Annika Lau im RTL.de-GesprächSo sehr hat die ADHS-Diagnose unseres Sohnes die Ehe mit Frederick verändert
Ihre Worte berühren sicher nicht nur Eltern....
Ex-RTL-Moderatorin Annika Lau (47) ist Mama von drei Kindern (12, 10 und 6 Jahre). Ihr Sohn Baz hat ADHS. Die Diagnose hat das Leben von Annika und ihrem Mann Frederick (37) komplett gewandelt. Seit 7. Oktober ist ihr Buch „Ihr Kind ist anders“ im Handel. Ein Buch, das den Umgang mit der Krankheit erzählt. Mit RTL.de spricht sie offen über das Leben mit der Diagnose und beschreibt rührend, wie sie die Erkrankung auch als Paar noch mehr zusammengeschweißt hat.
Annika Lau und Frederick sind stolz auf ihren Zusammenhalt
Annika Lau hält einen Moment inne. In den vergangenen Tagen war sie viel unterwegs, seit dem 7. Oktober ist ihr Buch „Ihr Kind ist anders” erschienen. Darin geht es um ihren Sohn Baz, der vor wenigen Jahren die Diagnose ADHS erhielt. Damals bleibt ihr zwischen all den Aufgaben kaum Zeit für die eigenen Sorgen. „Ich habe ehrlich gesagt auch meine Gefühle hinten angestellt“, erzählt sie im Gespräch mit RTL.de Beim Schreiben muss sie sich diesen Gefühlen noch einmal stellen. „Ich habe das jetzt halt wieder vorgeholt. Das war anstrengend genug.“
Die vergangenen Jahre haben Spuren hinterlassen. Dennoch oder gerade deshalb ist sie nach wie vor der empathische Mensch, der sie schon vorher gewesen ist. Trotzdem spüre sie, wie sehr die Verantwortung sie geprägt habe: „Ich bin jetzt richtig erwachsen und habe halt so viel Verantwortung zu tragen. Und das macht natürlich was mit einem Menschen.“
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Doch nicht nur sie alleine als Mutter hat sich etwas verändert. Auch ihre Ehe mit Frederick Lau hat sich gewandelt. Seit 2015 sind die Moderatorin und der Schauspieler verheiratet. Annika erzählt: „Ich glaube, wir sind intensiver zusammen als die meisten anderen, die weniger Probleme zu bewältigen haben.” Die vielen Gespräche über Medikamente und verschiedene Therapien hätten die beiden noch näher zusammengebracht. „Also, es hat uns sehr intensiv zusammengeschweißt.“

Wenn Annika die Kraft ausgeht, übernimmt Frederik
Dabei schauen Annika und Frederick nicht nur auf das, was schwierig ist. Sie sehen auch, was sie gemeinsam geschafft haben. Ihr Zuhause, ihre drei Kinder, ihr Leben als Familie. „Wir sind super stolz auf uns auch“, sagt Annika. Wenn sie von ihren Kindern erzählt, beschreibt sie diese als lustig, schön und intelligent. Ihre Dankbarkeit ist groß.
Im Alltag ergänzen sich die beiden. Frederick könne ihren Sohn in manchen Situationen besser verstehen, erzählt Annika. „Und ohne Frederick würde ich jetzt noch mit ihm diskutieren über das Kleinste.“ Ein Beispiel ist das Zähneputzen. Während Annika ihrem Sohn ausführlich erkläre, warum das wichtig sei, nehme Frederick ihn an die Hand und sage schlicht „Zähne putzen“. Weniger erklären, klarer formulieren. Das habe sie von ihrem Mann gelernt. Eingefügter Text
Frederick merkt aber auch, wann seine Frau eine Pause braucht. „Neulich stand er auf einmal vor mir und sagte: Schnapp dir dein Fahrrad, ich habe für dich eine Thaimassage gebucht. Wir sehen uns in zwei Stunden.” Manchmal sorgt er dafür, dass sie einfach im Badezimmer ihre Ruhe hat. Umgekehrt hält Annika ihm den Rücken frei, damit auch er durchatmen kann. „Und das ist unser Commitment, unser Plan, und wir kommen damit sehr gut klar.“
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Baz stellt seiner Mama jeden Abend dieselbe Frage
Neben den Herausforderungen im Alltag beschäftigen Annika auch die Ängste ihres Sohnes. Baz bekommt mit, was in den Nachrichten läuft. Vor allem die Sorge vor einem Krieg lässt ihn nicht los. Jeden Abend stelle er ihr dieselbe Frage. „Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Putin heute Nacht entscheidet: ‚Jetzt greifen wir Deutschland an‘?“ Annika versucht, ihn zu beruhigen. Doch sie merkt auch, wie schwer es ihm gerade fällt, auf das Gute in Menschen zu vertrauen.
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Annika Lau: Das ist ihr größter Wunsch für ihre Kinder
Eine Unsicherheit, die durch Ablehnung, welche er leider viel zu oft erfährt, hervorgerufen wird. Wie verletzend die Reaktionen anderer sein können, erlebt auch Annika selbst. „Ich war früher natürlich überall gerne gesehen.“ Heute blieben manche Einladungen aus, weil Baz mitkomme und es mit ihm zwischendurch laut werde, erzählt sie. Das habe sie trauriger gemacht. „Also, das ist nicht schön, aber es ist okay.“ Trotzdem pralle die Ablehnung nicht jeden Tag gleich gut an ihr ab. Wenn andere vorschnell urteilen, denke sie daran, wie wenig diese Menschen über ihren Alltag wissen. „Ihr wisst nicht, was für eine Mama ich bin.“
Umso mehr wünscht sie sich, dass „kein wütender Typ wird” und weiter: Wütende Typen haben wir jetzt genug auf der Erde. Sie wünscht sich, dass Baz zu einem positiv gestimmten jungen Mann heranwächst, der schmerzhafte Erfahrungen hinter sich lassen kann. „Wir tun auf jeden Fall alles dafür.“ Natürlich gilt gleiches auch für ihre beiden weiteren Kinder. Sie müssen weder eine bestimmte Karriere einschlagen noch die Welt retten. Ihr größter Wunsch klingt viel einfacher und bedeutet doch alles. „Ich will einfach nur, dass sie glücklich werden.“
Verwendete Quellen: RTL-Recherche































































