Staatsanwaltschaft ermittelt nach Großeinsatz im RuhrgebietToter nach mutmaßlicher Explosion in Gladbeck
Ein lauter Knall, Hilferufe aus einem Waldstück und ein Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften: Am Mittwochabend (08.04.) wurde in Gladbeck (Kreis Recklinghausen) ein schwer verletzter Mann auf einer ehemaligen Bahntrasse gefunden. Noch am selben Abend starb er im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.
Schreie nach dem Knall – Anwohner alarmiert
Gegen 17 Uhr am Mittwochabend (08.04.) hörten Anwohner in der Nähe eines Waldstücks in Gladbeck einen lauten Knall, kurz darauf Hilferufe. Manfred Terhardt war zu dem Zeitpunkt mit seinem Nachbarn im Garten. Er beschreibt die Schreie als „wirklich fürchterlich, furchterregend“. Es sei etwas, das ihn seitdem nicht loslasse. Auch seine Nachbarin sei erschüttert gewesen. Mehrere Menschen aus der Gegend riefen daraufhin den Notruf. Terhardt dachte zunächst, der Knall käme aus dem nahegelegenen Industriegebiet. Silvesterknaller schloss er auch nicht völlig aus – in der Gegend werde laut ihm oft geböllert – aber der Knall sei „wesentlich lauter und auch intensiver“ gewesen als das, was man sonst von Böllern kennt.
Rettungskräfte suchen im Gelände
Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, war zunächst unklar, von wo die Explosion ausgegangen war. Die Einsatzkräfte mussten ihre Fahrzeuge an der Straße stehen lassen und das schwer zugängliche Gelände zu Fuß absuchen. Schließlich fanden sie den Mann schwer verletzt auf einer ehemaligen Bahntrasse. Laut Feuerwehr übernahmen ein Notarzt und die Besatzungen zweier Rettungswagen die medizinische Versorgung. Die Feuerwehr unterstützte unter anderem beim Weg vom Damm zurück zu den Fahrzeugen. Ein Rettungshubschrauber war zwar alarmiert worden, kam aber nicht zum Einsatz. Der Verletzte wurde per Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht.
Tod im Krankenhaus – Obduktion angeordnet
Trotz der schnellen Rettungsmaßnahmen erlag der Mann noch am Abend seinen schweren Verletzungen. Die Polizei bestätigte den Tod. Um die Todesursache und die genauen Umstände zu klären, wird der Mann obduziert. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Zu den Hintergründen gibt es bislang keine weiteren Auskünfte. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass ein Knallkörper die Verletzungen verursacht haben könnte. Ob das tatsächlich zutrifft, ist aber noch völlig unklar und Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

































