Vater soll auf Frau und Kinder eingestochen habenJunge (13) stirbt bei Messer-Attacke in Witten – Polizei nennt neue Details

Großeinsatz der Polizei in Witten
Zahlreiche Kräfte von Polizei und Rettungsdiensten sind am Samstag in einer Straße in Witten im Einsatz.
aba htf, Justin Brosch/dpa, Justin Brosch

Entsetzliche Bluttat in NRW!
Eine Mutter und ihre beiden Kinder werden in Witten mit einem Messer attackiert und schwer verletzt, der 13-jährige Sohn der Frau stirbt. Die Polizei gibt einige Details zum Hintergrund bekannt.

Das sagt die Polizei über den Tatverdächtigen

Beim Tatverdächtigen des Messerangriffs, bei dem ein Junge starb, sind bislang keine psychischen Probleme bekannt. Das teilte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der 40-Jährige soll seine Ehefrau (38) und seine beiden Kinder durch Messerstiche schwer verletzt haben. Der 13-jährige Sohn starb trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen. Die Frau und ihre neunjährige Tochter wurden ins Krankenhaus gebracht. Wie die Polizei inzwischen mitteilte, liegen beide auf der Intensivstation und schweben in Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter wurde kurze Zeit später festgenommen. Er habe die deutsche Nationalität, teilte der Polizeisprecher weiter mit.

Als mutmaßliche Tatwaffe stellen die Ermittler ein Messer sicher. Am Tatort suchen sie auch am Nachmittag noch nach weiteren Hinweisen. Ein am Tatort gefundenes Fahrzeug wird ebenfalls untersucht. Ob und inwiefern es mit der Tat in Verbindung steht, wird noch ermittelt.

Bluttat in Witten: Motiv vorerst unklar

Das Motiv ist laut Polizei unklar. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat die Ermittlungen übernommen. Es wurde eine Mordkommission eingerichtet. Der Verdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam und soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Wann genau, ist bislang noch offen.

Die Stadt Witten zeigt sich am Samstagnachmittag in einer Mitteilung auf ihrer Internetseite tief betroffen von der Gewalttat. Bürgermeister Dirk Leistner sagt: „Die Nachricht von dieser schrecklichen Tat erschüttert uns alle zutiefst. Besonders der Tod eines Kindes macht uns fassungslos. Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Angehörigen und allen, die von diesem Ereignis betroffen sind.” (sfu)

Verwendete Quelle: dpa