Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder zahlt vor allem das, was die Krankenkasse bei der Zahnspange offenlässt: die komplette Behandlung bei leichter Fehlstellung und die Mehrkosten für Keramikbrackets, Aligner oder Retainer. Volltarife mit Kieferorthopädie kosten für Kinder rund 17 bis 18 € im Monat. Abschließen sollten Sie, bevor der Zahnarzt eine Fehlstellung dokumentiert, denn danach zahlen reguläre Tarife für diese Behandlung nicht mehr.
Zahnzusatzversicherung für Kinder: die besten Anbieter im Vergleich
Für ein gesundes Kind ohne Befund ist DA Direkt Zahnschutz Premium Plus unsere erste Wahl: 100 Prozent auch bei leichter Fehlstellung, keine Wartezeit, 16,90 € im Monat bis zum 20. Lebensjahr. DFV ZahnSchutz Exklusiv 100 liegt gleichauf. Je nachdem, worauf es Ihnen ankommt:
- Leichte Fehlstellung voll absichern: DA Direkt Zahnschutz Premium Plus übernimmt 100 Prozent in KIG 1 und 2, bis 2.000 €.
- Abwicklung komplett per App: Ottonova Zahn 100 erstattet in allen KIG-Stufen, insgesamt bis 2.000 € in zehn Versicherungsjahren.
- Starke Fehlstellung mit teuren Extras: DFV ZahnSchutz Exklusiv 100 setzt bei KIG 3 bis 5 ausdrücklich keine KFO-Höchstgrenze.
- Kind höchstens fünf Jahre alt: Maxcare Exklusiv kostet bis zum Ende des Jahres, in dem Ihr Kind fünf wird, 1,50 € im Monat und zahlt bis 5.000 € für die Zahnspange, wenn die Behandlung vor dem 18. Geburtstag beginnt.
- Behandlung schon angeraten: Reguläre Tarife leisten dafür nicht mehr, infrage kommt nur noch der Ergo Kieferorthopädie Sofortschutz.
Schließen Sie deshalb vor dem ersten Befund ab. Den Beitrag berechnen Sie direkt beim Anbieter.
Welche Zahnversicherung ist die beste für Kinder?
Für Kinder liegen DA Direkt und DFV vorn: Beide zahlen auch bei leichter Fehlstellung 100 Prozent bis 2.000 € und tragen die Finanztest-Bestnote 0,5. Den Unterschied macht die Zahnspange, denn Zahnersatz kommt in diesem Alter selten vor.
Maxcare Exklusiv hat bei leichter Fehlstellung mit 5.000 € die höchste Grenze, zieht aber pauschal 35 Prozent ab, wenn die Kasse nichts zahlt. Im Rechenbeispiel mit Alignern für 4.500 € bleibt mit Maxcare trotzdem am wenigsten bei Ihnen. Welche Tarife für Erwachsene vorn liegen, zeigt unser Zahnzusatzversicherung-Vergleich.
Stiftung Warentest: gibt es einen Testsieger für die Zahnzusatzversicherung für Kinder?
Einen Testsieger speziell für Kinder oder für Kieferorthopädie gibt es nicht. Stiftung Warentest hat im Finanztest 09/2026, veröffentlicht am 12. August 2026, mehr als 275 Zahntarife geprüft, mit einem erwachsenen Modellkunden und dem Schwerpunkt Zahnersatz. Die Zahnspange fließt in die Note nicht ein.
Ein Tarif mit 0,5 kann bei der Zahnspange deshalb schlechter abschneiden als einer mit 1,2, wenn seine KFO-Höchstgrenze niedriger liegt oder Mehrleistungen ausgeschlossen sind.
Testnoten unserer Anbieter im Finanztest 09/2026
DA Direkt Premium Plus, DFV Exklusiv 100 und Maxcare Exklusiv tragen die Bestnote 0,5, DA Direkt nach eigenen Angaben zum achten und DFV zum elften Mal in Folge. Der Ergo-Tarif fehlt im Test, weil er ausschließlich Kieferorthopädie abdeckt.
| Anbieter | Tarif | Note Finanztest 09/2026 |
|---|---|---|
| DA Direkt | Zahnschutz Premium Plus | 0,5 („sehr gut“) |
| Ottonova | Zahn 100 | 0,6 (Test 07/2025) |
| DFV | ZahnSchutz Exklusiv 100 | 0,5 („sehr gut“) |
| Maxcare | Exklusiv (Münchener Verein ZahnGesund 100) | 0,5 („sehr gut“) |
| Ergo | Kieferorthopädie Sofortschutz | nicht im Test |
Ist eine Zahnzusatzversicherung für Kinder sinnvoll?
