Spielerisch gegen die Angst vorm ArztbesuchTeddy, Giraffe und Co. auf dem OP-Tisch - Kuscheltiere werden in Köln gesund gepflegt

Für viele Kinder ist ein Arztbesuch mit Angst verbunden. Im Teddybärkrankenhaus der Universität zu Köln läuft das aber ganz anders. Dort werden nicht die Kinder behandelt, sondern ihre Kuscheltiere. Ziel der Aktion: Kindern spielerisch die Angst vor Ärzten und Krankenhäusern nehmen.

Kuscheltier Lilly braucht Hilfe

Giraffe Lilly hat einen schweren Tag hinter sich. „Die ist vom Klettergerüst gefallen, auf das Fahrrad und auf die Straße“, erzählt der vierjährige Thilo aus Vettweiß. Gemeinsam besuchen die beiden das Teddybärkrankenhaus an der Uniklinik Köln. Dort kümmern sich Medizinstudenten in mehreren Stationen um kranke Kuscheltiere. Nach der Anmeldung geht es für Lilly erst zum Röntgen, dann zur Untersuchung und schließlich sogar in den OP.

Kinder lernen spielerisch den Klinikalltag

Das Teddybärkrankenhaus ist mittlerweile ein Traditionsprojekt der Kölner Medizinstudenten. In drei großen Zelten erleben Kinder zwischen drei und zehn Jahren den Ablauf eines Krankenhausbesuchs hautnah. Die kleinen Besucher werden dabei eins zu eins von Studenten begleitet. „Manche rennen schon zum nächsten Zelt vor und wollen quasi alles selber machen“, erzählt eine Medizinstudentin.

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Belohnung am Ende der Behandlung

Nach Impfungen, Zahnputztraining und Operation wartet für Kinder und Kuscheltiere noch die Apotheke. Dort gibt es eine kleine Belohnung für die tapferen Patienten. Für Thilo steht nach dem Besuch jedenfalls schon fest, welchen Beruf er später mal machen will: „Ich habe schon einen Beruf – das ist Tierarzt.“ Seine Giraffe Lilly fühlt sich nach der Behandlung jedenfalls schon deutlich besser.