Angeklagter soll seinem Opfer nachts aufgelauert habenAn Bushaltestelle vergewaltigt? Prozessauftakt am Landgericht Münster
In Münster hat am Dienstag (06.01.) der Prozess gegen einen 25-jährigen Marokkaner begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Mai 2025 eine Frau an einer Bushaltestelle vergewaltigt zu haben.
Tat in den frühen Morgenstunden
Gegen fünf Uhr morgens soll der Angeklagte an einer Bushaltestelle gewartet haben, als eine Frau aus einem Nachtbus ausstieg und stolperte. Laut Anklage bot er zunächst Hilfe an, drückte die Frau dann aber zu Boden, zog sie aus und vergewaltigte sie. Als das Opfer laut schrie und sich heftig wehrte, flüchtete der Täter. Mithilfe von DNA-Spuren und Videoaufnahmen konnte die Polizei den Verdächtigen ermitteln.
Unklarheiten über das Alter des Angeklagten
Zunächst war unklar, wie alt der Angeklagte tatsächlich ist. Laut seinen Personalakten sei er 20 Jahre, doch laut rechtsmedizinischem Gutachten soll er älter sein. Vor Gericht erklärte er, er sei 25 Jahre alt – somit gilt er zum Tatzeitpunkt als Erwachsener, falls er der Täter ist.
Opfervertreterin spricht von „erneuter Traumatisierung“
Das Opfer wird durch Rechtsanwältin Julia Artmann-Eichler vertreten. Sie betonte vor Gericht, dass ihre Mandantin die bevorstehende Aussage stark belaste: „Das ist natürlich wie eine erneute Traumatisierung. Nochmal zu allen Sachen was erzählen zu müssen, zu den gesamten Details. Deswegen ist sie natürlich schon sehr belastet.” Am ersten Prozesstag äußerte sich der Angeklagte noch nicht zu den Vorwürfen. Bei einer Verurteilung muss er mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen. Das Urteil wird im Februar erwartet.


