Sinnvoll ist sie vor allem wegen der Zahnspange, die bei Kindern der Regelfall ist: Rund 55 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland werden kieferorthopädisch behandelt, so der BARMER-Zahnreport 2024, der die Daten von etwa 53.000 Kindern des Jahrgangs 2005 über zehn Jahre ausgewertet hat.

Vorgestellt wurden beim Kieferorthopäden sogar rund 70 Prozent der untersuchten Kinder, und in Regionen mit besonders hohen Quoten hält BARMER eine Übertherapie für möglich. Wird eine Spange angeraten, lohnt deshalb der Gang zu einem zweiten Kieferorthopäden, vor allem bei KIG 1 und 2. Bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Kasse die Kosten des Erstgesprächs, eine zweite Meinung kostet Sie daher in der Regel nichts.
Kommt es zur Behandlung, zahlt die Kasse nur die einfachste Variante, und das erst ab einer ausgeprägten Fehlstellung. Den Rest fängt eine Zusatzversicherung auf:
- Behandlungen, die die Kasse gar nicht zahlt. Bei einer leichten Fehlstellung in KIG 1 oder 2 tragen Sie die gesamte Zahnspange selbst, abhängig von der Variante mehrere Tausend Euro.
- Die Mehrkosten für alles, was besser ist als Metall. Keramikbrackets, Lingualtechnik oder Aligner rechnet der Kieferorthopäde privat ab, auch wenn die Kasse die Grundbehandlung trägt.
- Die Vorsorge, die über die Kassenleistung hinausgeht. Die Individualprophylaxe zahlt die Kasse bei 6- bis 17-Jährigen zweimal pro Jahr komplett, inklusive Versiegelung der großen Backenzähne. Selbst zahlen Sie die Versiegelung der kleinen Backenzähne, jede Zahnsteinentfernung über eine pro Jahr hinaus und die intensive Reinigung rund um eine feste Zahnspange.
Was deckt eine Zahnzusatzversicherung für Kinder ab?
Der Schwerpunkt liegt auf Kieferorthopädie, Zahnerhalt und Prophylaxe. Ein guter Kindertarif enthält:
- Kieferorthopädie in allen Indikationsgruppen (KIG 1 bis 5), nicht nur in den Fällen der Kasse, samt Mehrleistungen wie Keramikbrackets, unsichtbaren Spangen und Retainern
- Zahnprophylaxe: professionelle Zahnreinigung und Versiegelungen
- Zahnbehandlung: Füllungen und Kariesbehandlungen
- Zahnersatz: bei Unfall oder Beschädigung
- Angst- und Schmerzbehandlung

Kieferorthopädie: der teuerste Posten in der Zahnzusatzversicherung für Kinder
Die Krankenkasse zahlt Kieferorthopädie erst ab KIG 3 der fünf kieferorthopädischen Indikationsgruppen, also wenn die Fehlstellung Kauen, Beißen, Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt, und auch dann nur die Regelversorgung. Bei KIG 1 und 2 tragen Sie die gesamte Behandlung selbst, auch wenn der Kieferorthopäde sie befürwortet.
Von der Regelversorgung übernimmt die Kasse zunächst 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent (beim zweiten Kind in Behandlung 10 Prozent) bekommen Sie nach erfolgreichem Abschluss zurück. Soll die ganze Familie mitversichert sein, kommt eine Zahnzusatzversicherung für Familien infrage.
Keramikbrackets, Aligner, Retainer: was Eltern privat zahlen
Für alles jenseits sichtbarer Metallbrackets bekommen Eltern eine Privatrechnung: je nach Praxis und Umfang 500 bis 2.000 €, bei aufwendigen Fällen deutlich mehr. Im Tarifwerk laufen diese Positionen als KFO-Mehrleistungen:
- Keramik- und Kunststoffbrackets
- Mini-Brackets
- Lingualtechnik mit innen liegenden Spangen
- Aligner-Schienen
- Zusätzliche Retainer zur Stabilisierung nach der Behandlung, soweit sie über die Kassenleistung hinausgehen
Eine gute KFO-Versicherung für Kinder übernimmt sie auch dann, wenn die Kasse für die Regelversorgung aufkommt.
