Verein beendet MedienhypeWeltweit berichten Medien: „Fußballer Chinedu Ozor ist auferstanden” – nur leider stimmt das nicht

Er wurde für tot erklärt und soll plötzlich in der Leichenhalle wieder eine Hand bewegt haben.
Die vermeintliche „Auferstehung“ von Fußballer Chinedu Ozor verbreitet sich international und sorgt für einen unglaublichen Medienhype. Jetzt stellt sein Verein Katsina United klar, was wirklich passiert ist.
Bei einem Freundschaftsspiel zusammengebrochen
Es klingt wie eine Geschichte, die eigentlich unmöglich sein dürfte. Fußballer Chinedu Ozor bricht bei einem Freundschaftsspiel seines nigerianischen Klubs Katsina United zusammen. Ärzte erklären ihn für tot. Doch wenig später macht eine spektakuläre Nachricht die Runde: Ozor soll in der Leichenhalle plötzlich wieder Lebenszeichen von sich gegeben haben.
Die britische „Sun“ berichtet am 12. August sogar, der Fußballer habe seine Hand bewegt und sei daraufhin auf die Intensivstation des Katsina General Hospital gebracht worden. Dort liege er an Sauerstoff und Ärzte kämpften um sein Leben. Die Nachricht verbreitet sich weit über Nigeria hinaus.
Nur stimmt der entscheidende Teil dieser unglaublichen Geschichte nicht.
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Katsina United stellt klar: „Diese Berichte sind nicht wahr“
„Mit gebrochenem Herzen möchten wir die Umstände rund um den tragischen Tod unseres Spielers Chinedu Ozor klarstellen“, schreibt die Medienabteilung von Katsina United in ihrem offiziellen Statement.
Demnach brach Ozor während eines Freundschaftsspiels gegen Niger Tornadoes im Muhammadu Dikko Stadium in Katsina zusammen. „Trotz aller anschließenden Bemühungen verstarb Chinedu leider“, erklärt sein Klub.
Dann geht Katsina United direkt auf die Berichte ein, die inzwischen für so viel Aufsehen gesorgt haben. Man habe Meldungen gesehen, wonach Ozor später wieder das Bewusstsein erlangt habe oder „ins Leben zurückgekehrt“ sei. Die Reaktion des Vereins könnte eindeutiger kaum sein: „Doch leider entsprechen diese Berichte nicht der Wahrheit.“
So soll die Geschichte vom Wiederaufwachen entstanden sein
Gleichzeitig liefert Katsina United eine Erklärung dafür, wie aus der Tragödie offenbar eine vermeintliche Wunder-Geschichte werden konnte. Nach Ozors Zusammenbruch habe seine Familie unter Schock gestanden und die Hoffnung nicht aufgeben wollen. Bevor sein Leichnam in die Leichenhalle gebracht wurde, baten die Angehörigen laut Verein deshalb um eine weitere medizinische Bestätigung seines Todes. Ein verzweifelter Hoffnungsschimmer einer trauernden Familie also. Genau daraus dürfe aber keine Geschichte darüber entstehen, dass Chinedu Ozor tatsächlich überlebt habe, mahnt der Klub.
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Chinedu Ozors Auferstehung wird zum internationalen Medienhype
Die angebliche Auferstehung hat alles, was eine Meldung zum Selbstläufer macht. Ein Fußballer wird für tot erklärt und erwacht anschließend in einer Leichenhalle wieder zum Leben. Auch die „Sun“ greift die Geschichte groß auf und schreibt, Ärzte seien verblüfft gewesen, als Ozor seine Hand bewegt habe. Besonders kurios ist dabei, dass zuvor tatsächlich schon um den Fußballer getrauert worden war. Katsina United hatte seinen Tod öffentlich bekannt gegeben. Auch die Nigeria Premier Football League und frühere Klubs des Spielers veröffentlichten laut „Sun“ Beileidsbekundungen. Dann folgte die vermeintliche Sensation von seiner Rückkehr ins Leben.
Doch während sich die spektakuläre Geschichte verbreitet, sieht sich Katsina United schließlich gezwungen, einzugreifen. Der Klub veröffentlicht ein ausführliches Statement und widerspricht der vermeintlichen Wunder-Nachricht unmissverständlich.
Verwendete Quellen: Instagram/Katsinaunitedfc, The Sun

































