WM-Aufreger mit Wut-PotenzialRegelhüter bestätigen: Argentinien profitierte von krasser Fehlentscheidung

Regelhüter geben schwerwiegende WM-Panne zu!
Breel Embolo (29) weinte bitterlich. Wegen einer Schwalbe flog der Schweizer Topstürmer im WM-Viertelfinale gegen Argentinien (1:3 nach Verlängerung) vom Platz. Doch jetzt kommt raus: Den Platzverweis hätte es niemals geben dürfen!
Videoassistent hätte nicht eingreifen dürfen
Dass Argentinien sich bei der WM alles andere als mit Ruhm bekleckerte ist, weiß spätestens seit dem zu Recht verlorenen Finale gegen Spanien jeder. Zudem hatte es im Laufe des Turniers immer wieder wilde Theorien gegeben, wonach die Mannschaft um Superstar Lionel Messi bevorzugt worden sei. Von einer Lex Messi war die Rede. Und nicht selten hatten die Verdachtsmomente auch eine veritable Spekulationsgrundlage.
Für Verschwörer jedweder Art dürfte diese Meldung nun also Wasser auf die Mühlen sein, denn: Der Videoassistent hätte vor der Gelb-Roten Karte für den Schweizer Nationalspieler Breel Embolo im WM-Viertelfinale gegen Argentinien aus Sicht der internationalen Regelhüter nicht eingreifen dürfen!
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Was war genau passiert? Schiedsrichter João Pinheiro (38) hatte in der Partie beim Stand von 1:1 nach einem Zweikampf an der Mittellinie zuerst auf Foul von Leandro Paredes (32) an Embolo entschieden und Argentiniens Oberprügelknabe mit Gelb verwarnt. Auf Hinweis des Videoassistenten schaute sich der portugiesische Unparteiische die Szene allerdings erneut an, nahm die Karte zurück und zeigte Embolo stattdessen Gelb-Rot wegen einer Schwalbe. Dieser brach umgehend in Tränen aus und verließ bitterlich schluchzend den Platz.
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Das Schiedsrichter-Team berief sich dabei auf eine Regelklausel, in der es um Verwechslungen von Spielern geht. ABER: Das hätte es in diesem Fall aus Sicht des International Football Association Board (Ifab), den offiziellen Regelhütern des internationalen Fußballs, nicht tun sollen. Die neue zur XXL-WM eingeführte Regel besagt, dass zwar Gelbe und Rote Karten überprüft werden dürfen, aber eben nur bei Spielerverwechslungen.
Zudem war das gepfiffene Foul an sich eine Tatsachenentscheidung. Die Schwalbe stellte eine neue Spielsituation dar.
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Neben dem Balogun-Skandal der nächste peinliche WM-Eklat
Das für internationale Fußballregeln zuständige Ifab stelt klar: „Eine Gelbe Karte (Verwarnung), bei der es sich nicht um eine zweite Gelbe Karte handelt, kann nur überprüft werden, um den Spieler zu identifizieren, der das geahndete Vergehen begangen hat; das Vergehen selbst kann nicht überprüft oder geändert werden.”
Neben dem Skandal um die Einmischung von US-Präsident Donald Trump im Fall Balogun dürfte Embolos ungerechtfertigter Platzverweis in der Liste der großen und kleinen WM-Skandale weit oben stehen. Embolos Tränen dürften mittlerweile getrocknet sein. Möglich, dass jetzt neue dazukommen. Aus Wut statt aus Trauer.
Verwendete Quellen: dpa, Bild, RTL-eigene Recherche




