Deutliche Worte von Schleswig-Holsteins MinisterpräsidentDaniel Günther warnt! „AfD ist die deutlich größere Gefahr!”

Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, spricht bei der Eröffnung des Sommerfests der Landesregierung in der Landesvertretung Schleswig-Holstein. +++ dpa-Bildfunk +++
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident regiert bereits seit längerer Zeit zusammen mit den Grünen. (Archiv)
picture alliance/dpa / Carsten Koall

Beim Blick auf andere Parteien findet er klare Worte!
In der ARD-Sendung „Maischberger” betont Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, dass die CDU jetzt ein anderes Bild auf die Grünen und die Linkspartei hat. Auch bei Markus Söder sieht er einen Wandel.

Distanz zur Linkspartei

Das Verhältnis der Union hat sich aus Sicht von Daniel Günther sowohl mit Blick auf die Grünen geändert als auch auf die Linkspartei. Es sei zwar richtig, Beschlüsse zu fassen, die eine Distanz zur Linkspartei dokumentierten, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung „Maischberger“. Aber: „Man kann AfD und Linkspartei nicht in einen Topf schmeißen. Die AfD ist die deutlich größere Gefahr.“ Es müsse deswegen eine Regierungsbildung ohne die AfD geben. Günther weiter: „Und ich glaube, da haben wir auch in der CDU insgesamt mittlerweile einen neuen Blick drauf.“

Blick auf die Grünen

Gleichzeitig betont er mit Blick auf die Grünen: Er kenne, „in der gesamten Unionsfamilie niemanden, der unsere Strategie im letzten Bundestagswahlkampf, die Grünen in Bausch und Bogen zu verdammen, noch für richtig hält.” Man könne mit den Grünen vernünftig zusammenarbeiten.

Lese-Tipp: Ist Schleswig-Holsteins Glück etwa ansteckend?

Vor allem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte vor der letzten Bundestagswahl immer wieder Wahlkampf gegen die Grünen gemacht. Günther dazu: „Ich weiß nicht, ob Markus Söder das selbst als Fehler eingestehen würde, aber wenn man um sich guckt, wie er sich im Moment wandelt, glaube ich, merkt man ja schon auch daran, dass sein Blick darauf vielleicht auch ein anderer ist.”

Im September stehen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an, in beiden Ländern liegt die AfD mit Abstand vorn. Eine Mehrheit ohne die AfD ist derzeit jeweils nur für Bündnisse unter Einschluss von CDU und Linken denkbar. Allerdings hat die CDU jede koalitionsähnliche Zusammenarbeit mit der Linken per Parteitagsbeschluss ausgeschlossen. (ypr)

Verwendete Quellen: rog/dpa