Feuerwehr evakuiert S-Bahn in Hamburg Fahrgäste müssen bei Minusgraden zu Fuß über die Gleise laufen

Ausgerechnet zum Feierabend wird diese Bahnfahrt zur echten Strapaze.
Am Montagabend (16. Februar) bleiben zwei S-Bahnen in Hamburg auf offener Strecke zwischen Sternschanze und Altona liegen - mitten im Schneetreiben und bei minus vier Grad. Die Fahrgäste frieren und warten im Dunkeln. Für die Feuerwehr ist es ein Rettungseinsatz unter erschwerten Bedingungen.
Plötzlich Stillstand
Gegen 18:50 Uhr meldet die Bundespolizei eine technische Störung auf der S-Bahn-Strecke zwischen Sternschanze, Diebsteich und Altona. Ein Stromabnehmer gerät in Brand, das Feuer erlischt jedoch nach kurzer Zeit von selbst, vermutlich wegen der Witterung, wie die Feuerwehr Hamburg mutmaßt.
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Vorsorglich wird der Strom auf dem Teilabschnitt abgeschaltet. Zwei S-Bahnen befinden sich zu diesem Zeitpunkt auf der Strecke. Eine davon stoppt kurz vor dem Bahnhof Diebsteich. Die 13 Fahrgäste an Bord werden schnell und sicher evakuiert.
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115 Menschen müssen im Dunkeln ausharren
Während der erste Zug bereits leer ist, steckt eine zweite S-Bahn mit 115 Menschen mitten auf der Strecke fest. Um die Fahrgäste zu erreichen, müssen sich die Feuerwehrleute einen verschneiten Hang hinaufkämpfen. Bei minus vier Grad steigen die Menschen schließlich aus dem Zug und gehen einige Meter zu Fuß entlang der Gleise bis zum nächsten Bahnhof, begleitet von den Feuerwehrkräften.
Am Bahnhof warten Großraumrettungswagen und Busse, um die Fahrgäste aufzunehmen und aufzuwärmen. Verletzt wird niemand. Kurz vor 21 Uhr ist der Einsatz nach Angaben der Feuerwehr beendet. Im S-Bahn-Verkehr kommt es am Abend zu Verspätungen, auch der Zugverkehr in Hamburg ist vorübergehend beeinträchtigt. (vhö)
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa


































