Bluttat in Velberter Innenstadt61-Jähriger bei Messerangriff in Velbert lebensgefährlich verletzt

von Annalena Kirsten

Ein 61-Jähriger ist am Donnerstag (08.10.) in der Velberter Innenstadt mit einem Messer angegriffen worden. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste notoperiert werden. Inzwischen ist er außer Lebensgefahr. Tatverdächtig ist ein 30-jähriger Syrer. Er soll zuvor bereits mehrere Menschen bedroht haben.

Apothekenmitarbeiter leisten Erste Hilfe

Nach dem Angriff kümmern sich Mitarbeiter einer Apotheke um den schwer verletzten Mann. Der 61-Jährige blutet stark. Apothekeninhaber Abolghassem Sarvi erlebt die Situation mit. „Man ist immer noch schockiert, was da gestern passiert ist“, erzählt er RTL WEST. Seine Gedanken seien weiterhin bei dem Verletzten. Zunächst hätten die Mitarbeiter nicht gewusst, wie sie reagieren sollten. Sie alarmierten Polizei und Rettungsdienst und leisteten Erste Hilfe. Der 61-Jährige wird mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Dort muss er notoperiert werden. Mittlerweile besteht keine Lebensgefahr mehr.

Verdächtiger soll Messer aus Imbiss gestohlen haben

Als Tatverdächtigen nimmt die Polizei einen 30-jährigen Mann aus Syrien fest. Auf Überwachungsbildern ist zu sehen, wie er am Nachmittag zunächst einen Döner in einem Imbiss isst. Anschließend geht er offenbar unbemerkt hinter den Tresen und nimmt ein Messer an sich. Danach soll er auf einen Kunden eingeschlagen haben. Anschließend läuft er durch die Velberter Innenstadt und bedroht nach bisherigen Erkenntnissen immer wieder Menschen. Schließlich soll er den 61-Jährigen mit dem Messer angegriffen haben. Laut Polizei geschah die Attacke offenbar völlig wahllos.

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Polizei nimmt 30-Jährigen fest

Mitarbeiter des Ordnungsamtes verfolgen den Verdächtigen mit einem Auto durch die Stadt. Polizisten können ihn schließlich noch am Nachmittag festnehmen. Die Beamten ziehen dabei ihre Dienstwaffen. Der Mann lässt sich widerstandslos festnehmen. Die Polizei ist erleichtert, dass es nicht zu weiteren Angriffen gekommen ist. „Man muss in dieser Situation, glaube ich, von großem Glück sprechen, dass in dieser Zeit nicht noch mehr passiert ist“, sagt Daniel Uebber von der Polizei Mettmann. Der Mann sei bewaffnet gewesen und habe das Messer bereits eingesetzt.

Motiv des Messerangriffs noch unklar

Am Freitag (09.10.) wird der 30-Jährige einem Haftrichter vorgeführt. Nach Angaben der Behörden verfügt der syrische Staatsangehörige über eine verlängerte Aufenthaltserlaubnis. Polizeilich war er bislang nicht bekannt. Warum der Mann den 61-Jährigen angegriffen haben soll, ist noch unklar. Die Ermittler prüfen außerdem, ob der Tatverdächtige unter Drogeneinfluss stand.