Nach Angriffen auf UnparteiischeBodycams in der Kreisliga – Pilotprojekt zum Schutz von Schiedsrichtern
Wenn es Stress gibt, sollen Bodycams abschrecken und Beweise liefern. Wir kennen die Geräte hauptsächlich von Polizisten. Am Sonntag (13.09.) wurden aber auch Schiedsrichter beim Amateur-Fußball in NRW mit den kleinen Kameras ausgerüstet. Die Gewalt gegen Schiris wird immer heftiger. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) kennt das Problem.
Kreisligist testet Bodycams
Sechster Spieltag, Kreisliga B in Gelsenkirchen: Bei Regen trafen die zweiten Mannschaften des SSV Buer und des BV Rentfort aufeinander. Auch mit auf dem Platz: eine Bodycam. Schiedsrichter Thomas Pidun trug sie. Sein Fazit nach dem Spiel: Die ein oder andere hitzige Situation wurde wohl durch die abschreckende Wirkung der Kamera entschärft.
Schutz für Schiris
Die kleine Kamera soll den Unparteiischen vor Angriffen schützen. Sie zeichnet alle dreißig Sekunden neue Bilder auf. Gespeichert werden die Aufnahmen aber nur, wenn ein spezieller Knopf gedrückt wird. Die Beteiligten eines Spiels können der Aufzeichnung aktuell aber noch widersprechen. Das Ganze ist ein Pilotprojekt des DFB, der FIFA und dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW). Im vergangenen Jahr gab es laut DFB rund 2.100 Attacken auf Schiedsrichter. Die Zahl ist zwar insgesamt leicht rückläufig, für den Deutschen Fußball Bund ist sie aber immer noch zu hoch. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sieht das genauso. Er unterstützt das Vorgehen und betont, dass er ja bei der Polizei die gleiche Maßnahme getroffen hat.
Test noch am Anfang
Noch bis zum Ende der Saison 2026/2027 tragen die Schiris in der Gelsenkirchener Kreisliga die Kameras. Dann werden die Erfahrungen ausgewertet und die FIFA entscheidet, ob es auf unseren Fußballplätzen mit oder ohne Bodycams weiter geht.

































