Das Baby ist vier Wochen altDragqueen zeigt uns ihr ganzes Glück! Candy Crash ist nach Leihmutterschaft endlich Papa
„Ich möchte mich nicht verstecken.”
Seit einem Monat dreht sich die Welt für Candy Crash komplett anders. Eigentlich kennen wir Candy als Youtuber, Influencer und vor allem aus der Show „Queen of Drags”. Sein Partner und er sind dank einer Leihmutter jetzt aber endlich Eltern geworden. Sie haben ein kleines Mädchen bekommen. Doch das gefällt nicht jedem. Auf Instagram zeigt Candy sein größtes Glück und erntet dafür reichlich Hasskommentare.
Candy Crash bekommt Hasskommentare
„Es ist das schönste Gefühl”, schwärmt Candy in seinem Haus in Los Angeles von seiner kleinen Tochter. „Egal, ob sie schreit, ob sie lacht, ob sie einfach nur schläft. Ich gucke sie an und ich bin einfach nur schockverliebt.“ Seit vier Wochen ist das kleine Mädchen auf der Welt, und Candy und seinem Partner, der nicht vor die Kamera möchte, ist bewusst, welche Verantwortung sie da im Arm halten.
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Er postet auch Bilder und Reels mit seiner Kleinen auf Instagram. Das gefällt bei weitem nicht jedem, die Kommentare sind zum Teil beängstigend. „Möge Gott dich vernichten“, schreibt jemand. Oder „Arbeitsdienst würde dich auf andere Gedanken bringen.“ Candy versucht, die Hasskommentare auszublenden, sie einfach nicht zu lesen. „Es beschäftigt einen dann doch unterbewusst so ein bisschen”, sagt er. „Und dann denkt man sich, was die Leute schreiben und was hier meine Realität ist, könnte nicht weiter auseinander sein.”
Mit Leihmutter ins Babyglück
Candy, der als Dragqueen arbeitet und seit etwa zwei Jahren in Los Angeles lebt, bekommt oft zu hören, dass er kein guter Vater sein könne. Besonders oft kämen diese Nachrichten von Frauen mittleren Alters. Doch sind Anfeindungen für den Mann aus Karlsruhe nichts Neues. Als er sich auch in Berlin nicht mehr wohlfühlt, geht er mit seinem Partner in die USA. „Ich möchte so nicht leben, ich möchte mich nicht verstecken in meinem Sein.” In L.A. gelingt das, auch mit Baby. Niemand beschimpft ihn hier, niemand starrt ihn an.

Candy geht auch offen damit um, wie sein Partner und er zu einem Baby gekommen sind: durch eine Leihmutter. In Deutschland war es aufgrund ihres Alters nicht mehr möglich, ein Kind zu adoptieren. Und eine Leihmutterschaft ist hier verboten. In den USA konnten sie sich dank anderer Gesetze den Traum von einem Kind erfüllen.
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Candy heult bei der Geburt „Rotz und Wasser”
Bei der Entbindung sind Candy und ihr Freund dabei: „Ich habe Rotz und Wasser geheult dabei und auch unsere Leihmutter.” Er habe sie während der Geburt unterstützt. „Ab dem Moment, wo das Kind dann draußen ist, bist du für das Kind zuständig.” Für die Leihmutter war es völlig in Ordnung, dass sich Candy und sein Partner sofort um das Baby kümmern.
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Bis heute hat Candy Kontakt zu der Leihmutter. Sie sei zu einer echten Freundin geworden. Und ihre Verbindung würde immer bestehen, denn sie habe etwas gegeben, was alles zum Besseren verändert habe. Das Baby wird über alles geliebt, doch für viele Menschen sei das nach wie vor ein Skandal. Er wünsche sich, dass man die Leute einfach leben lasse. „Ich glaube auch, dass es einem selbst besser geht, wenn man ein bisschen weniger Hass schürt auf dieser Welt.”
Welche Wünsche Candy für seine und die Zukunft des Babys hat – das seht ihr oben im Video!
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