Vor Behandlungsbeginn muss der Kieferorthopäde Ihnen die Mehrleistungen schriftlich aufschlüsseln und dabei ausdrücklich eine zuzahlungsfreie Variante auf Kassenniveau darlegen (§ 29 Abs. 7 SGB V). Fordern Sie diesen Plan ein, bevor Sie unterschreiben.

Wie teuer sind Zahnspange und Zahnzusatzversicherung für Kinder?
Ein Kindertarif mit voller Kieferorthopädie-Leistung kostet bei unseren Anbietern 16,90 bis 17,90 € im Monat, die Zahnspange selbst je nach Variante und Umfang schnell mehrere Tausend Euro. Bei Maxcare Exklusiv sind es bis zum Ende des Jahres, in dem Ihr Kind fünf wird, sogar nur 1,50 €, der Ergo Kieferorthopädie Sofortschutz beginnt bei 12,70 €.
Zahnspange für Kinder: Kosten im Überblick
Die Kasse trägt ab KIG 3 die Regelversorgung mit loser oder fester Metallspange samt Retentionsphase, die Extras zahlen Sie privat:
| Variante | Kosten | Zahlt die Kasse? |
|---|---|---|
| Lose Zahnspange (Regelversorgung) | je nach Befund | ja, ab KIG 3 |
| Feste Zahnspange mit Metallbrackets (Regelversorgung) | je nach Befund | ja, ab KIG 3 |
| Aufschlag für Keramikbrackets und andere Zusatzleistungen | 500 bis 2.000 € | nein |
| Innen liegende Spange (Lingualtechnik) | mehrere Tausend Euro | nein |
| Aligner-Schienen | mehrere Tausend Euro | nein |
| Retainer über die Kassenleistung hinaus | laut Kostenplan | nur teilweise, die Retentionsphase gehört zur Kassenleistung |
Bei KIG 1 und 2 gibt die Kasse nichts dazu, dort tragen Sie jede Zeile dieser Tabelle allein. Den Kassenanspruch bei starker Fehlstellung haben Sie nur, wenn die Behandlung beginnt, bevor Ihr Kind 18 wird. Danach zahlt die Kasse nur noch bei schweren Kieferanomalien, die zusätzlich operiert werden müssen.
Rechenbeispiel: was am Ende bei Ihnen bleibt
Mit einem der vier regulären Tarife zahlen Sie bei KIG 3 mit Keramikbrackets am Ende nichts selbst, bei Alignern in KIG 2 sind es 1.575 bis 2.500 €. Angenommen, Ihr Kind ist versichert, seit es drei ist, und die Behandlung beginnt mit zehn. Die Zahnstaffel der ersten vier Vertragsjahre ist dann abgelaufen, es zählt nur noch die KFO-Grenze des Tarifs.
Fall 1, KIG 3 mit Regelversorgung für 2.800 €: Die Kasse trägt sie am Ende komplett, die 560 € Eigenanteil strecken Sie zwei bis drei Jahre vor und bekommen sie nach erfolgreichem Abschluss zurück. Kommen Keramikbrackets für rund 1.500 € dazu, erstatten DA Direkt, Ottonova, DFV und Maxcare sie vollständig, der kurz vor der Behandlung abgeschlossene Ergo Sofortschutz zur Hälfte.
Fall 2, KIG 2 mit Alignern für 4.500 €: Hier zahlt die Kasse keinen Cent, ohne Zusatzversicherung tragen Sie die ganze Rechnung. Mit Tarif sieht es so aus:
- Maxcare Exklusiv: erstattet 2.925 €, weil der Tarif pauschal 35 Prozent als Kassenanteil abzieht. Sie zahlen noch 1.575 €.
- DA Direkt Premium Plus, Ottonova Zahn 100, DFV Exklusiv 100: erstatten jeweils 2.000 €, ihre KFO-Grenze in diesem Fall. Sie zahlen noch 2.500 €.
- Ergo Kieferorthopädie Sofortschutz: erstattet höchstens 250 € pro Versicherungsjahr.
