Blick ins Universum und in die Gesichte des WeltallsMega-Teleskop aus NRW in Chile eingeweiht – es soll Sterne und Galaxien erklären
Ein gigantisches Radioteleskop steht seit April 2026 in der chilenischen Atacama-Wüste – und NRW hat entscheidend daran mitgewirkt. Wissenschaftler der Universität zu Köln und der Universität Bonn waren an der Entwicklung beteiligt. Gebaut wurde es von einer Firma aus Duisburg. Nun soll es helfen, die größten Fragen des Universums zu beantworten.
Auf der Suche nach den Ursprüngen des Universums
Im Fokus steht eine der zentralen Fragen der Astrophysik: Wie entstehen Sterne und Galaxien? Vom Urknall bis heute wollen Forscher die Entwicklung des Universums besser verstehen. Für Prof. Dominik Alexander Riechers von der Universität zu Köln ist das Projekt ein Meilenstein. Nach jahrelanger Vorbereitung hofft er nun auf neue Daten, die über bisherige Modelle hinausgehen – denn erst echte Messungen zeigen, wie das Universum wirklich funktioniert.
Extremstandort für klare Sicht ins All
Das Radioteleskop arbeitet im sogenannten Submillimeterbereich – ein Bereich, der von der Erdatmosphäre stark beeinflusst wird. Deshalb steht es in der Atacama-Wüste in Chile auf 5.600 Metern Höhe. Dort ist die Luft besonders trocken und dünn, sodass die Strahlung aus dem All besser gemessen werden kann. Einen Testaufbau gab es zuvor in Xanten (Kreis Wesel), bevor die Einzelteile aufwendig per Schiff und Schwertransport an ihren endgültigen Standort gebracht wurden.
Hightech aus Duisburg
Gebaut wurde das mehr als 200 Tonnen schwere Teleskop von der Firma CPI Vertex Antennentechnik. Kosten: rund 15 Millionen Euro. Geschäftsführer Peter Fasel betont den Stolz seines Teams: Solche Projekte seien nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern auch eine große Motivation für die Mitarbeiter. Erste Messungen sind schon für den Sommer geplant – und könnten völlig neue Einblicke ins Universum liefern.

































