Eltern verloren bei Unfall in Hürth ihren Sohn († 25)Auto crasht in Schülergruppe – zwei Tote! Luis-Paulo-Stiftung kämpft für mehr Verkehrssicherheit

Vor rund einem Jahr – am 04. Juni 2025 - verlor die Familie Jochim ihren Sohn und Bruder Luis Paulo bei einem schweren Verkehrsunfall in Hürth (Rhein-Erft-Kreis). Nun engagieren sich seine Eltern und Geschwister dafür, dass sich eine solche Tragödie nicht wiederholt. Mit der Luis-Paulo-Stiftung setzen sie sich für mehr Verkehrssicherheit an Schulen ein und erinnern gleichzeitig an den 25-Jährigen.

Ein Ort voller Erinnerungen

Für die Familie Jochim ist die Carl-Orff-Grundschule in Hürth (Rhein-Erft-Kreis) ein besonderer Ort. Dort arbeitete Luis als Schulbegleiter. Nur knapp einen Kilometer von der Schule entfernt ereignete sich am 04. Juni 2025 der Unfall, der das Leben der Familie für immer veränderte. Ein damals 20-jähriger Autofahrer raste in eine Schülergruppe. Luis Paulo und ein zehnjähriges Mädchen kamen dabei ums Leben. Gegen den schon vorbestraften Fahrer läuft derzeit der Prozess. Um an die Opfer zu erinnern und Kinder besser zu schützen, fand an der Grundschule jetzt erstmals ein Aktionstag zur Verkehrssicherheit statt. Künftig soll er jedes Jahr veranstaltet werden.

Stiftung setzt auf Prävention

Wenige Monate nach dem Unfall gründete die Familie die Luis Paulo Stiftung. Ihr Ziel ist es, Projekte zu unterstützen, die die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr verbessern. Die Stiftung finanziert unter anderem Warnwesten und unterstützt sogenannte Schulstraßen-Projekte. Außerdem sollen Jugendcoaches Schulen besuchen, um Kinder, Jugendliche und Fahranfänger für Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Die Familie hofft, mit ihrem Engagement möglichst viele Menschen zu erreichen und langfristig einen Beitrag für mehr Sicherheit zu leisten.

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Mehr als 900 Warnwesten verteilt

Beim Aktionstag am Donnerstag (11.06.) verteilte die Stiftung 930 Warnwesten an insgesamt elf Schulen. Auf den Westen ist das Gesicht von Luis Paulo zu sehen. Die Familie weiß, dass Warnwesten allein nicht jeden Unfall verhindern können. Auch die Schülergruppe, mit der Luis Paulo unterwegs war, trug zum Zeitpunkt des Unglücks Warnwesten. Trotzdem sieht die Familie darin ein wichtiges Zeichen. Die Erinnerung an ihren Sohn soll dazu beitragen, das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu stärken und andere Kinder zu schützen.

Aus Trauer wird Engagement

Der Besuch an der Schule fällt der Familie bis heute schwer. Gleichzeitig gibt ihnen die enge Zusammenarbeit mit Lehrern und Schülern Kraft. Dass Luis Paulo dort nicht vergessen wird, bedeutet ihnen viel. Mit der Stiftung wollen die Angehörigen seine Werte weitertragen und aus ihrer persönlichen Tragödie etwas Positives entstehen lassen – in der Hoffnung, dass künftig weniger Familien einen Verlust wie sie erleben müssen.