Kurz nach unserem Interview klickten die HandschellenVermisste Mutter (†46) aus Euskirchen tot - Ehemann festgenommen

von Julia Haiminger, Valerio Magno und Christian Benz

Fast eine Woche lang wurde eine 46-jährige Mutter aus Euskirchen vermisst. Jetzt gibt es traurige Gewissheit: Ihre Leiche wurde am Donnerstagabend (01.10.) in einem Wald bei Zülpich gefunden. Ihr 51-jähriger Ehemann festgenommen. Erst wenige Stunden zuvor hatte er noch mit RTL über das Verschwinden seiner Frau gesprochen.

Leiche in Wald in Zülpich gefunden

Am Donnerstagabend (01.10.) fanden Ermittler den leblosen Körper der vermissten 46-Jährigen in einem Wald in Zülpich. Kurz darauf fuhren Ermittler der Mordkommission nach Euskirchen. Dort nahmen sie den 51-jährigen Ehemann der Frau widerstandslos fest.

Ehemann zuvor noch im RTL-Interview

Besonders brisant: Kurz vor dem Leichenfund hatte der 51-Jährige noch mit RTL über das Verschwinden seiner Ehefrau gesprochen. Dabei sagte er, er wisse nicht, wo sie sei. Die beiden waren 24 Jahre verheiratet. Das Paar hat sich vor rund einem Monat getrennt. Beide lebten allerdings weiterhin gemeinsam in dem Haus in Euskirchen. Eine Nachbarin berichtet, dass das Beziehungsende den 51-Jährigen belastet habe.

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Recyclinghof in Weilerswist durchsucht

Im Zuge der Vermisstensuche hatten Ermittler am Mittwoch (30.09.) einen Recyclinghof in Weilerswist durchsucht. Dort soll der Ehemann am Tag des Verschwindens Müll weggebracht haben. Der Recyclinghof liegt nur wenige Kilometer vom gemeinsamen Zuhause und vom späteren Leichenfundort entfernt. Welche Spuren die Ermittler letztlich zu dem 51-Jährigen führten, ist bislang nicht bekannt. Die Mordkommission ermittelt nun, wie und warum die 46-Jährige sterben musste.

Tatverdächtiger spricht von Trennung

Noch im Gespräch mit RTL hatte der 51-Jährige die Trennung als Folge kleinerer Meinungsverschiedenheiten beschrieben. Er betonte zudem, seine Frau nie körperlich angegangen zu haben. RTL-Reporter Christian Benz führte das Interview. Er beschreibt den Mann im Gespräch als nervös und wenig vertrauenserweckend. Für den 51-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.