Alle Fakten und Infos im ÜberblickMarius Borg Høiby wegen Vergewaltigungsvorwurf vor Gericht! Das müsst ihr über DEN Prozess des Jahres wissen

Es ist ein royaler Skandal, der seinesgleichen sucht!
Er ist der Sohn der norwegischen Kronprinzessin – und plötzlich steht sein Name nicht mehr für Glamour, sondern für schwere Vorwürfe. Marius Borg Høiby (29) muss sich ab Februar 2026 vor Gericht verantworten. Die Anklage ist umfangreich, das öffentliche Interesse riesig. Doch worum geht es eigentlich? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Prozess, der Norwegen und die Welt erschüttert.
Wer ist Marius Borg Høiby?
Marius Borg Høiby ist der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen aus einer Beziehung vor ihrer Ehe mit Kronprinz Haakon. Sein Vater ist Morten Borg, ein zertifizierter Finanzanalyst. Marius trägt keinen Adelstitel, gehört nicht zur Thronfolge und nimmt keine offiziellen royalen Aufgaben wahr. Trotzdem steht er wegen seiner Herkunft seit Jahren im Fokus der Öffentlichkeit. Zum Zeitpunkt des Gerichtsprozesses wird Marius 29 Jahre alt sein.
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32 Anklagepunkte! Warum steht Marius Borg Høiby genau vor Gericht?
Der Fall Marius Borg Høiby gilt als einer der brisantesten Justizskandale in der jüngeren Geschichte des Landes. Marius ist ingesamt in 32 Punkten angeklagt – darunter vier Vergewaltigungen, Misshandlung in engen Beziehungen, Körperverletzung, Verletzung von Kontaktverboten, illegales Filmen und Bedrohungen. Laut Staatsanwalt Sturla Henriksbø geht es um Taten, die im Zeitraum von 2018 bis 2025 stattgefunden haben. Die Ermittlungen dauern weiter an. „Dies ist ein sehr schwerwiegender Fall. Es ist sehr ungewöhnlich, dass so viele verschiedene Vergewaltigungsvorwürfe gegen mehrere Opfer in derselben Anklageschrift aufgeführt sind”, so der Staatsanwalt.
Bei den vier Vergewaltigungsdelikten gebe es Unterschiede, erklärt der norwegisch-deutsche Anwalt Patrick Lundevall-Unger im RTL-Interview. Bei einer Tat sei Marius der „klassischen Vergewaltigung” angeklagt. „Hier ist die Person eingeschlafen und dann kam es zu dem Akt”, so der Rechts-Experte. Bei den anderen drei Geschädigten habe eine Zustimmung zum Geschlechtsverkehr vorgelegen. „Was dann aber aus der Anklageschrift hervorgeht, ist, dass nach dem Geschlechtsverkehr die jeweiligen Geschädigten eingeschlafen sind und dann kommt es zur Penetration, indem er seine Hände oder seine Finger in den Scheidenbereich der Geschädigten einführt.”
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Insgesamt seien es sieben Opfer. „Bei der fünften Frau geht es um häusliche Gewalt, keine Vergewaltigung. Bei der sechsten Geschädigten geht es um Körperverletzung. Und bei der siebten Person geht es um einen Mann. Dort kam es zu Morddrohungen”, so Lundevall-Unger.
Wann und wo findet der Prozess gegen Marius Borg Høiby statt?
Das öffentliche Verfahren beginnt am 3. Februar 2026 am Bezirksgericht in Oslo. Geplant ist eine Dauer von rund sieben Wochen mit etwa 24 Prozesstagen bis voraussichtlich 19. März 2026. Die Verhandlungen finden jeweils von dienstags bis freitags statt. 53 Zeugen sollen vor Gericht angehört werden.
100 Medienvertreter aus Dutzenden Ländern haben eine Akkreditierung für den Gerichtsprozess beantragt, was zeigt, wie stark der Fall international beobachtet wird.
Das Urteil wird nicht am letzten Prozesstag, Mitte März, fallen. Es kann einige Wochen dauern, bis das Strafmaß verkündet wird.
Was sagt Marius Borg Høiby selbst zu den Anklagepunkten?
