Leichenteile an Autobahnen gefundenFrau getötet und zerstückelt: Ehemann steht vor Gericht!

Ein 42-Jähriger muss sich seit Dienstag (13.10.) vor dem Bonner Landgericht verantworten. Er soll seine 32-jährige Ehefrau getötet und ihre Leiche anschließend zerstückelt haben. Das gemeinsame Baby soll er bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt vor einem Kloster ausgesetzt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Eritrea unter anderem heimtückischen Mord vor.

Ehemann soll Frau in Auto getötet haben

Im November 2025 soll Asmeron G. seine Ehefrau auf einem Parkplatz in Bonn erstickt oder erwürgt haben. Laut Staatsanwaltschaft war während der mutmaßlichen Tat auch das gemeinsame drei Monate altes Baby im Auto. Anschließend soll der Angeklagte mit der Leiche und dem Baby zu einem Kloster in Hessen gefahren sein. Dort soll er den Säugling in einen Kinderwagen gelegt und vor dem Gebäude zurückgelassen haben. Bei Temperaturen knapp über null Grad bestand für das Baby akute Lebensgefahr. Ein Mönch entdeckte das Kind und brachte es in Sicherheit.

Leichenteile nahe Autobahnen gefunden

Nach der mutmaßlichen Tat soll der 42-Jährige die Leiche seiner Frau in ein Waldstück in Rheinland-Pfalz gebracht haben. Dort soll er ihr Hände und Kopf abgetrennt haben. Die Ermittler entdeckten die sterblichen Überreste nach und nach an verschiedenen Stellen in der Nähe von Autobahnen. Zunächst wurden die Hände gefunden, später der Oberkörper und schließlich der Kopf. Schnell geriet der Ehemann in den Fokus der Ermittlungen. An den gefundenen Körperteilen wurde seine DNA nachgewiesen. Der 42-Jährige war inzwischen nach Äthiopien geflohen. Dort wurde er festgenommen und anschließend wieder nach Deutschland gebracht.

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Angehörige hoffen auf Aufklärung

Für die Familie der getöteten Frau war besonders belastend, dass sie lange nicht Abschied nehmen konnte. Die sterblichen Überreste wurden erst nach mehreren Monaten vollständig gefunden. „Das war sehr, sehr schmerzhaft für die Angehörigen“, sagt Gesine Ickert, die Anwältin der Nebenklage. Die Familie hoffe nun, dass der Prozess klärt, wie es zu der Tat gekommen ist und was genau passiert ist. Vor der mutmaßlichen Tat soll es zwischen dem Ehepaar immer wieder Streit gegeben haben. Medienberichten zufolge könnte Eifersucht eine Rolle gespielt haben. Nach Angaben der Nebenklage war die 32-Jährige zum Wohl des Kindes bereits aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Sie hatte Schutz in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn gesucht. Diese liegt nur etwas mehr als einen Kilometer vom mutmaßlichen Tatort entfernt.

Angeklagter schweigt zu den Vorwürfen

Zum Prozessauftakt äußert sich Asmeron G. nicht zu den Anschuldigungen. Auch gegenüber seinem Verteidiger Martin Kretschmer hat er sich nach dessen Angaben bislang nicht zur Tat geäußert. Der Anwalt erklärt, dass nun im Verfahren geprüft werden müsse, welche belastbaren Beweise vorliegen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen unter anderem heimtückischen Mord vor. Dabei geht es auch um den Vorwurf niedriger Beweggründe. Das Urteil wird für den 11. Dezember erwartet. Bei einer Verurteilung wegen Mordes muss der Angeklagten mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen.