Strandtragödie in KalifornienWelle reißt zwei schlafende Freundinnen in den Tod

Acht Rettungsschwimmer waren im Einsatz. Trotz der sofortigen Rettung verstarben beide im Krankenhaus
Acht Rettungsschwimmer waren im Einsatz. Trotz der sofortigen Rettung verstarben beide im Krankenhaus.
Facebook/CALFIRECZUSanMateoSantaCruz

Vom Nickerchen im Sand zur Katastrophe!
Zwei Freundinnen, ein Nachmittag am Meer, eine kurze Pause am Strand – und dann eine Welle, die alles zerstört: In Kalifornien sind die Studentinnen Harshita Nair (21) und Mahial Sran (20) tödlich verunglückt, nachdem sie am Strand eingeschlafen waren und überraschend vom Meer erfasst wurden.

Kalifornien: Harshita (21) und Mahial (20) schlafen am Strand ein – starke Welle zieht sie ins Meer, beide sterben im Krankenhaus

Panther Beach bei Santa Cruz gilt als beliebter, aber nicht ungefährlicher Küstenabschnitt entlang des Highway 1: hohe Felsen, starke Brandung, tückische Strömungen. Harshita und Mahial, beide aus Fremont in Kalifornien, wollen hier offenbar einfach einen entspannten Tag verbringen. Nach Berichten von Rettungskräften legen sie sich in einen geschützten Bereich am Strand – nahe eines Felsdurchgangs, den Einheimische „Keyhole“ nennen – und dösen ein.

Mahial Sran (links) und Harshita Nair (rechts) wurden von einer Welle in den Tod gerissen
Mahial Sran (links) und Harshita Nair (rechts) wurden von einer Welle in den Tod gerissen.
Instagram / mahial_22s und LinkedIn / Harshita Nair

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Was wie ein perfekter Moment mit Meeresrauschen klingt, wird ihnen zum Verhängnis: Die Flut kommt schneller und höher, als sie es erwarten. „Beide Patientinnen haben wahrscheinlich am Strand geschlafen, als die Tide plötzlich hereinkam“, erklärt Einsatzleiter Kyle Breton von der freiwilligen Feuerwehr. Eine kraftvolle Welle überrollt die junge Frauen, reißt sie ins Wasser und hinaus in die Strömung. Von einem Moment auf den anderen sind sie den Naturgewalten ausgeliefert.

Große Rettungsaktion – doch jede Hilfe kommt zu spät

Gegen 17 Uhr werden Rettungskräfte alarmiert. Feuerwehr, Küstenwache, California State Parks und andere Einheiten rücken aus, Boote und ein Hubschrauber suchen die aufgewühlte See ab. Eine der Frauen wird nahe Panther Beach aus dem Wasser gezogen, die andere treibt bis zum benachbarten Yellow Bank Beach.

Es gab eine groß angelegte Rettungsaktion mit einem Hubschrauber
Es gab eine großangelegte Rettungsaktion mit einem Hubschrauber.
Facebook/CALFIRECZUSanMateoSantaCruz

Die Bergung ist schwierig: Eine von ihnen wird mit dem Hubschrauber auf die Klippen geflogen, die andere in einer speziellen Trage über steiles Gelände nach oben gebracht. Beide werden in Krankenhäuser gebracht. Doch die Verletzungen und die Zeit im kalten Pazifik sind zu viel: Am Montag bestätigte das Sheriffbüro von Santa Cruz County den Tod der 21-jährigen Harshita Nair und der 20-jährigen Mahial Sran.

Freunde und Bekannte beschreiben die beiden als ehrgeizig, talentiert und lebensfroh – junge Frauen, die Studium und Zukunftspläne vor sich hatten.

Einsatzleiter Breton warnt in einem Video eindringlich vor genau der Stelle, an der Harshita und Mahial lagen. Das „Keyhole“ – ein Felsbogen, durch den man auf den Strand gelangt – sei ein Bereich, „der Menschen unvorbereitet trifft“. Die Flut könne hier schnell auflaufen und Menschen einschließen oder ins Meer ziehen, besonders wenn sie unterhalb der Felsen sitzen oder liegen.

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Kalifornische Behörden hatten in den vergangenen Tagen immer wieder vor gefährlichen Bedingungen an der Küste gewarnt: starker Wellengang, tückische Strömungen, sogenannte „Sneaker Waves“, die plötzlich deutlich höher ausfallen als die übrigen Wellen. Oft reichen wenige Sekunden Unachtsamkeit – oder wie in diesem Fall ein Nickerchen – und der Rückweg ist von Wasser versperrt.

Verwendete Quellen: 20min.ch, nypost.com