44 Teilnehmer kämpfen auf dem Krewelshof um Sieg - und um GeldKürbis-Regatta im Riesengemüse – Paddel-Wettkampf sorgt in Mechernich für nasse Überraschungen
Im September ist die Kürbissaison losgegangen: Viele denken da an eine leckere Suppe und das Schnitzen zu Halloween. In Mechernich in der Eifel wurde größer gedacht: Am Sonntag (13.09.) fand auf dem Krewelshof nämlich die Kürbis-Regatta statt. Die Teilnehmer paddelten im XXL-Herbstgemüse über einen kleinen See um die Wette.
44 Menschen im Riesengemüse
Unter den wachsamen Augen der Ehrenamtler der DLRG nahmen 44 Menschen im Riesengemüse Platz: 22 Frauen und 22 Männer. Mitmachen durfte jeder ab 18 Jahren, der schwimmen kann. Auch Sabine Burchardt traute sich ins Natur-Kanu. Die 63-Jährige war die älteste Teilnehmerin. Sie ging zusammen mit ihrer Familie an den Start: Neffe Fabio, Nichte Kattia und deren Freund René waren Wiederholungstäter – für Tante Sabine war es das erste Mal. Die Geschwister gewannen die Kürbisregatta. Neben Ruhm und Ehre gab es je 200 Euro Preisgeld und eine neue Familientradition. Die vier wollen auch im kommenden Jahr an den Start gehen.
Kürbisse sind echte Mimosen
Junior-Chef Max Bieger hat jedes Kürbisboot persönlich geschnitzt. Bei jedem einzelnen wurde zunächst im Wasser geprüft, wo der Schwerpunkt liegt, damit das Loch auch an der richtigen Stelle sitzt. Der 26-Jährige ist auch derjenige, der das Riesengemüse anbaut – jedes Jahr extra für die Regatta: „Diese Riesenkürbisse sind enorme Mimosen. Das muss man wirklich sagen. Sie brauchen nicht nur extrem viel Platz, sondern auch noch total viel Wasser, total viel Dünger und total viel Zeit. Sie kriegen abends von mir eine Decke damit ihnen nachts nicht zu kalt ist. Sie kriegen Schirme, damit ihnen nicht zu warm ist. Nur so wird da dann ein so großer Kürbis draus“, sagt Max Bieger. So ein Kürbisboot wog in diesem Jahr übrigens im Schnitt 350 Kilo.
Kürbisschau bis November
Die Regatta ist Teil der Kürbissaison auf dem Krewelshof. Er hat in diesem Jahr rund eine Million Kürbisse geerntet. Aus 200.000 davon entsteht die Kürbisschau mit riesigen Figuren auf dem Hofgelände. Tickets gibt es ab 8,90 Euro. Familien erhalten Rabatt, kleine Kinder kommen kostenlos rein. Eine weitere Kürbisschau gibt es auf dem Krewelshof in Lohmar. Bis Anfang November können die Kunstwerke an beiden Standorten bestaunt werden. Für die Tonne ist das Herbstgemüse danach aber nicht: „All die Kürbisse, die man hier in der Ausstellung sieht, werden nachher noch weiterverarbeitet. Sei es für Tierfutter, wenn die noch gut sind, wenn die noch ein bisschen eine Beschädigung dran haben, dann gehen die als Dünger wieder aufs Feld. Das heißt, jeder Kürbis wird auch wieder weiter genutzt, wird keiner einfach weggeschmissen“, so Max Bieger der Junior-Chef vom Krewelshof.

