Diese Beträge zahlen die regulären Tarife nur, wenn der Vertrag vor dem ersten Befund steht. Zwei Tarife, die in beiden Fällen leisten und für Kinder weniger als 18 € im Monat kosten:
Beiträge und KFO-Leistungen der fünf Kindertarife
Günstiger als im Kindesalter wird der Schutz nicht mehr: Bei DFV Exklusiv 100 steigt der Beitrag mit 21 Jahren von 17,80 € auf 29,30 €, Maxcare erhöht ihn schon zum Jahreswechsel nach dem fünften und dem 15. Geburtstag.
| Tarif | Beitrag Kind (Monat) | KIG 1 und 2 (Kasse zahlt nicht) | KIG 3 bis 5 (Mehrkosten) | Begrenzung in den ersten Jahren |
|---|---|---|---|---|
| DA Direkt Zahnschutz Premium Plus | 16,90 € (0 bis 20 Jahre) | 100 %, max. 2.000 € | 100 % | in den ersten vier Jahren gestaffelt, danach unbegrenzt |
| Ottonova Zahn 100 | 17,66 € (0 bis 17 Jahre) | 100 %, max. 2.000 € in 10 Jahren, Behandlungsbeginn vor 18 | 100 %, auf dieselbe Summe angerechnet | 1.250 / 2.500 / 3.750 / 5.000 € in den ersten vier Jahren |
| DFV ZahnSchutz Exklusiv 100 | 17,80 € (0 bis 20 Jahre) | 100 %, max. 2.000 € | 100 %, ohne KFO-Höchstgrenze | 1.750 / 3.500 / 5.250 / 7.000 € nach 12, 24, 36 und 48 Monaten |
| Maxcare Exklusiv (Münchener Verein) | 1,50 € (bis Ende des Jahres, in dem das Kind 5 wird) / 17,90 € (danach bis Ende des Jahres, in dem es 15 wird) | 100 %, davon pauschal 35 % abgezogen, wenn die Kasse nichts zahlt; max. 5.000 € für die gesamte Vertragsdauer bei Behandlungsbeginn vor 18, sonst 2.500 € | 100 %, auf dieselbe Summe angerechnet | 1.500 / 3.000 / 4.500 / 6.000 € in den ersten vier Versicherungsjahren |
| Ergo Kieferorthopädie Sofortschutz | ab 12,70 €, je nach Alter | 50 %, max. 250 € pro Jahr | 50 % der Mehrkosten, ohne Höchstgrenze | 50 %; 75 %, wenn in den ersten vier Versicherungsjahren keine Behandlung begonnen wurde |
Stand: Oktober 2026, Beiträge und Leistungen laut Anbieter. Bei Maxcare zahlt nur der Exklusiv-Tarif für die Zahnspange, Komfort und Premium leisten für Kieferorthopädie ausschließlich nach einem Unfall. Auch bei Ottonova kommt es auf die Stufe an: Zahn 85 zahlt für die Zahnspange erst ab KIG 3, Zahn 70 gar nicht.
Ab welchem Alter ist eine Zahnversicherung für Kinder sinnvoll?
Am besten mit zwei bis drei Jahren, wenn die Milchzähne vollständig sind. Versichern können Sie Ihr Kind schon als Baby. Der Beitrag ist kein Grund zur Eile, denn DA Direkt und DFV verlangen von 0 bis 20 Jahren dasselbe. Für einen frühen Abschluss sprechen andere Gründe: Solange keine Fehlstellung in der Akte steht, versichert jeder Tarif Ihr Kind ohne Ausschluss, und die vierjährige Zahnstaffel ist abgelaufen, bevor die meisten Zahnspangen beginnen.
Wann eine Fehlstellung erkennbar wird, hängt vom Zahnwechsel ab. Bei den meisten Kindern verläuft er so:
| Alter | Was passiert | Was das für den Abschluss bedeutet |
|---|---|---|
| 2 bis 3 Jahre | Milchzähne vollständig, zahnärztlich meist unauffällig | idealer Zeitpunkt: keine Vorschäden, die Zahnstaffel ist vor der Zahnspange abgelaufen |
| ab 6 Jahren | erste Phase des Zahnwechsels beginnt | Fehlstellungen werden erkennbar, ein Befund kann jederzeit dokumentiert werden |
| 9 bis 13 Jahre | die reguläre kieferorthopädische Behandlung beginnt je nach Fall mit der zweiten Phase des Zahnwechsels | spätestens jetzt wird ein Befund dokumentiert, danach bleibt meist nur ein Tarif mit Sofortschutz |
| bis 18 Jahre | Behandlungsbeginn vor dem 18. Geburtstag | Voraussetzung für die kassenübliche Regelversorgung |
| ab 18 Jahren | Anspruch entfällt bis auf Ausnahmen | Kieferorthopädie ist Privatleistung, außer bei schweren Kieferanomalien mit OP |
Auch mit sieben, neun oder zwölf Jahren gilt Ihr Kind versicherungstechnisch als gesund, solange kein Befund dokumentiert ist, und alle regulären Tarife aus unserer Auswahl am Anfang des Artikels stehen Ihnen offen.