Einzelne Anklagepunkte, vor allem im Zusammenhang mit Drogen, soll Marius laut seinen Anwälten eingeräumt haben. Die zentralen Gewalt- und Sexualvorwürfe weist er jedoch zurück und will diese vor Gericht bestreiten.
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Wird es Bilder von Marius Borg Høiby auf der Anklagebank geben?
Wahrscheinlich nicht. Laut norwegischem Recht dürfen Angeklagte weder im Gerichtssaal, noch auf dem Weg hinein oder hinaus gefilmt und fotografiert werden. Egal, ob es sich um eine bekannte oder unbekannte Person handelt. Es dürften nur Aufnahmen von Marius gemacht werden, wenn er dem vorab ausdrücklich zustimmt. Nach unseren Informationen möchte Marius nicht abgelichtet werden.
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Wie hat das norwegische Königshaus auf die Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby reagiert?
Offizielle Stellungnahmen zu dem Thema waren bisher zurückhaltend. Das Königshaus betonte die Trennung zwischen Familie und Justiz und verwies auf die laufenden Ermittlungen. Öffentlich äußerte man Mitgefühl für alle Betroffenen – ohne dem Urteil vorzugreifen.
Werden wir Mette-Marit und Haakon beim Prozess gegen Marius Borg Høiby sehen?
Prinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon werden nicht als Zeugen vor Gericht aussagen. „Es wäre möglich, Mitglieder der königlichen Familie unter bestimmten Bedingungen als Zeugen vorzuladen, aber es gibt keinen Grund für uns, sie in Dinge zu verwickeln, für die sie nicht relevant sind”, erklärt Staatsanwalt Sturla Henriksbø.
Wie die norwegische Königshaus-Expertin Caroline Vagle im RTL-Interview berichtet, sei auch während des Prozesses „business as usual” für die Mitglieder des Königshauses angesagt. König Harald, Kronprinz Haakon und Co. werden normal weiter arbeiten und öffentliche Termine wahrnehmen. „Sie müssen zeigen, warum wir eine Monarchie haben. Und nein, wir werden sie nicht vor Gericht sehen”.
Welche Strafe droht Marius Borg Høiby?
Für die schwersten Anklagepunkte (insbesondere Vergewaltigung) droht nach norwegischem Recht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren, falls eine Verurteilung erfolgt. Wenn man wegen mehrerer dieser schwerwiegenden Straftaten verurteilt wird, gilt eine höhere Strafe von bis zu 16 Jahren Haft.
„Die maximale Strafe für den Vergewaltigungsposten an sich isoliert betrachtet, sind zehn Jahre. Diese zehn Jahre werden aber in diesem Fall nicht ganz ausgeschöpft werden. Um in Norwegen zehn Jahre zu bekommen, müssen weitere Umstände hinzukommen. Das heißt, gab es Begleitumstände, die zur Vergewaltigung geführt worden sind. Zum Beispiel jemand eine Person unter Drohung zum Akt gezwungen zu haben, jemand mit Alkohol beeinflusst zu haben. Also, du brauchst einen weiteren Deliktsmerkmal. Das ist hier nicht der Fall. Der normale Strafrahmen in solchen Sachen in Norwegen würde hier bei drei Jahren liegen. Der gesamte Strafrahmen bei den vier Vergewaltigungsposten wird ca. bei zehn Jahren liegen”, lautet die Einschätzung vom deutsch-norwegischen Rechtsanwalt Patrick Lundevall-Unger.
Welche Strafe die Staatsanwaltschaft im Fall von Marius empfehlen wird, entscheide sich am Ende des Verfahrens, heißt es. „Ich bin zuversichtlich, dass das Verfahren im Gerichtssaal fair und ordnungsgemäß verlaufen wird”, sagt Staatsanwalt Sturla Henriksbø. „Es ist uns sehr wichtig, zu zeigen, dass Marius wie jeder andere Mann behandelt wird, der für solche Taten angeklagt ist. Er sollte nicht härter bestraft werden, aber auch nicht milder als jede andere Person. Das Gesetz sollte für alle gleich sein.”
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































