Pressesprecher muss eingreifenGefährdet dieses Interview die Versöhnung von Harry und Papa Charles?

von Robert Clausen und Svenja Hoffmann

Prinz Harry will Frieden mit seiner Familie – und spricht darüber ausgerechnet wieder öffentlich.
In einem neuen Interview erklärt der 42-Jährige, den Streit mit Vater Charles und Bruder William hinter sich lassen zu wollen. Doch genau das könnte ihm nun wieder zum Verhängnis werden. Warum, das erklären wir im Video.

Harry will endlich einen Schlussstrich ziehen

Eigentlich klingen Harrys Worte versöhnlicher denn je. In einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Magazin GQ macht der Prinz deutlich, dass er die jahrelangen Konflikte mit seiner Familie hinter sich lassen möchte. „Es wurden einige Schlachten geschlagen, und das war auch notwendig“, wird Prinz Harry zitiert. „Aber hoffentlich können wir alle einen Schlussstrich darunter ziehen.“

Der 42-Jährige gibt sich dabei ausdrücklich optimistisch. Angesichts all dessen, was derzeit in der Welt passiere, gebe es Dinge aus der Vergangenheit, die er selbst, seine Familie und auch Teile der britischen Presse hinter sich lassen könnten. Nach Jahren voller öffentlicher Vorwürfe klingt das erst einmal nach einem deutlichen Friedensangebot. Doch ausgerechnet das Interview selbst könnte nun wieder für Unruhe sorgen.

Denn wie es heißt, soll eine Bedingung für die Versöhnung zwischen Harry und König Charles gewesen sein, dass der Prinz keine Interviews mehr gibt, in denen er über die königliche Familie spricht.

Und genau deshalb wirkt Harrys neues „GQ“-Interview plötzlich doppeldeutig: Einerseits spricht er von Frieden und einem Schlussstrich, andererseits thematisiert er erneut öffentlich das Verhältnis zu seiner Familie. Ob das beim König so gut ankommt?

Mit Charles soll sich Harry bereits angenähert haben

Dabei sah es zuletzt eigentlich danach aus, als hätten Vater und Sohn wieder zueinandergefunden. Berichten zufolge soll sich Harry mit seinem an Krebs erkrankten Vater König Charles III. inzwischen ausgesöhnt haben. Ende August war der Prinz nach sechs Jahren in den USA gemeinsam mit Meghan und den Kindern Archie und Lilibet sogar nach Großbritannien zurückgekehrt.

Harry und Meghan hatten sich Anfang 2020 im Zuge ihres Zerwürfnisses mit der königlichen Familie von ihren royalen Pflichten zurückgezogen und anschließend in Kalifornien gelebt.

Anfang September machte Charles allerdings auch deutlich, dass sich an einem entscheidenden Punkt nichts geändert hat: Harry und Meghan sind trotz ihrer Rückkehr keine „arbeitenden Mitglieder“ der Königsfamilie. Ihre Stellung gleiche weiterhin der von Privatpersonen. Auch mit „Seine/Ihre Königliche Hoheit“ sollen sie demnach nicht angesprochen werden.

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Mit William ist offenbar noch längst nicht alles geklärt

Während es zwischen Harry und Charles zuletzt also zumindest nach Annäherung aussah, soll der Streit mit Prinz William weiterhin bestehen. Umso genauer wird jetzt jedes Wort aus Harrys Interview beobachtet.

Denn nach dem Gespräch musste sein Pressesprecher sogar noch einmal klarstellen, dass Harry mit einer bestimmten Aussage nicht William gemeint habe.

Der Prinz hatte demnach sinngemäß gesagt, dass sich manche Menschen einfach nicht versöhnen wollten. Weil diese Formulierung offenbar Raum für Spekulationen ließ, stellte sein Sprecher anschließend klar: William sei damit nicht gemeint gewesen.

Ob nun ausgerechnet Harrys Interview über Versöhnung diese Versöhnung wieder gefährdet, bleibt abzuwarten. Doch wie wir in der Vergangenheit gelernt haben, können gerade bei den Royals wenige Worte schnell neue Spannungen hervorrufen. (mit afp)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, afp