115 Anklagepunkte und 115 Mal schuldig. So sieht der Schuldspruch der Premier League gegen Manchester City aus. In der Zeit von 2009 bis 2018 soll der englische Top-Club seine Einnahmen künstlich erhöht und seine Kosten gesenkt haben.
Über neun Jahre hinweg Scheinverträge gemacht zu haben, Einnahmen und Ausgaben nicht korrekt dargestellt zu haben und insgesamt mehr als 900 Millionen £, also mehr als 1 Milliarde, falsch bilanziert zu haben.
Drei Meisterschaften feiert der Klub im gefragten Zeitraum. Und während Geschäftsführer Soriano alle Anschuldigungen zurückweist, fordert die Fußballwelt Maßnahmen eine Strafe, die ein Exempel statuiert, damit die Regeln eingehalten werden. Das sind keine Kleinigkeiten. Es ist sehr schwerwiegend, die Regeln über zehn Jahre lang zu brechen. Es muss eine harte Strafe geben. Wenn es stimmt, dass gegen diese Regeln verstoßen wurde, dann haben wir eine Zeit der Täuschung durchlebt. Keine noch so harte Strafe wird es möglich machen, das Geschehene wieder gut zu machen. So weit geht der ehemalige Mittelfeldchef der Citizens noch nicht. The Confidence Sie haben immer das Vertrauen ausgesprochen, dass sie sich nichts zuschulden kommen lassen haben. Und daran glauben wir einfach. Und bis zum Beweis des Gegenteils werden wir dem Verein glauben. Auch die Fans wollen dem Club glauben und sehen keine harte sportliche Bestrafung auf die Skyblues zukommen. Ich denke, wenn sie schuldig gesprochen werden, werden sie nicht in die zweite Liga geschickt. City bringt heutzutage einfach zu viel Geld in die Premier League. Die Fans werden den Eigentümern und dem Verein nie wieder dasselbe Vertrauen entgegenbringen. Aber es gibt die echten Fans, die in guten wie in schlechten Zeiten zum Verein stehen werden. Aber natürlich werden sie wegen all dem, was gerade passiert, einige verlieren. Wie viele Fans dem Verein den Rücken kehren werden, hängt sicherlich von der Bestrafung ab. Wann und ob diese kommen wird, ist aber noch fraglich.
Das Ausmaß dieses vermeintlichen Betruges ja noch nicht bestätigt in der letzten Instanz ist so groß, dass wir noch Monate, vielleicht sogar Jahre damit beschäftigt sein werden, die Konsequenzen und auch letztlich vielleicht dann die endgültige Bestrafung abschätzen zu können.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich der Fall Manchester City weiterentwickeln wird. Er wirft aber schon jetzt einen großen Schatten auf die Fußballwelt.