Eklat um Fan-PfiffeLasst doch mal Sané in Ruhe!

Ein Taxiteller wird auch nicht leckerer, wenn man ihn ausbuht!
Turbo-Start, Leerlauf und Happy End: Das 2:1 gegen Ghana bietet mal wieder das ganze Spektrum, das die DFB-Elf im WM-Jahr im Portfolio hat. In Stuttgart kommt noch was mit Wirbel-Potenzial hinzu. Leroy Sané wird bei seiner Einwechslung in der 78. Minute von Fans ausgepfiffen. Weil er gerade mal nicht alle überragt. Weil es einfach schon Tradition ist, dass sich an ihm die Geister scheiden. Das ist so albern wie langweilig. Von fair müssen wir hier nicht reden. Ein Kommentar.
Darf nur Sané keinen schlechten Tag haben?
Monster-Joker Deniz Undav bringt es nach dem Spiel auf den Punkt. „Er gehört zu uns. Wir sind ein Land – da gehören alle dazu. Das gibt es nicht, dass man jemanden ausgrenzt“, sagt der Stuttgarter Siegtorschütze und Publikumsliebling nach dem Abpfiff und stellt sich wie viele Teamkollegen und auch Bundestrainer Julian Nagelsmann demonstrativ hinter den dauerumstrittenen Profi von Galatasaray Istanbul.
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Der Grund für die Pfiffe: Sané erwischt am vergangenen Freitag beim 4:3-Spektakelsieg in der Schweiz – zugegeben mal wieder – nicht seinen besten Tag.
Aber darf nur Sané keinen schlechten Tag haben? Ist ja fast schon eine Ehre – wenn auch eine zweifelhafte.
Nur mal so in den Raum gedacht: Woltemade wird im nächsten Testspiel gegen Finnland sicherlich nicht ausgepfiffen, weil er gegen Ghana zwei Großchancen nicht reinmacht, Tah vermutlich auch nicht, weil er gefühlt zweimal im gegnerischen Strafraum geklärt hat.
Nein, das wird nur Sané. Dabei ist er es, der nach seiner Einwechslung ordentlich Wind macht, den Siegtreffer durch Undav stark vorbereitet. Und es ist gerade mal ein halbes Jahr her, da legt Sané in der WM-Quali zwei Galas gegen Luxemburg (2:0) und gegen die Slowakei (6:0) auf den Platz, zaubert wie zu seinen besten Zeiten, die anscheinend so schnell in Vergessenheit geraten.
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Auch wenn es vielleicht nur einige wenige Fans sind, die ihn in Stuttgart auspfeifen: Es sind einige wenige zu viel, die ihren Frust auf Sané projizieren. Dabei hat er sich nie als willfähriger Sündenbock zu erkennen gegeben oder als solcher irgendwo beworben.
Fakt ist auch: Sané stehen die blauen DFB-Schlafis genauso gut wie jedem anderen Nationalspieler auch. Also lasst ihn einfach in Ruhe. Ein Taxiteller wird schließlich auch nicht leckerer, wenn man ihn ausbuht.


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