Wartezeit, Vorschaden und Sofortschutz bei Kindern
Alle fünf Tarife leisten ohne Wartezeit. Für eine Fehlstellung, die beim Abschluss schon dokumentiert ist oder für die eine Behandlung angeraten wurde, zahlen die regulären Tarife trotzdem nicht, denn sie gilt als Vorschaden. Dazu kommt die Zahnstaffel, die die Erstattung in den ersten Vertragsjahren begrenzt. Welche Tarife ab dem ersten Tag voll leisten, steht in unserem Vergleich der Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit.
| Anbieter | Wartezeit | Leistung bei angeratener Behandlung |
|---|---|---|
| Ergo (Kieferorthopädie Sofortschutz) | keine | ja, für Kieferorthopädie |
| DA Direkt | keine | nein, KFO-Bedarf darf bei Abschluss nicht bekannt sein |
| Ottonova | keine | nein |
| DFV | keine | nein, vor Vertragsabschluss begonnene, angeratene oder bekannte Behandlungen sind ausgeschlossen |
| Maxcare | keine | nein, angeratene und laufende Behandlungen sind ausgeschlossen |
Ist die Behandlung schon angeraten, zahlt von unseren fünf Tarifen nur noch der Ergo Kieferorthopädie Sofortschutz, und auch er nur anteilig: 50 Prozent der Mehrkosten bei KIG 3 bis 5, bei KIG 1 und 2 höchstens 250 € pro Jahr.
Er kostet je nach Alter ab 12,70 €, lässt sich ohne Gesundheitsfragen abschließen, solange Ihr Kind jünger als 18 ist, und läuft mindestens 24 Monate. Alle Bedingungen stehen in unserem Test des Ergo Kieferorthopädie Sofortschutz, weitere Wege bei bekanntem Befund unter Zahnzusatzversicherung zu spät abgeschlossen.

Worauf Eltern beim Vergleich der Zahnzusatzversicherung für Kinder achten sollten
Am stärksten unterscheiden sich Kindertarife bei der Grenze für die Zahnspange, und sie wiegt schwerer als der beworbene Prozentsatz: Ein Tarif mit 100 Prozent Erstattung und 1.500 € KFO-Grenze zahlt am Ende weniger als einer mit 80 Prozent und 4.000 €.
- KFO-Höchstgrenze: Der Betrag, den der Tarif für Kieferorthopädie insgesamt zahlt. Bei unseren Tarifen reicht er von 2.000 € (Ottonova, in zehn Jahren) bis 5.000 € (Maxcare Exklusiv, Behandlungsbeginn vor 18). Bei DFV entfällt die Höchstgrenze für KIG 3 bis 5. Unter 2.000 € wird es bei einer mehrjährigen Behandlung mit Extras knapp.
- KIG-Umfang: Leistet der Tarif nur für die Mehrkosten ab KIG 3 oder auch für die komplette Behandlung in KIG 1 und 2? Erst beides zusammen deckt jede Fehlstellung ab.
- Leistungsalter: Bis wann zahlt der Tarif für Kieferorthopädie? Manche enden mit 18, andere laufen bis 21.
- Erstattungssatz: 50, 80 oder 100 Prozent der Restkosten. Bei 4.500 € Behandlungskosten liegen zwischen 50 und 100 Prozent 2.250 € Unterschied.
Kündigen können Sie DFV, Maxcare, Ottonova und den Ergo Sofortschutz frühestens nach einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren. Bei DA Direkt geht das monatlich, solange Sie in den ersten zwei Versicherungsjahren keine Rechnung erstattet bekommen haben.

Fazit zur Zahnzusatzversicherung für Kinder
Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder schließt die Lücke, die die Kasse bei der Zahnspange lässt. Betroffen ist mehr als die Hälfte aller Kinder in Deutschland. Den Ausschlag gibt der Zeitpunkt des Abschlusses: Ab dem Zahnwechsel mit etwa sechs Jahren werden Fehlstellungen sichtbar, und mit dem ersten Befund fallen die regulären Tarife weg. Ob sich der Vertrag dann rechnet, entscheiden KFO-Höchstgrenze und KIG-Umfang.
