THEMEN & PERSONEN

Archiv

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0-9

ADHS

ADHS picture alliance / Julian Stratenschulte / dpa

ADHS bei Kindern und Erwachsenen äußert sich oft durch Symptome wie Unruhe und Hyperaktivität sowie Konzentrationsprobleme.

ADHS steht für die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung. Dieses auch als Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom bekannte Krankheitsbild beginnt bereits im Kindesalter. ADHS-Symptome sind vielfältig, aber nicht immer eindeutig. Die drei Kernsymptome von ADHS sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Dazu gehören motorische Unruhe, eine wenig ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit sowie eine hohe Ablenkbarkeit und eine große Offenheit für Reize. Dadurch fällt es betroffenen Kindern meist schwer, schulische Leistungen zu erbringen, bei denen es darum geht, ruhig und konzentriert zu arbeiten. Zudem haben Kinder mit ADHS einen sehr starken Bewegungsdrang - ein Grund, warum ADHS auch Zappel-Philipp-Syndrom genannt wird.

Die Ursachen von ADHS sind sowohl neurobiologischer als auch psychologischer Natur. Aber auch eine Frühgeburt oder Alkohol und Nikotin in der Schwangerschaft können ADHS begünstigen. Haben Sie als Eltern den Verdacht, Ihr Kind könnte unter dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leiden, kann unser ADHS-Schnelltest helfen: Dort erfahren Sie innerhalb weniger Mausklicks, ob Ihr Kind wirklich Anzeichen von ADHS zeigt oder nur aufgedreht ist. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Rat eines Experten einzuholen: Die ADHS-Erkennung sollte immer ein erfahrener Kinderarzt vornehmen, um auszuschließen, dass die Symptome nicht doch eine andere Ursache haben.

Bei der ADHS-Diagnose unterscheidet man in verschiedene Schweregrade. Wer nur leicht betroffen ist, kann lernen, mit ADHS umzugehen. Wer mittelschwer betroffen ist, sollte sich ärztliche Hilfe holen, weil sich ADHS nicht nur im häuslichen Umfeld, sondern auch in Schule oder Kindergarten bemerkbar macht. Eltern betroffener Kinder sollten umgehend das soziale Umfeld informieren, damit es keine Vorverurteilungen gibt. Wer schwer an ADHS erkrankt ist, muss behandelt werden. Geeignete Behandlungsmaßnahmen können etwa eine medikamentöse und/oder psychotherapeutische Behandlung sein.

Wichtig ist immer, ein betroffenes Kind nicht auf seine ADHS-Störung zu reduzieren. ADHS-Kinder haben gegenüber anderen durchaus einige Vorteile. So sind sie meist kreativer, besitzen einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, sind sehr begeisterungsfähig und empathisch und besitzen eine ausgeprägte Offenheit dem Leben gegenüber. Dadurch können sie eher über den Tellerrand hinausschauen und finden Lösungen, wo andere längst aufgegeben haben.

Doch ADHS betrifft nicht nur Menschen im Kindesalter, auch Erwachsene können an der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung leiden. Allerdings wird die Krankheit hier seltener erkannt - obwohl sich ADHS bei Erwachsenen nicht anders äußert als bei Kindern. Konzentrationsstörungen, Unruhe, Impulsivität und Stimmungsschwankungen sind klassische Symptome. Bei RTL.de erfahren Sie alles, was Sie über ADHS wissen müssen.

13-Jähriger klaut Auto und rammt Motorradfahrer

Teenager leidet unter ADHS und Autismus

13-Jähriger klaut Auto und rammt Motorradfahrer