Acht Jahre nach der Tat in WuppertalMann reißt Jungen (5) vor Zug – jetzt wurde er abgeschoben!

Es sind Szenen, die sich wohl für immer ins Gedächtnis einer Familie eingebrannt haben.
Im April 2018 steht ein fünfjähriger Junge mit seinen Eltern und zwei Geschwistern am Wuppertaler Hauptbahnhof. Plötzlich greift sich ein damals 23 Jahre alter Mann das fremde Kind und springt mit ihm ins Gleisbett vor einen Zug. Der Vater reagiert sofort und springt hinterher, um seinen Sohn zu retten.
Inder hätte beinahe ein Kind getötet
Der Junge und der Angreifer überleben die Tat damals nahezu unverletzt. Jetzt, acht Jahre später, ist der Mann in sein Heimatland Indien abgeschoben worden. Das teilte die Stadt Gelsenkirchen am Donnerstag (15. Oktober) mit.
Das Landgericht Wuppertal hatte nach der Tat die Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. Bei ihm war eine Schizophrenie diagnostiziert worden. Er hatte einem Psychiater zufolge Stimmen gehört, die ein Opfer von ihm forderten. Das Gericht stellte fest, dass der Mann zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war.
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Während des Verfahrens widerspricht sich der Beschuldigte immer wieder, zeigt keine Einsicht in seine Tat und verweigert jede Behandlung. „Hier sitzt ein psychiatrisch äußerst schwer kranker Mann“, erklärt der Richter damals.
Abschiebung nach acht Jahren in der Psychiatrie
Für die Abschiebung ist die Ausländerbehörde Gelsenkirchen zuständig, da der Mann dort zuletzt gewohnt hatte. Nach Angaben der Stadtverwaltung bemüht sich die Behörde über längere Zeit darum, von der Staatsanwaltschaft die notwendige Zustimmung zu erhalten.
Im Sommer 2026 gibt diese schließlich grünes Licht. Laut WDR schätzen die Verantwortlichen den Behandlungserfolg des Mannes in der psychiatrischen Klinik inzwischen als ausreichend fortgeschritten ein. Daraufhin wird seine Abschiebung nach Indien veranlasst. Zusätzlich verhängen die Behörden ein Wiedereinreiseverbot für zehn Jahre. Damit darf der Mann in diesem Zeitraum nicht erneut nach Deutschland einreisen.
Verwendete Quellen: dpa, WDR