Unsere Empfehlung: Für ein gesundes Kind ohne Befund schließen Sie DA Direkt Zahnschutz Premium Plus oder DFV ZahnSchutz Exklusiv 100 ab. Bis zum 20. Lebensjahr kosten sie 16,90 € beziehungsweise 17,80 € im Monat. Ist eine Behandlung bereits angeraten, bleibt Ihnen der Ergo Kieferorthopädie Sofortschutz. Alle drei finden Sie mit Beitragsrechner in unserer Auswahl am Anfang des Artikels.
FAQ
Zahlt die Zahnzusatzversicherung den 20-Prozent-Eigenanteil bei der Zahnspange?
In der Regel nicht. Die Krankenkasse zahlt Ihnen diesen Eigenanteil nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung ohnehin zurück, ein Nachteil entsteht Ihnen also nicht. Die Zusatzversicherung setzt dort an, wo niemand etwas zurückzahlt: bei den Mehrleistungen und bei Behandlungen in KIG 1 und 2. Wird die Behandlung abgebrochen, kann der Eigenanteil allerdings bei Ihnen bleiben. Ob der Tarif ihn dann übernimmt, regeln die Tarifbedingungen.
Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung noch für ein 12-jähriges Kind?
Nur, wenn noch keine Fehlstellung dokumentiert ist. Steht der Befund bereits in der Akte oder wurde eine Behandlung angeraten, gilt das als Vorschaden, und reguläre Tarife leisten dafür nicht mehr. Ist bei Ihrem Kind zahnmedizinisch alles unauffällig, kann sich der Abschluss auch mit zwölf noch rechnen, weil viele Tarife kieferorthopädische Leistungen bis zum 18. oder 21. Lebensjahr zahlen. Rechnen Sie dann die Summenbegrenzung der ersten Vertragsjahre mit ein.
Was kostet eine Zahnzusatzversicherung für ein Kind?
Tarife mit voller Kieferorthopädie-Leistung kosten für Kinder rund 17 bis 18 € im Monat: DA Direkt Premium Plus 16,90 € bis zum 20. Lebensjahr, Ottonova Zahn 100 17,66 € bis 17 Jahre, DFV Exklusiv 100 17,80 € bis 20 und Maxcare Exklusiv 17,90 € (ab dem Jahr nach dem fünften Geburtstag bis zum Ende des Jahres, in dem das Kind 15 wird). Bis zum Ende des Jahres, in dem Ihr Kind fünf wird, kostet Maxcare Exklusiv nur 1,50 €. Der Ergo Kieferorthopädie Sofortschutz, der auch bei angeratener Behandlung zahlt, beginnt bei 12,70 €.
Kann man schon ein Baby zahnzusatzversichern?
Ja. DA Direkt und DFV versichern Kinder ab der Geburt zum selben Beitrag wie ältere Kinder, Maxcare Exklusiv kostet bis zum Ende des Jahres, in dem Ihr Kind fünf wird, 1,50 € im Monat. Bei einem Baby steht zahnärztlich meist noch nichts in der Akte, und die Zahnstaffel der ersten vier Vertragsjahre ist abgelaufen, lange bevor eine Zahnspange ansteht.
Sind kieferorthopädische Behandlungen in der Zahnzusatzversicherung für Kinder abgedeckt?
Ja, aber der Umfang unterscheidet sich stark. Sehen Sie im Tarif nach, ob auch KIG 1 und 2 versichert sind, wie hoch die KFO-Höchstgrenze liegt (häufig zwischen 1.000 und 5.000 €) und bis zu welchem Alter er leistet. Ein Tarif, der nur die Mehrleistungen ab KIG 3 übernimmt, hilft Ihnen bei einer leichten Fehlstellung nicht weiter.
Zahlt die Versicherung, wenn die Zahnspange schon angeraten ist?
Reguläre Tarife nicht. Sobald der Kieferorthopäde eine Behandlung angeraten oder eine Fehlstellung diagnostiziert hat, ist der Fall ein Vorschaden und damit ausgeschlossen. Für diese Situation gibt es den Ergo Kieferorthopädie Sofortschutz: Er stellt keine Gesundheitsfragen und erstattet 50 Prozent der Mehrkosten bei KIG 3 bis 5, bei KIG 1 und 2 höchstens 250 € pro Jahr. Welche Wege Ihnen sonst bleiben, steht in unserem Ratgeber Zahnzusatzversicherung zu spät abgeschlossen.
