Angriff auf Einsatzkräfte im RuhrgebietEinsatz um Ölspur eskaliert - Autofahrer bedroht Feuerwehr und Polizei in Herdecke
Immer wieder werden Einsatzkräfte im Dienst bedroht und auch angegriffen - so auch Mittwochabend (17.06.) in Herdecke im Ruhrgebiet. Dort wurde die Feuerwehr zu einer Ölspur gerufen. Dann eskalierte die Situation.
Polizei fixiert Mann
Feuerwehrleute hatten den 46-jährigen Autofahrer als möglichen Verursacher der Ölspur ausfindig gemacht. Daraufhin soll er aggressiv geworden sein. Auch nach Eintreffen der Polizei beruhigte sich die Lage nicht. Der Mann soll den Beamten bedrohlich nahegekommen sein und sich aufgebaut haben. Die Einsatzkräfte brachten ihn schließlich zu Boden und fixierten ihn.
Alkoholisiert und ohne Führerschein unterwegs
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Mann um einen polizeibekannten 46-jährigen Iraker. Während des Einsatzes sollen zudem Familienmitglieder hinzugekommen sein und sich mit ihm solidarisiert haben. Verletzt wurde niemand. Gegen den Mann wird nun ermittelt - unter anderem auch weil er rund 0,8 Promille Alkohol im Blut gehabt haben soll und keinen Führerschein besitzt.
Im Video: Interview mit Markus Robert (Stellv. Vorsitzender der GdP in NRW)
Angriffe auf Einsatzkräfte nehmen zu
Der Vorfall reiht sich in eine Entwicklung ein, die Einsatzkräfte schon länger beobachten. Laut einer Auswertung des NRW-Innenministeriums stieg die Zahl der Angriffe auf Rettungskräfte zwischen 2020 und Ende 2024 um 46 Prozent. Allein im vergangenen Jahr wurden Feuerwehrleute in Nordrhein-Westfalen in 222 Fällen attackiert.
Gewerkschaft fordert konsequente Strafen
Heiko Teggatz von der Deutschen Polizeigewerkschaft fordert, dass vorhandene Strafmöglichkeiten konsequent ausgeschöpft werden. Bei schweren Fällen müsse der Staat prüfen, ob weitergehende Maßnahmen erforderlich seien. Für Feuerwehr und Rettungskräfte bleibt die Hoffnung, dass sie künftig wieder häufiger das tun können, wofür sie ausrücken: Menschen in Not zu helfen – statt sich selbst vor Angriffen schützen zu müssen.































































