief Luise: Hier wird es am Freitag besonders windig

Der Herbst zeigt seine stürmische Seite! In der Nacht zum Freitag (23. Oktober) trifft Sturmtief Luise, international Austen genannt, zunächst die Britischen Inseln. Dort könnte es richtig heftig werden: Zwischen Irland und dem Ärmelkanal sind nach Einschätzung von RTL-Meteorologe Martin Pscherer Sturm- oder sogar Orkanböen mit Spitzen von bis zu 150 km/h möglich.

Anschließend zieht das stärkste Sturmfeld weiter in Richtung niederländische Küste. Dort könnten die Böen je nach Wettermodell noch 130 bis 140 km/h erreichen. Deutschland bekommt Luise dagegen nur in abgeschwächter Form zu spüren. Am Freitag wird es vor allem im Südwesten, Westen und Nordwesten stürmisch. Örtlich sind auch Sturmböen möglich.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet ebenfalls mit kräftigem Wind. Besonders im Westen und Nordwesten sind am Freitag und in der Nacht zum Samstag stürmische Böen zu erwarten. Im Nordseeumfeld sowie auf den Gipfeln der Mittelgebirge und Alpen kann es noch deutlich heftiger werden. In besonders exponierten Höhenlagen sind sogar Orkanböen möglich.

Auch am Wochenende drohen Sturmböen – Vorsicht vor Bäumen!

Am Samstag (24. Oktober) verlagert sich der Schwerpunkt an die Küsten und in höhere Berglagen. Dort sind Sturm- bis orkanartige Böen möglich, in besonders exponierten Lagen vereinzelt sogar Orkanböen. Und damit ist das stürmische Wochenende noch nicht vorbei. Am Sonntag (25. Oktober) erreichen Deutschland die Ausläufer eines weiteren kräftigen Tiefs bei den Britischen Inseln. Wieder sind vor allem die Küsten, das Bergland sowie der Westen und Nordwesten betroffen.

RTL-Meteorologe Martin Pscherer sieht dabei eine besondere Gefahr: Viele Bäume tragen noch Laub und bieten dem Wind dadurch eine große Angriffsfläche. Gleichzeitig sind manche durch die lange Trockenheit geschwächt. Deshalb können auch Böen, die für einen Herbststurm nicht außergewöhnlich stark sind, Äste abbrechen lassen oder ganze Bäume umwerfen.

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Wer am Wochenende unterwegs ist, sollte deshalb besonders in Wäldern, Parks und unter großen Bäumen vorsichtig sein. Auch lose Gegenstände auf Balkonen und Terrassen sollten rechtzeitig gesichert werden. Eine landesweite schwere Sturmlage zeichnet sich nach derzeitigem Stand allerdings nicht ab. „Die ganz große Sturmlage ist es aber aus heutiger Sicht nicht“, ordnet Pscherer die Aussichten ein.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, DWD