Erwähnung in neuen DokumentenKontakt zu Epstein! Mette-Marit findet es „einfach nur peinlich”

Mette-Marit
Mette-Marit übernachtete 2013 vier Tage lang in Epsteins Anwesen.
picture alliance / Gonzales Photo/Ketil Martinsen | Gonzales Photo/Ketil Martinsen

Ihr Name taucht tausendmal auf!
Die neu veröffentlichten Epstein-Akten bringen Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit erneut in Erklärungsnot. In einer Stellungnahme räumt sie ihr „schlechtes Urteilsvermögen” ein und entschuldigt sich für den Kontakt zum verstorbenen Sexualstraftäter.

Mette-Marit reagiert mit ungewöhnlich offener Stellungnahme

Wenige Tage vor dem Prozessauftakt gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby (29) sieht sich Kronprinzessin Mette-Marit (52) mit unangenehmen Enthüllungen aus ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Das US-Justizministerium hat am Freitag (30. Januar) umfangreiche Dokumente aus den Epstein-Ermittlungen freigegeben – und ihr Name taucht darin über tausendmal auf, wie die norwegische Zeitung VG berichtet.

Die Ehefrau von Norwegens Kronprinz Haakon (52) reagierte mit einer ungewöhnlich offenen Stellungnahme. „Ich habe schlechtes Urteilsvermögen bewiesen und bereue, dass ich überhaupt Kontakt zu Epstein hatte. Es ist einfach peinlich”, erklärte sie gegenüber VG. Gleichzeitig betonte sie: „Jeffrey Epstein ist selbst für seine Handlungen verantwortlich. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich Epsteins Hintergrund nicht besser überprüft habe.”

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Vier Tage in Epsteins Villa

Die Dokumente zeichnen ein detailliertes Bild der damaligen Verbindung. Demnach verbrachte Mette-Marit im Januar 2013 gemeinsam mit einer Freundin vier Tage in Epsteins Anwesen in Palm Beach, Florida. Der norwegische Hof bestätigte den Aufenthalt. Die luxuriöse Immobilie mit sechs Schlafzimmern wurde in Gerichtsunterlagen als einer der Orte genannt, an denen Epstein sexuelle Übergriffe begangen haben soll, wie CNN berichtete.

Aus den freigegebenen E-Mails und Textnachrichten geht hervor, dass Epstein der Kronprinzessin einen Zahnarzttermin in den USA vermittelte. Der Hof stellte allerdings klar: Eine Zahnaufhellung, wie in einer Mail erwähnt, habe nicht stattgefunden – lediglich eine Zahnarztempfehlung sei ausgesprochen worden. Die Korrespondenz zeigt zudem, dass beide Weihnachtsgrüße austauschten und über Bücher diskutierten.

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Kontakt seit 2019 bekannt

Dass Mette-Marit Kontakt zu Epstein pflegte, war bereits seit 2019 bekannt. Damals hatte die norwegische Zeitung Dagens Næringsliv über die Verbindung berichtet. Die Kronprinzessin erklärte seinerzeit in einem Statement, sie hätte „niemals etwas mit Epstein zu tun gehabt”, wenn sie von der Schwere seiner Verbrechen gewusst hätte.
Epstein war 2008 wegen Bezahlung sexueller Dienste einer Minderjährigen verurteilt worden und hatte knapp 13 Monate im Gefängnis verbracht. Die Treffen zwischen ihm und Mette-Marit fanden zwischen 2011 und 2013 statt - also nach seiner Verurteilung. Der Hof gab an, die Kronprinzessin habe den Kontakt später in 2013 abgebrochen, als sie das Gefühl bekam, Epstein wolle die Verbindung zu ihr für eigene Zwecke nutzen. In ihrer aktuellen Stellungnahme drückte sie ihr „tiefes Mitgefühl und Solidarität mit den Opfern” aus.

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Auch Prinz Andrew wieder in den Akten

Die Norwegerin ist nicht die einzige royale Persönlichkeit, deren Name in den Dokumenten auftaucht. Auch der britische Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor (65) wird erneut erwähnt. Laut BBC zeigen E-Mails aus dem August 2010, dass Epstein einem Mann mit der Signatur „HRH Duke of York KG” anbot, eine 26-jährige Russin kennenzulernen. Der Austausch fand nur einen Monat nach Epsteins Entlassung aus dem Hausarrest statt. In einer weiteren Mail vom September 2010 wird ein Dinner im Buckingham-Palast besprochen. Andrew hat jegliches Fehlverhalten stets bestritten.

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Die Veröffentlichung umfasst mehr als drei Millionen Seiten, 2.000 Videos und 180.000 Bilder. Viele Passagen sind geschwärzt. Epstein nahm sich 2019 in einer New Yorker Gefängniszelle das Leben, während er auf seinen Prozess wegen mehrfachen Sexualverbrechen wartete. (abl/spot on)

Verwendete Quellen: Spot on News, dpa