Trauer um Nadia FarèsPlötzlich geht sie lautlos unter – Schauspiel-Star aus „Die purpurnen Flüsse“ stirbt nach Schwimmbadunfall

Schauspielerin Nadia Farès starb nach einem Unfall im Schwimmbad
Nadia Farès spielte zuletzt an der Seite von Mel Gibson in „On the Line” (Archivbild)
IMAGO/Starface

Ihr Leben endete wie das Drama in einem Film!
Regelmäßig zog Nadia Farès ihre Bahnen im Pool, galt als routinierte Schwimmerin. Doch am Sonntag (12. April) kam es genau dabei zu einem Zwischenfall. Obwohl zwei andere Schwimmbadbesucher die Schauspielerin vom Grund des Beckens bargen und reanimierten, überlebte sie den Badeunfall nicht. Ihre beiden Töchter gaben in einem bewegenden Statement den Tod der 57-Jährigen bekannt.

Nadia Farès stirbt nach Unfall im Schwimmbad

„Mit tiefer Trauer geben wir den Tod von Nadia Farès am vergangenen Freitag bekannt. Frankreich hat eine große Künstlerin verloren, doch für uns ist es vor allem der Verlust unserer Mutter“, schrieben ihre Töchter Cylia und Shana Chasman in einer an die AFP gesendeten Nachricht. Sie baten in ihrer Trauer um „Respekt und Diskretion“, berichtet der französische TV-Sender BFMTV.

Nadia Farès starb im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière. Hier war sie am Sonntag (12. April) eingeliefert worden, nachdem sie bewusstlos aus dem Schwimmbecken eines Privatclubs gerettet worden war. Anschließend wurde sie in ein künstliches Koma versetzt. Ärzte kämpften mehrere Tage lang um ihr Leben – vergeblich.

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Ermittlungen nach Tod von Nadia Farès

Die französische Staatsanwaltschaft hat laut einem Bericht von Le Figaro die Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, was in dem Schwimmbecken passierte. Hierzu würden Überwachungskameras des Sportkomplexes ausgewertet. Fest steht: Nadia Farès zog mit einem Brett und Schwimmflossen ihre Bahnen. Augenzeugen beobachteten, wie sie plötzlich aufhörte zu schwimmen und lautlos unterging.

Zwischen drei und vier Minuten soll die 57-Jährige unter Wasser gewesen sein, bevor zwei weitere Schwimmbadbesucher ihr zu Hilfe eilten. Eine Herz-Lungen-Wiederbelebung wurde durchgeführt, dabei wurde auch ein Defibrillator eingesetzt, so Midi Libre.

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Nach eigenen Angaben schwamm die 57-Jährige viermal pro Woche. In einem Interview mit der französischen Zeitung Gala im Januar hatte sie von gesundheitlichen Problemen erzählt. 2007 hätte sie sich wegen eines Aneurysmas einer Gehirnoperation unterziehen müssen: „Eine tickende Zeitbombe, die dringend behandelt werden musste. Und innerhalb von vier Jahren hatte ich drei Herzoperationen” Ob ein medizinischer Zwischenfall zum plötzlichen Untergehen von Nadia Farès geführt hat, ist bislang nicht bekannt.

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Durchbruch mit „Die purpurnen Flüsse”

Nadia Farés und Jean Reno spielten gemeinsam in „Die purpurnen Flüsse”
Nadia Farès und Jean Reno in „Die purpurnen Flüsse” (Archivbild)
ddp

Nadia Farès feierte im Jahr 2000 ihren internationalen Durchbruch an der Seite von Jean Reno und Vincent Cassel in dem Thriller „Die purpurnen Flüsse”. Die Französin lebte lange Zeit mit ihrem Mann, dem amerikanischen Produzenten Steve Chasman, in den USA und zog sich aus dem Filmgeschäft zurück. Das Paar bekam 2002 und 2005 zwei Kinder.

Ihr Comeback feierte sie 2016 mit der Netflix-Serie „Marseille“, in der sie an der Seite von Gérard Depardieu und Benoît Magimel. Nach der Trennung von Steve Chasman vor vier Jahren kehrte sie in ihr Heimatland zurück.

Verwendete Quellen: BFMTV, Le Figaro, Midi Libre, Wikipedia