Schlage im Süden Frankreichs gesuchtKobra-Alarm bei Toulouse: Schule dicht, Parks gesperrt – Dorf in Angst

Eine giftige Kobra versetzt ein ganzes Dorf in Angst:
In Bouloc bei Toulouse reicht ein einziges Foto einer Schlange am Straßenrand – und plötzlich sind Schule, Parks und Spielplätze dicht, Kinder bleiben zu Hause, die Feuerwehr sucht mit Spezialteams das Tier. Während die Behörden zur Ruhe mahnen, fragen sich viele Anwohner nur eines: Wo versteckt sich die Kobra – und wie gefährlich ist sie für uns wirklich?
Bouloc bei Toulouse: Giftige Kobra gesichtet – Gemeinde schließt Schule und warnt Einwohner
In Bouloc nördlich von Toulouse spielt sich derzeit ein Szenario wie aus einem Thriller ab: Ein Anwohner meldet eine hochgiftige Kobra – seither haben die 5.000-Einwohner-Gemeinde Angst, vor die Tür zu gehen. Die Behörden raten zu „größtmöglicher Wachsamkeit“, denn die Schlange wurde bislang nicht eingefangen. Aus Vorsicht hat der Bürgermeister das örtliche Collège geschlossen, öffentliche Plätze und Parks sind gesperrt, Eltern sollen ihre Kinder möglichst im Haus lassen.
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Laut Gemeinde handelt es sich nicht um eine harmlose heimische Schlange, sondern um einen giftigen Exoten, vermutlich ein entwichener Terrarien-Bewohner. Das Foto, das der Zeuge gemacht haben will, ging an Experten, die den Verdacht auf eine Kobra bestätigten. Für die Menschen vor Ort ist das ein beunruhigender Gedanke: Das Tier kann sich praktisch überall verstecken.

Wie gefährlich ist die Situation wirklich?
Eine Kobra in einem südfranzösischen Dorf ist gleich aus mehreren Gründen heikel:
Kobras können – je nach Art – mit einem einzigen Biss lebensgefährliches Gift injizieren. Ohne schnelles Gegengift besteht akute Lebensgefahr, vor allem für Kinder, ältere Menschen und Haustiere.
Viele Arten sind nervös und können bei Bedrohung auch „spucken“, also Gift Richtung Augen sprühen. Das kann schwere Verätzungen verursachen.
In einer bewohnten Umgebung mit Gärten, Hecken, Holzstapeln und Schuppen gibt es unzählige Verstecke – die Schlange lässt sich schwer lokalisieren.
Die Einwohner wurden über Aushänge und Nachrichtenkanäle eindringlich gewarnt, das Tier auf keinen Fall selbst zu suchen oder zu jagen. Kinder sollen nicht unbeaufsichtigt draußen spielen, Hunde und Katzen möglichst drinnen bleiben, Gartenarbeiten wie Hecken schneiden oder Holzstapel umschichten sollen verschoben werden. Wer eine Schlange sieht oder verdächtige Bewegungen im Gras bemerkt, soll sofort die Rettungskräfte alarmieren – jeder Biss wäre ein medizinischer Notfall.
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Spezialisierte Teams versuchen inzwischen, die Kobra aufzuspüren und einzufangen. Bis das gelingt, bleibt Bouloc im Ausnahmezustand: Statt Frühling im Park gibt es für viele nur den Blick aus dem Fenster – und die Hoffnung, dass die Gift-Schlange bald gefunden wird.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, bfmtv.com


