Rätselhaftes Verschwinden nach Techno-FestivalEmilia (37) seit Wochen vermisst – jetzt gibt es eine neue Spur!

Mehr als 40 Tagen ohne jede Nachricht von ihr!
Seit dem 30. August wird die 37-jährige Emilia Koprowska aus dem polnischen Koszalin vermisst. Die Frau verschwand nach dem Besuch des Techno-Festivals „ZEN Wydm“ in der Küstenstadt Darłowo (deutsch: Rügenwalde). Zuvor soll es zwischen ihr und ihrem Ehemann zu einem Streit gekommen sein. Den Ermittlern ist nun ein wichtiger Durchbruch in dem Fall gelungen.
Emilia Koprowska vermisst: Polizei kann endlich Handy auslesen
Wie die TV-Sendung „UWAGA!“ berichtet, kann die Polizei nach wochenlangen Versuchen erstmals auf Nachrichten des sichergestellten iPhones der Vermissten zugreifen. Das gerät wurde Medienberichten zufolge in Darłowo gefunden. „Wir haben Zugang zu einigen Unterhaltungen, die die Vermisste geführt hat“, erklärt Polizeisprecherin Paulina Wiśniewska gegenüber dem polnischen Fernsehen.
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Dabei handelt es sich laut Super Express um Nachrichten aus Messenger-Diensten. Die Beamten versuchen weiterhin, möglichst viele Daten auszulesen und zu rekonstruieren, mit wem Emilia vor ihrem Verschwinden Kontakt hatte. Ob die bisherigen Erkenntnisse neue Hinweise liefern, ist noch unklar.

Rucksack der Vermissten liegt offenbar tagelang im Schlamm
Schon zuvor hatte ein Fund für Aufsehen gesorgt. Am 21. September entdeckte ein Landwirt ihren Rucksack, wie mehrere polnische Medien berichten. Er lag rund zwei Kilometer von einem Hotel entfernt, an dem Emilia zuletzt aus einem Taxi gestiegen sein soll, im Schlamm. Darin befanden sich unter anderem ihre Autoschlüssel und ein Schlüsselbund für ihr Zuhause.
Der Finder, ein Landwirt namens Stanisław, berichtet in der Sendung „UWAGA!“, dass der Rucksack stark verschmutzt gewesen sei. Offenbar habe er schon mehrere Tage dort gelegen. Weil es in der Zwischenzeit geregnet hatte, war die Tasche mit Dreck bedeckt. Wie Emilias persönliche Gegenstände an diesen Ort gelangten und was danach mit der 37-Jährigen geschah, bleibt rätselhaft.
Ehemann von Emilia Koprowska macht Lügendetektortest
Auch der Ehemann der Vermissten spielt bei den Ermittlungen eine Rolle. Inzwischen hat sich der Mann einem Lügendetektortest unterzogen. Die Ergebnisse wurden bislang nicht veröffentlicht. Gegenüber „UWAGA!“ bezeichnete er die Untersuchung als langweilig. Er habe sich sogar anstrengen müssen, dabei nicht einzuschlafen.
Ob die Ermittler aus dem Test neue Erkenntnisse gewinnen konnten, ist nicht bekannt. Ein konkreter Tatverdacht gegen den Ehemann geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
Die Staatsanwaltschaft in Koszalin hat bereits am 23. September ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei schließen die Behörden auch eine mögliche Beteiligung Dritter am Verschwinden der Frau nicht aus. Weitere Einzelheiten geben sie derzeit nicht bekannt.
Familie hofft weiter – Polizei sucht nach Emilia in Polen
Während die Ermittler neue Spuren auswerten, suchen Polizei, Angehörige und freiwillige Helfer weiterhin nach der 37-Jährigen. Für Emilias Familie ist die Ungewissheit kaum auszuhalten. Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf, die 37-Jährige lebend zu finden.
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise zum Aufenthaltsort von Emilia Koprowska. Die 37-Jährige ist schlank, hat braune Haare und grüne Augen. Auffällig sind zwei Tätowierungen: ein Fische-Sternzeichen auf der rechten Körperseite und der Schriftzug „KRYSTIAN“ an ihrer rechten Hand beziehungsweise ihrem Ringfinger.
Als sie verschwand, trug Emilia laut Suchmeldung eine weiße Jeans, ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift „Cherry“, eine schwarze Lederjacke und weiße Turnschuhe der Marke Big Star. Außerdem hatte sie einen braunen Rucksack und eine Brille mit rotem Gestell bei sich. Der Rucksack wurde inzwischen gefunden. Wer Emilia gesehen hat oder Hinweise zu ihrem Verschwinden geben kann, soll sich bei der Polizei in Koszalin unter der polnischen Telefonnummer +48 47 78 41 543 melden. In Polen ist die Polizei auch über die Notrufnummer 112 erreichbar.
Verwendete Quellen: „UWAGA!“, Fakt, Super Express, Polizei



