Razzia gegen Waffen- und DrogenhandelSechs Festnahmen bei Razzia in Köln und weiteren Städten

von Patricia Brinkmann

Bei einer groß angelegten Razzia gegen mutmaßliche Waffen- und Drogenhändler hat die Polizei sechs Menschen festgenommen. Am Donnerstag (08.10.) durchsuchten Einsatzkräfte mehrere Objekte in Deutschland und Spanien. Ein Schwerpunkt lag in Köln. Am Freitag (09.10.) stellten Polizei und Staatsanwaltschaft die Ergebnisse vor.

Mutmaßlicher Waffenhandel über Kölner Café

Insgesamt richten sich die Ermittlungen gegen 16 Beschuldigte im Alter von 17 bis 50 Jahren. Sechs von ihnen wurden bei den Einsätzen festgenommen. Auch Spezialeinsatzkräfte waren beteiligt. Das mutmaßliche Netzwerk soll illegal hergestellte Schusswaffen aus der Türkei nach Deutschland geschmuggelt haben. Anschließend sollen die Waffen vor allem in Cafés und Shisha-Bars im Großraum Köln verkauft worden sein. Der Preis lag offenbar bei rund 3.000 Euro pro Waffe. Eine wichtige Rolle soll dabei ein Café im Kölner Stadtteil Mülheim gespielt haben. Dort sollen sich die Beschuldigten regelmäßig getroffen haben. Neben Waffen sollen auch Cannabis und Kokain verkauft worden sein. Das Café ist inzwischen geschlossen.

Polizei stellt 15 Schusswaffen sicher

Durchsuchungen gab es unter anderem in Köln, Wipperfürth, Erftstadt und Sinzig. Weitere Einsätze fanden in Spanien statt. Die Ermittler stellten insgesamt 15 Schusswaffen und 2.800 Euro Falschgeld sicher. Die Durchsuchungen richteten sich gegen den mutmaßlich organisierten Handel mit Waffen und Drogen.

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Zusammenhang mit Schüssen in Köln wird geprüft

Noch ist unklar, ob die Beschuldigten auch mit den Schüssen auf Gebäude und Menschen in Köln in Verbindung stehen. Die Ermittlungen dazu dauern an. Auf das mutmaßliche Netzwerk wurde die Polizei bereits im Januar 2025 aufmerksam. Bei einer Durchsuchung in Köln-Mülheim entdeckten Beamte damals mehrere Schusswaffen in einem Bettkasten. Dieser Fund führte zu weiteren Ermittlungen.