Prozess gegen vier AngeklagteHells Angels vor Gericht – es geht um einen handfesten Streit in Duisburg
Der Fall beschäftigt die Justiz schon lange. Mirkan A., Michael B., Michael F. und Durmus Ö. am müssen sich am Landgericht Duisburg verantworten für das, was am Hamborner Altmarkt 2022 passiert ist. Die Anklage unter anderem: Landfriedensbruch.
Auseinandersetzung mit Großfamilie
„Bei Landfriedensbruch spricht man einfach gesagt davon, wenn aus einer Menschenmenge heraus Gewalttätigkeiten von mehreren aus dieser Menschenmenge gegenüber anderen Menschen oder Sachen vollführt werden“, so Philipp Hein vom Landgericht Duisburg. Die Angeklagten sollen Mitglieder der Hells Angels sein. Laut Staatsanwaltschaft forderte die Rockergruppe eine Umsatzbeteiligung an einem Imbiss in Duisburg von einer türkisch-libanesischen Großfamilie. Sie lehnte ab. Am 04. Mai 2022 kommt es deswegen wohl zum Streit. Es fallen Schüsse und es gibt mehrere Verletzte. Die Mitglieder der Großfamilie sollen dann abgehauen sein. Laut Staatsanwaltschaft verwüsten die Angeklagten danach den Imbiss, schlagen dessen Scheiben ein mit einem Schaden von 3.500 Euro.
Von Geldstrafe bis Haft ist alles drin
„Sollten sich die Tatvorwürfe so bestätigen, kann für den Landfriedensbruch eine Geldstrafe, aber auch eine höhere Freiheitsstrafe in Betracht kommen. Hier stehen allerdings auch noch weitere Straftatbestände. Die Angeklagten haben sich teilweise nicht nur den Landfriedensbruch zu verantworten, sondern auch noch Verstöße gegen das Waffengesetz und Körperverletzung. Sollten diese Tatvorwürfe zutreffen, droht den Angeklagten möglicherweise eine Haftstrafe“, so Hein. Mirkan A. und Durmus O. stehen auch noch wegen anderer Vorwürfe vor Gericht: Mirkan A. soll im Kino einen anderen Mann verprügelt haben. Bei Durmus O. wurden laut Anklage illegale Dopingmittel und eine Pistole gefunden, einen Waffenschein hatte er nicht.

































