Auch Mallorca betroffenMehr als 620 Liter Regen! Menschen flüchten in Spanien auf Dächer
Straßen verwandeln sich in reißende Flüsse, Autos werden einfach weggespült!
Heftige Unwetter haben im Osten Spaniens schwere Überschwemmungen ausgelöst. Zwei Menschen sterben, Tausende müssen ihre Unterkünfte verlassen. Auch auf Mallorca herrscht Alarm.
Überschwemmungen in Spanien! Mehr als 620 Liter Regen in 24 Stunden
Wassermassen überfluten Straßen, Häuser und Campingplätze! Besonders heftig trifft Sturmtief „Adam“ die spanischen Provinzen Valencia und Alicante. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, fallen in der Gemeinde Pego innerhalb von nur 24 Stunden mehr als 620 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Küstenort Oliva sind es laut dem spanischen Wetterdienst Aemet mehr als 530 Liter. Zum Vergleich: In Hamburg fallen im langjährigen Durchschnitt knapp 800 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – im gesamten Jahr!

Die Folgen sind dramatisch: Straßen verwandeln sich in Sturzbäche, Autos werden von den Fluten mitgerissen. Zahlreiche Menschen sitzen in ihren überfluteten Häusern fest. Einige retten sich auf die Dächer und warten dort auf Hilfe. Rettungskräfte und Soldaten sind im Dauereinsatz.
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Rund 2000 Menschen müssen Campingplätze verlassen
Besonders angespannt ist die Lage in Oliva, rund 70 Kilometer südlich von Valencia. Nach Angaben von Bürgermeisterin Yolanda Pastor müssen etwa 2000 Menschen von sieben Campingplätzen evakuiert werden. Die Feuerwehr rettet Bewohner aus überfluteten Gebäuden. Doch noch immer sind Menschen von den Wassermassen eingeschlossen.
Die Behörden rufen die Bevölkerung dringend dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben. In mehr als 40 Gemeinden der Provinzen Valencia und Alicante fällt der Schulunterricht aus. Die Regionalregierung ruft die zweithöchste Notfallstufe aus.
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Zwei Frauen sterben bei Unwettern in Spanien
Das Unwetter fordert auch Menschenleben. Bereits am Wochenende sterben zwei Frauen infolge der heftigen Regenfälle. Eine kommt in Sagunto nördlich von Valencia ums Leben, die andere im katalanischen Cabrera de Mar. Das berichten die Nachrichtenagenturen AFP und dpa unter Berufung auf die Behörden.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez warnt vor der weiterhin gefährlichen Lage. Besonders in schwer zugänglichen Gebieten dauern die Rettungsarbeiten an. Die Menschen sollen unnötige Wege unbedingt vermeiden.
Mallorca ruft höchste Warnstufe aus – Flüge gestrichen
Auch auf den bei Urlaubern beliebten Balearen-Inseln sorgt Sturmtief „Adam“ für erhebliche Einschränkungen. Auf Mallorca gilt in der Nacht zum Montag zeitweise die höchste Unwetterwarnstufe Rot. Vorsorglich fällt auf Mallorca, Ibiza und Formentera der Schulunterricht aus.
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Auf Ibiza treiben Müllcontainer durch überflutete Straßen. Die wichtigste Verbindung zum Flughafen muss gesperrt werden. Zahlreiche Flüge fallen aus, werden umgeleitet oder verspäten sich. Auch auf Mallorca streicht der Flughafenbetreiber Aena Dutzende Verbindungen.
Immerhin: Auf Mallorca bleibt die Lage trotz der höchsten Warnstufe vergleichsweise ruhig. Die Rettungsdienste melden lediglich drei kleinere Zwischenfälle. Im Laufe des Montags sollen die Regenfälle in Valencia, Alicante und auf den Balearen allmählich nachlassen und sich weiter nach Katalonien verlagern.
Verwendete Quellen: dpa und afp


